Fitness Tracker Test

Fitness-Tracker, Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2017

Jawbone UP2 Test – Teil 1

Schaut man sich auf dem Markt der Fitnessarmbänder und Sportuhren um, so stellt man schnell fest, das die meisten Produkte einen oftmals sehr sportlichen und maskulinen Touch besitzen. Ein Fitnessarmband zu finden, das das Handgelenk einer Frau ziert und das zu möglichst vielen Gelegenheiten einen passenden Eindruck macht, ist nicht so leicht. Umso auffälliger sind die Produkte von Jawbone, vor allem das UP2 und UP3, die sich eben diese Marktlücke zu eigen machen.

Ich habe das Jawbone UP2 (Produktdetails) testen dürfen, wobei zwecks mangelnden, zierlichen Handgelenks meine bessere Hälfte beim Testen mitgeholfen hat.

Auspacken des Jawbone UP2

Schaut man sich die Verpackung des UP2 an, so drängt sich einem auf „Das Format kennst Du doch“. Und so ist es auch. Hinsichtlich Höhe und Breite entspricht die Verpackung ziemlich genau einer CD bzw. des umfassenden Quadrats. In der Tiefe ist es natürlich etwas größer, aber so habt ihr zumindest eine gute Vorstellung davon, welche Ausmaße die Verpackung des UP2 hat. Sie ist übrigens in Weiß gehalten und aus stabilen Karton gefertigt. Ein transparenter Kunststoff gibt den Blick auf das enthaltene Armband frei.

Jawbone UP2 - Verpackung

Jawbone UP2 – Verpackung

Ganz nett ist die kleine Schlaufe aus Stoff, die an der Oberseite der Verpackung befestigt ist. Ich kann mir vorstellen, dass es in dieser Form sogar bei dem ein oder anderen zu Weihnachten im Baum aufgehangen wird. Ist aber nur so eine Idee…

Bevor es mit dem UP2 überhaupt losgeht, muss man es natürlich erst einmal in den Händen halten. Das funktioniert beim UP2 aber schnell: Auf der Rückseite ist ein Klebestreifen zu lösen und schon lässt sich der innere Karton, zusammen mit dem Fitness Tracker aus der Verpackung ziehen. Kleine Streifen mit dem Aufdruck „LIFT“ zeigen deutlich, wo was anzuheben ist, um das Fitnessarmband aus seiner Halterung zu lösen bzw. an das Ladekabel und die Kurzanleitung zu gelangen.

Erster Eindruck vom UP2

Schon von außen kann man erkennen, wie klein und zierlich das UP2 ist. Hält man es in der Hand, verstärkt sich dieser Eindruck nochmals. Dazu kommt das wirklich geringe Gewicht des Jawbone UP2. Auf der Hand und am Handgelenk ist es kaum zu spüren.

Graziles Armband

Auffällig ist, dass das UP2 nun so gar nicht nach einem Fitnessarmband aussieht: Es fehlt an einem Display bzw. anderen Möglichkeiten des visuellen Feedbacks. Ob dieser Aspekt im täglichen Umgang schmerzlich vermisst wird, wird die Zeit zeigen. Zudem sieht das Armband anders aus, als alles was ich bisher gesehen habe. Aber gerade das Armband, bestehend aus zwei dünnen Strängen flexiblen Materials und einem Haken zum Schließen des Armbands, verleiht dem gesamten Produkt die notwendige Grazilität, um sich vom Rest des Marktes abzusetzen.

Die Länge des Armbands wird durch einen kleinen Metallsteg justiert, welcher mit ein wenig Kraft am Armband verschoben werden kann und in den der Haken zum Schließen des Fitnessarmbands eingehangen wird.

Jawbone UP2 - Verschluss mit Haken

Jawbone UP2 – Verschluss mit Haken

Aus den anderen Erfahrungsberichten wisst ihr, dass ich kein Freund besonders innovativer Armbandschließen bin. Ich komme noch am besten mit einer normalen Dornschließe zurecht und habe dort auch das Gefühl, das selbst bei wilden Aktivitäten der Verschluss nicht aufgeht.

Anders sieht es beim UP2 aus. Der kleine Metallhaken wird tatsächlich nur am Steg eingehakt und das war es. Kein Einschnappen und kein Kontern, was der Lösung noch einmal ein bisschen mehr Vertrauen meinerseits eingebracht hätte. Gerade weil meine bessere Hälfte das Armband auch sehr locker trägt, so dass kein Zug auf dem Haken ist, hatte ich zunächst Sorge, dass sich das Armband eines Tages löst und weg ist.

Die Erfahrung bisher zeigt aber, dass das Armband an Ort und Stelle geblieben ist – trotz lockerer Trageweise. Und natürlich muss man Jawbone zugute halten, dass eine normale Dornschließe den optischen Gesamteindruck erheblich geschmälert hätte. Dadurch hätte das Armband breiter sein müssen, was aus meiner Sicht dem UP2 nicht zuträglich gewesen wäre.

Das Armband schließt mit dem Tracking-Einheit nahtlos ab und ist mit dieser fest verbunden, so dass ein Wechseln leider nicht möglich ist. Langsam aber sicher tauchen immer mehr Produkte auf, die den Wechsel erlauben. Schade, dass dies beim Jawbone UP2, aber auch beim UP3 noch nicht der Fall ist.

Magnetisches, aber kurzes USB-Ladekabel

Auf der Rückseite der Tracking-Einheit befindet sich der 4-polige Anschluss zum Laden des Armbands. Sehr gelungen ist die Magnethalterung, die das Armband an das Kabel schnellen lässt und so in den meisten Fällen auch gleich richtig auf den Kontakten sitzt. Manchmal muss man noch einmal hin- und herruckeln, damit das Armband auch wirklich akkurat sitzt. Beim ersten Mal ist mir das leider nicht gelungen und ich dachte, das Armband würde aufgeladen. Dem war jedoch nicht so. Ein Blick zur Kontrolle auf die kleinen LED-Lämpchen, die nur beim Leuchten (z.B. beim Laden des Armbands) auf der Tracking-Einheit sichtbar werden, hätte Gewissheit verschafft.

Heute bin ich schlauer und warte das Aufleuchten kurz ab, bevor ich dem Fitnessarmband erst einmal keine Beachtung mehr schenke.

Jawbone UP2 - Ladekabel

Jawbone UP2 – Ladekabel

Aus meiner Sicht ist das Ladekabel etwas kurz geraten. Etwas mehr als 10 cm ist das Ladekabel lang und definitiv nicht für den Gebrauch direkt am PC oder Mac gedacht. Dafür ist es einfach zu kurz. An einer USB-Verlängerung, in einem USB-Hub oder einem USB-Ladegerät, dass auf dem Schreibtisch oder am Sofa steht macht es eine deutlich bessere Figur. Vielfach hängt es ja auch von den Voraussetzungen eines jeden einzelnen ab, so dass ich hier nur für mich sprechen kann und ich würde mich definitiv über ein längeres Kabel freuen.

Hohe Verarbeitungsqualität

Die Verarbeitungsqualität ist in meinen Augen sehr gut: Die Spaltmaße sind gering und gleichmäßig, die verwendeten Materialien fühlen sich gut an und erwecken den Eindruck, dass sie sich leicht reinigen lassen.

Inbetriebnahme des UP2

Um das UP2 wirklich nutzen zu können, fehlt dem kleinen Armband nicht nur ein wenig Strom, sondern auch die passende App auf Smartphone oder Tablet. Diese gibt es kostenlos für Android und iOS in den jeweiligen App Stores. Interessant ist, dass Jawbone darauf hinweist, die lilafarbene App zu nutzen und siehe da – es gibt auch eine blaue App, die jedoch für die betagten Fitness Tracker UP, UP24 und UP Move ist.

Für mein Samsung Galaxy S3 ist die App rund 50 MB groß und damit wieder zu groß, um sie unterwegs herunterzuladen, ohne das Datenvolumen zu stark zu strapazieren. Über das heimische WLAN ist das Herunterladen natürlich kein Problem und die App innerhalb von 5 Minuten installiert.















Das Einrichten des Fitnessarmbands geschieht innerhalb weniger Minuten und gut angeleitet durch die App. Zu den einzelnen Schritten gehören

  • Auswahl und Koppeln des Fitnessarmbands
  • Aktualisieren der Firmware
  • Anlegen des Nutzerprofils

Insgesamt ist das Einrichten sehr übersichtlich und selbst von Laien problemlos zu bewerkstelligen. Richtig gut gefällt mir die Lösung beim Bluetooth-Pairing. Wo in der Regel ein 4-stelliger Code von einem Gerät auf das andere übertragen werden muss, reicht beim UP2 eine Berührung aus. Natürlich macht es das Pairing dahingehend ein bisschen unsicherer, dass ja auch jemand anderes in der Nähe mit seinem Smartphone das Pairing durchführen könnte. Erledigt man die Einrichtung aber in Ruhe zuhause dürfte da genauso wenig passieren, wie bei der Lösung mit einem 4-stelligen Code. Zugegebenermaßen bleiben Jawbone aufgrund des fehlenden Displays auch wenig andere Möglichkeiten.

Wiederholte Firmware-Updates

Was mich bei der Inbetriebnahme doch ein wenig erstaunt hat, war das wiederholte Update der Firmware, sofern man das UP2 auf unterschiedlichen Plattformen eingerichtet hat. So hat das UP2 bereits bei der Einrichtung über das Samsung Galaxy S3 ein Firmware-Update gezogen.

Da ich mir die App aber auch auf anderen Geräten und Plattformen (hier iPhone 6 und iPad 3) anschaue, wurden dort jeweils noch einmal Firmware-Updates eingespielt. Um welche Versionen es sich dabei handelt, gibt die App nicht preis.

Jawbone UP2 Fitnessarmband

Normalerweise schaue ich mir an dieser Stelle die Funktionen des Fitnessarmband einmal grob an, um einen ersten Eindruck zu gewinnen, wie schnell der Nutzer mit dem Produkt warm wird. Das fällt beim UP2 heute erstaunlich kurz aus, denn das Armband bietet wenig Möglichkeiten abseits der App mit dem Nutzer zu interagieren.

Seit dem letzten Firmware-Update fällt selbst das doppelte Antippen der Tracking-Einheit weg, welches für den Wechsel von Tag- in den Nachtmodus bzw. vom Nacht- in den Tagmodus gesorgt hat. Diese anfänglich etwas umständliche Bedienung benötigt es nun nicht mehr, denn das UP2 hat gelernt, wann der Nutzer sich zum Schlafen hinlegt und erkennt anhand der Bewegungen, wann er wieder aufwacht.

Das das Armband nicht mehr zu bieten hat, ist an dieser Stelle nicht negativ zu sehen, denn der Fokus des Produktes ist ein anderer. Das Armband soll unauffällig sein und da hilft es viel, wenn nicht ständig Lämpchen aufblinken oder kleine Motoren vibrieren. Das UP2 hält sich in seinem Funktionsumfang vornehm zurück. Anders sieht es natürlich aus, wenn die Smartphone App mit ins Spiel kommt. Über die App und den Alltag mit dem UP2 werde ich jedoch beim nächsten Mal berichten.

Wer den zweiten Teil des Tests nicht verpassen möchte, der folgt uns einfach auf Facebook oder Twitter.

Das Jawbone UP2 wurde von Jawbone kosten- und bedingungslos für den Test zur Verfügung gestellt. Ich möchte mich für das entgegengebrachte Vertrauen und die problemlose Bereitstellung bedanken. Der Testbericht spiegelt vollständig meine eigene Meinung und Erfahrung mit dem Produkt wieder.


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