Fitness Tracker Test

Fitness-Tracker, Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2017

Jawbone UP3 Test – Teil 1

Der Frühling ist da und dem ein oder anderen wird bei einem Blick in den Spiegel noch der Weihnachtsbraten und der Zimtstern in Erinnerung sein. Es wird also höchste Zeit die Figur für den Sommer aufzubauen.

Nicht jeder möchte dafür ins Fitness-Studio gehen oder Kilometer auf der Straße oder im Wald abreißen. Manchen genügt es einfach, wenn sie sich bewusst machen, wie aktiv sie im Alltag sind und wie gesund sie sich ernähren.

Für solche Menschen ist das Fitnessarmband UP3 von Jawbone genau das richtige. Ich durfte das Armband für euch testen und werde in diesem und im nächsten Bericht meine Erfahrungen mit euch teilen.

Vergleich von UP2 und UP3

Ich hatte Ende des letzten Jahres bereits das UP2 auf Herz und Nieren untersucht, so dass es natürlich spannend war zu sehen, in welchen Punkten sich die beiden Fitness Tracker unterscheiden.

Auspacken des UP3

Das UP3 kommt in einer Verpackung, die der des Jawbone UP2 bis auf ein paar Details gleicht. Der weiße Karton hat die Ausmaße einer CD und ist in etwa 4cm hoch. Hinter einer transparenten Umverpackung kann man von Außen schon das Objekt der Begierde sehen – das UP3.

Auch der Lieferumfang von UP2 und UP3 sind bis auf das Armband im Umfang identisch, auch wenn sich die Kurzinformationen und Faltblätter natürlich unterscheiden.

In dem stabilen Karton aus weißem Karton liegt ein sehr kurzes USB-Ladekabel dabei. Offenbar handelt es sich um das gleiche Kabel, wie beim UP2 denn das Laden beider Armbänder klappt problemlos, selbst wenn die Ladekabel ausgetauscht werden.

Erst in diesem Test ist mir der kleine Knopf aufgefallen, der an der USB-Seite des Kabels sitzt und mit dem man einen Soft-Reset des Armbandes durchführen kann, wenn es einmal Probleme geben sollte.

Für die Synchronisierung braucht es das Kabel übrigens nicht. Dazu aber später mehr.

Die erste Eindruck vom UP3

Das UP3 gefällt mir als Mann natürlich deutlich besser als das silberfarbene UP2. Das liegt sicherlich im Auge des Betrachters, aber ich möchte ja hier auch ungeschönt berichten und da spricht mich das UP3 einfach mehr an. Zum einen liegt das an der Farbe, zum anderen an der Form.

Jawbone UP3 - Armband mit Kontakten

Jawbone UP3 – Armband mit Kontakten

Das blaue Armband mit der genauen Farbbezeichnung Indigo verfügt über eine geschlossenes Armband. Auffällig sind die insgesamt 5 vergoldeten Kontakte zur Bioimpedanz-Messung, die sich über die Innenseite des Armbands erstrecken. Bei soviel Technik im Armband sollte es auch klar sein, dass das Armband nicht gewechselt werden kann.

Dem Tragekomfort und der Flexibilität des Armbands merkt man die verbauten Kontakte nicht an.

Jawbone UP3 - Verschluss des Armbands

Jawbone UP3 – Verschluss des Armbands

Ein merklicher Unterschied zwischen UP2 und UP3 ist die Gestaltung des Armband. Sorgen die beiden Riemchen beim UP2 für ein optisch sehr leichtes und feminines Auftreten, sieht das beim solides Armband des UP3 schon anders aus. Es soll aber nicht missverstanden werden, denn selbst das Armband des UP3 ist verglichen mit vielen anderen Fitnessarmbändern noch sehr schmal. Aber graziler wirkt das des UP2. Für mich als Mann nicht weiter tragisch – eher wohlwollend wahrgenommen.

Unterschiedlich sind auch die beiden Verschlussarten von UP2 und UP3. Beim UP2 wurde das Armband noch durch einen kleinen Haken geschlossen. Meine Sorge beim damaligen Test, dass das Armband schnell verloren gehen könnte, war unbegründet. Eine Überraschung erlebte ich jedoch beim UP3.

Armband auf Abwegen

Der Verschluss des UP3 ist ähnlich „besonders“, wie der des UP3. Hier wird ein kleiner Steg seitlich in den Verschluss eingeführt. Am Ende des Tages ist es auch eine Art Haken, nur dass die beiden Enden seitlich zusammengeführt werden. Auf den Bildern lässt es sich besser erahnen, was gemeint ist.

Genau dieser Verschluss ist mir leider in der zweiten Woche von alleine aufgegangen, als ich meine Jacke ausgezogen habe. Dann ist immer ein bisschen Bewegung am Ärmel, die hat aber ausgereicht, um den Verschluss zu lösen. Zum Glück habe ich es gemerkt, erwartet habe ich es nach dem positiven Test des UP2 aber nicht.

Seitdem achte ich immer darauf, dass etwas Zug auf dem Verschluss ist, d.h. ich trage das Armband etwas enger. Weiterhin so, dass ich es am Arm bewegen kann, es aber nicht so locker sitzt, dass es von selbst verrutscht.

Jawbone - Vergleich UP2 und UP3

Jawbone – Vergleich UP2 und UP3

Dieser Zug sorgt dafür, dass sich der Verschluss schlechter voneinander löst. Zudem ist an einem Verschlussende eine Aussparung – der Gegenpart am anderen Verschlussende (unter dem „Jawbone“-Schriftzug). Das Ineinandergreifen versagte zu Beginn. Mit ein bisschen Druck habe ich mir eines der Enden ein wenig zurechtgebogen und jetzt greifen Steg und Aussparung ein wenig besser ineinander. Dennoch achte ich beim An- und Ausziehen meiner Jacke besonders drauf, dass das Armband noch am Handgelenk sitzt.

Die Länge des Armbands verstellt man übrigens über eines der Verschlussenden. Dazu muss aber das Armband abgenommen werden, das das Verschieben doch recht schwer geht. Das ist zum einen gut so, denn dadurch ändert sich nicht ungewollte die Armbandlänge, zum anderen ist es unpraktisch, weil das Armband dann abgenommen werden muss. Überrascht mich kein Hersteller mit einem wirklichen tollen Verschluss, bleibe ich bei der klassischen Dorn-Schließe als meinem Favoriten.

Größenunterschiede sind gar nicht groß

Wenn ich das UP2 in den Händen habe, dann denke ich immer, wie klein es doch ist und das es an einem Arm eines Mannes wenig zu suchen hat. Jetzt habe ich beide Armbänder zum Größenvergleich einmal nebeneinander gehalten und muss sagen, dass es da nicht die riesigen Unterschiede gibt. Also eine klassische Männer- und eine Damenversion sind UP3 und UP2 definitiv nicht.

Jawbone - Vergleich UP2 und UP3

Jawbone – Vergleich UP2 und UP3

Natürlich ist das UP2 ein bisschen kleiner, aber eben auch nur ein bisschen. Es sind wohl eher die beiden Riemchen des UP2, die das Armband kleiner wirken lassen. Wer sich nicht sicher ist, welches Armband des seins werden soll, dem helfen vielleicht die beiden Vergleichsbilder weiter.

Jawbone - Vergleich UP2 und UP3

Jawbone – Vergleich UP2 und UP3

Die Inbetriebnahme

Zur Inbetriebnahme des UP3 kann ich gar nicht so viel schreiben wie ich möchte, denn da gleichen sich UP2 und UP3 bis ins Detail.

Für die Einrichtung ist die UP App in Lila notwendig, die es für iOS und Android kostenlos über App Store und Play Store zu beziehen gibt.

Bluetooth-Kopplung per Fingertipp

Einmal gestartet leitet die App durch die Installation, die im Wesentlichen aus „Account anlegen“ und „Armband koppeln“ besteht. Auch wenn ich mich wiederhole, die Art und Weise der Authentifizierung bei der Kopplung finde ich gelungen. Da muss der Nutzer nur das Band antippen und halten, sobald die App dazu auffordert. Das geht fix und ich muss keinen Zahlencode irgendwo eintippen.

Das mit dem Zahlencode verbietet sich natürlich bei einem Armband ohne Display, andersherum könnte aber jeder Fitness Tracker mit Display die Kopplung ausschließlich aufgrund einer Berührung autorisieren.

Firmware-Update langsam

Fast immer wenn mich ein Armband zum Test erreicht, liegt bereits ein Firmware-Update vor, dass auf das Armband aufgespielt werden möchte. Das ist beim UP3 nicht anders gewesen. Obgleich das Update an sich problemlos und ohne Zutun vonstatten geht, dauert es doch eine ganze Weile. Rund 10 Minuten plane ich für ein Firmware-Update ein.

Ärgerlich ist es wenn man unterwegs ist und dann ein Firmware-Update bereitsteht. Da es keine Auskunft über die Größe des Updates gibt, verzichte ich zur Schonung meines Datenvolumens immer darauf, das Update unterwegs durchzuführen. Wenigstens bei der Android App gibt es aber keine Möglichkeit das Update zu verschieben. Fortan prangt die Meldung in der App und ein Zugriff auf die normalen Funktionen der App ist nicht möglich. Auch wenn es meckern auf hohem Niveau ist, sollte Jawbone hier über eine Verbesserung nachdenken.

Synchronisierung mit nur einem Gerät

Neben meinem Samsung Galaxy S3 gehört auch ein iPad zu meinem Haushalt, so dass ich auf beiden Geräten die UP App installiert habe. Da mache ich zum einen, um mir anzuschauen, ob es Unterschiede auf den Plattformen gibt und zum anderen, um mir die Werte des Tages auf dem Sofa anzuschauen, wenn das Smartphone weitab liegt.

Mit mehr als einem Gesprächspartner möchten UP2 und UP3 offenbar aber nicht reden. Ist ein Armband mit dem Tablet gekoppelt, wird es in der App des Smartphones ausgetragen. Führe ich dort die Kopplung am nächsten Tag erneut durch, weil das iPad nicht in Reichweite ist und ich die aktuellen Werte sehen möchte, dann ist es am Abend in der iPad-App verschwunden.

Hier wäre es toll, wenn Jawbone eine Lösung hinbekommen würde. Andere Anbieter schaffen den Spagat und es wäre wirklich ein Zugewinn. Sollte es einen geheimen Kniff geben, wie es auch ohne ständiges Neu-Koppeln funktioniert, ich nehme ihn gerne an und reiche ihn weiter.

Fazit


Zur Bedienung des UP3 kann man nicht viel schreiben. Seit einem Firmware-Update im letzten Jahr sind die letzten Funktionen der Tipp-Steuerung verschwunden und das Armband schaltet automatisch in den Schlafmodus, wenn es keine Tagesaktivitäten mehr erkennt. Auch dem UP3 würde ich die „bedienungslose“ Bedienung bescheinigen. Bis auf Anlegen, Abnehmen und Aufladen kann man mit dem Gerät selbst wenig machen, das voll Potential entfaltet die App.

Das UP3 bestätigt den guten Eindruck, den schon das UP2 hinterlassen hat. Wie sich das Armband im Alltag und in sportlichen Situationen schlägt, davon werde ich im zweiten Teil des Tests berichten und mich dann auch noch einmal auf die App stürzen. Der Grund ist die Bioimpendanz-Messung des UP3, die das UP2 nicht bieten konnte. Da lohnt das genauere Hinschauen natürlich noch einmal.

Zudem schaue ich mir auch noch einmal das Nahrungsmittelprotokoll an und die Übertragung der Daten an andere Plattformen, die von Jawbone freigegeben sind.

Wer den zweiten Teil des Tests nicht verpassen möchte, der folgt uns einfach auf Facebook oder Twitter.

Das Jawbone UP3 wurde von Jawbone kosten- und bedingungslos für den Test zur Verfügung gestellt. Ich möchte mich für das entgegengebrachte Vertrauen und die problemlose Bereitstellung bedanken. Der Testbericht spiegelt vollständig meine eigene Meinung und Erfahrung mit dem Produkt wieder.


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