Fitness Tracker Test

Fitness-Tracker, Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2017

Jawbone UP3

Produktfoto: Jawbone UP3 (Quelle: www.jawbone.com)

Jawbone UP3
(Quelle: www.jawbone.com)

Lange, lange hat die Markteinführung des Jawbone UP3 hierzulande auf sich warten lassen. Mittlerweile ist das Top-Modell der UP-Reihe erhältlich und kann bei Jawbone oder Amazon bestellt werden. Wie lange das UP3 den Platz an der Sonne inne haben wird, wird sich zeigen, denn mit dem UP4 ist der Nachfolger schon angekündigt.

Während zur Ankündigung sich das Jawbone UP3 mit integriertem Pulsmesser und zahlreichen weiteren Sensoren noch weit von der Konkurrenz abzusetzen wusste, ist die Konkurrenz mit Produkten aus dem Hause Fitbit und Garmin mittlerweile sehr stark. Wie sich das UP3 schlägt, erfahrt ihr in diesem Bericht.

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Lieferumfang

Das Jawbone UP3 gelangt in einer weißen Verpackung im handlichen Format in den Handel. Eine große transparente Folie gibt den Blick von außen auf das Fitness Armband frei. Durch den großen Aufdruck „UP3“ sollte keiner in Verlegenheit geraten, aus Versehen ein anderes Modell zu greifen.

Im Lieferumfang des UP3 befinden sich:

  • Jawbone UP3
  • USB-Ladeadapter
  • Kurzinformation / Garantiekarte

Aussehen und Tragekomfort

Das UP3 ist ein schlankes Armband, dessen Enden mit einem Verschluss am Handgelenk befestigt wird. Es gleicht in der Handhabung einem Uhrenarmband, man muss dennoch ein bisschen üben, um das Armband schnell und in der richtigen Weite zu schließen. Eine einfache Dornschließe, wie sie in der Regel bei Uhren Verwendung findet, hätte wohl nicht stimmig mit dem schlanken Design des UP3 gewesen.

Die Funktionseinheit verfügt über kein Display und gibt sich mit drei kleinen LED zufrieden, die in unterschiedlichen Farben kleine Symbole auf dem Armband anzeigen. Damit beschreitet das UP3 den gleichen Weg, den auch schon das UP24 und das UP2 gegangen sind. Die Tracking-Einheit befindet sich in einem abgesetzten Gehäuse zwischen den beiden Armbandteilen. Dass das UP3 ganz klar auch das Lifestyle-Segment adressiert wird offensichtlich, wenn man sieht welche Vielfalt weiterer Armbänder und Verblendungen der Tracking-Einheit geplant sind.

Das UP3 verfügt über keine sichtbare Knöpfe, sondern wird durch Antippen der Funktionseinheit bedient.

Display

Ohne Display beschränkt sich das Feedback des Armbands an den Träger auf den integrierten Vibrationsmotor und die drei kleinen leuchtenden Symbole. Das Fehlen des Display sorgt jedoch für Energieeinsparungen, die an anderer Stelle für das Mehr an Sensoren wieder benötigt wird und für eine längere Akkulaufzeit sorgt.

Die drei Symbole umfassen

  • Läufer in Orange
  • Sprechblase in Türkis
  • Mond in Blau

Zusammen mit den Vibrationen des kleinen Vibrationsmotors ergeben sich eine ganze Menge an Kombinationen, die den Nutzer über bestimmte Ereignisse infomieren können, ohne das es dazu zwingend ein hochauflösendes Display benötigt. Dazu gehören u.a. Erreichen des Tagesziels, Smart Alarm zum Wecken in einer Leichtschlafphase, Erinnerung an die Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit, sowie die Einnahme von Medikamenten. Auch das Erinnern, dass es Zeit wird ins Bett zu gehen, gehört zum Umfang des UP3.

Als Ersatz für die Armbanduhr taugt das UP3 durch das fehlende Display leider nicht und man muss auf eine Uhr oder ein Smartphone ausweichen.

Funktionsumfang

Während andere Hersteller einen optischen Sensor zur Messung der Herzfrequenz einsetzen, wählt Jawbone beim UP3 einen völlig anderen Ansatz. Mittels Bioimpedanz wird ein schwacher Strom durch die Haut geleitet. Der zwischen den beiden Elektroden gemessen Widerstand lässt Rückschlüsse auf den Blutfluss und damit auf die Herzfrequenz zu. Die Messung erfolgt völlig schmerzfrei.

Die Vorteile der Widerstandsmessung hören aber nicht bei der Ermittlung des Pulsschlags auf, denn auch das Stressniveau des Trägers kann aufgrund der Leitfähigkeit der Haut abgelesen werden: Stress verursacht beim Menschen eine vermehrte Schweißproduktion die dafür sorgt, dass der Widerstand zwischen den beiden Elektroden geringer wird. Temperatursensoren sollen die Haut- und Umgebungstemperatur messen können.

Das das UP3 die Basisfunktionen Schrittzählen, Berechnung von Distanz und Kalorienverbrauch, sowie die Überwachung des Schlafs beherrscht, erklärt sich an dieser Stelle von selbst.

Das Fitnessarmband verfügt über drei unterschiedliche Betriebsmodi:

  • Tagesmodus / Awake
  • Aktivitätsmodus / Stopwatch
  • Schlafmodus / Sleep

Um den Modus zu wechseln, muss das Armband zunächst geweckt werden, um die Befehle des Nutzers entgegenzunehmen. Dazu reicht es, die Tracking-Einheit zweimal kurz anzutippen. Das Läufer-Symbol leuchtet kurz orange auf. Durch das anschließende einfache Antippen des Armbands gefolgt von einer längeren Berührung wird das UP3 in den Aktivitätsmodus versetzt. Eine kurze Vibration und das dreimalige Aufleuchten des Läufer-Symbols signalisiert den Wechsel.

Alle in diesem Modus aufgezeichneten Werte erscheinen in der Smartphone-App gesondert und können später mit weiteren Informationen genauer beschrieben werden.

Um den Aktivitätsmodus wieder zu verlassen, reicht es aus, dass Armband durch ein doppeltes Antippen zu wecken und danach für einen Moment zu berühren.

Die gleiche Tippfolge zum Verlassen des Aktivitätsmodus setzt den Fitness Tracker in den Schlafmodus, sofern er sich vorher im Tagesmodus befunden hat. Der Wechsel wird durch Vibration und das Aufleuchten des Mond-Symbols angezeigt.

Akkulaufzeit

Besonders stromsparend soll die Pulsmessung mit den Bioimpedanz-Sensoren sein. Dieser Vorteil und das fehlende Display sorgen für eine Laufzeit von bis zu 7 Tagen. Angesichts der Fülle an Funktionen ist dies ein guter Wert. Nicht auszuschließen ist jedoch, dass dieser Wert noch nach unten korrigiert werden muss, denn zur Markteinführung werden nicht alle Funktionen des UP3 freigeschaltet sein.

Fazit

Das Jawbone UP3 ist ein spannendes Produkt, dass mit der Markteinführung leider zu lange hat auf sich warten lassen, um den Vorteil gegenüber der Konkurrenz auszuspielen. Mittlerweile sind mit Fitbit Charge HR, Fitbit Surge und Garmin vivoactive, sowie den Pulsmessern von Mio Produkte am Markt, die einen vergleichbaren, wenn nicht größeren Funktionsumfang bieten.

Womit das UP3 sicherlich zu glänzen weiß, ist die umfangreiche Smartphone-App zur Auswertung der Daten, die große Community und das schlichte Design, dass ein Tragen in nahezu allen Situationen und Tageszeiten erlaubt. Die anderen zuvor genannten Produkte sind meist sportlicher im Aussehen und teilweise größer in den Abmessungen.

Jawbone UP3 - Factsheet

Hersteller:Jawbone
Erscheinungsdatum:Q1/2015
UVP:179,00 €
 
Activity Tracking:
GPS-Empfänger:
Pulsmessung:
Benachrichtigungen:
ANT+:
Funktionsumfang: (35%)
65 / 100
Display & Haptik: (20%)
65 / 100
Akkulaufzeit: (25%)
65 / 100
Preis-Leistung: (20%)
70 / 100
Gesamt:
66 / 100
Vorteile
  • Bio-Impedanz-Messung
  • Zeitloses Aussehen
Nachteile
  • Fehlendes Display in dieser Preisklasse
  • Funktionsumfang
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