Fitness Tracker Test

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Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2018

Fitbit Versa im Test – Smartwatch im Dauerlauf

Fitbit Versa - Verpackung

Versa, Ionic oder doch ein anderes Modell? Im Fitbit Versa Test möchte ich das Produkt nicht nur vorstellen, sondern auch möglichst viele Entscheidungshilfen für den Kauf der Fitbit Versa geben. Oder eben einem anderen Modell – je nachdem, was ihr für euch herauslest. Wer neben der Versa auch mit der Ionic liebäugelt, der wird hier hoffentlich ein wenig Hilfe finden.

Als Fitbit letztes Jahr die Fitbit Ionic ankündigte, geriet die Ordnung der Fitbit-Produkte ordentlich durcheinander. Als einziges Modell mit GPS wurde die betagte Surge in den wohlverdienten Ruhestand geschickt. Die Fitbit Blaze wurde von der Ionic deutlich abgehängt und wie man es drehte und wendete, der Abstand von Ionic zu Blaze, Surge und Charge 2 war immens – gemessen am Preis und den Funktionen. Die Versa versucht genau diese Lücke zu schließen. Wie gut sie das meistert und für wen die Smartwatch geeignet ist, erfahrt ihr im Folgenden.

Verpackung und Lieferumfang

Alta HR, Charge 2 und Blaze – die Verpackungen der aktuellen Fitbit Produkte verfolgen eine einheitliche Linie und so überrascht es auch nicht, dass die Versa in einer dunkelblauen Box mit Klappdeckel und weißer Umverpackung aus dünnem Karton verkauft wird. Das dunkle Farbthema, wie es bei der Surge und der Ionic Verwendung findet, scheint den Top-Modellen vorbehalten zu sein.

Fitbit Versa - Verpackungsinhalt

Fitbit Versa – Verpackungsinhalt

Schnell die kleinen Klebesiegel gebrochen und den dünnen Karton abgezogen, hat man schon Zugriff auf die Fitbit Versa, die in der oberen Hälfte der Verpackung trohnt. Im Souterrain befinden sich Produkt- und Garantieinformationen, die USB-Ladestation und eine Armbandhälfte. Ja, du hast es richtig gelesen – eine Armbandhälfte. Fitbit verkauft seine teureren Modelle mittlerweile mit Armbändern für kleine und große Handgelenke. Und weil es Kosten spart und eigentlich auch nur eine Armbandhälfte ausgetauscht werden muss, liegt der Versa eben eine Armbandhälfte bei.

Fitbit Versa - Lieferumfang

Fitbit Versa – Lieferumfang

Beim USB-Ladekabel hat Fitbit dankbarerweise auf das Einschweißen in Folie verzichtet. Und dankbar bin ich nicht, weil die Verpackung stets so umständlich zu öffnen war, sondern alleinig weil das Einschweißen völlig unnötig war und der Plastikmüll umgehend in der Rundablage verschwunden ist.

Fitbit Versa - USB-Ladekabel

Fitbit Versa – USB-Ladekabel

Dafür bleibt Fitbit einer anderen Linie treu: Mit der Versa gibt es erneut einen neuen Anschluss zur Stromversorgung. Damit hat jedes Armband bisher seine eigene Lösung erhalten. Wahrscheinlich ziemlich unnötig und umständlich für Leute, die mehr als ein Produkt von Fitbit besitzen.

Erster Eindruck der Fitbit Versa

Dank einer Schutzfolie auf dem Display erreicht die Smartwatch den Endkunden sicher. Und so muss man sich durch ein bisschen Plastik schälen, bevor man die Versa in Formvollendung in den Händen hält. Formvollendung ist dabei ein ganz guter Punkt, um über die Optik der Versa zu sprechen und sich dem ganzen über die Ionic zu nähern.

Fitbit Versa

Fitbit Versa

Als die ersten Bilder der Ionic im Netz auftauchten war der Aufschrei groß. Bei manchen vor Begeisterung, bei anderen vor Entsetzen. Festhalten kann man, dass die Ionic mit ihrer Mischung aus kantigem Gehäuse und geschwungenem Display ein ganz besonderes Design verkörpert.

Fitbit Versa

Fitbit Versa

In meinen Augen ist das Design der Ionic gar nicht so gruselig, wie von vielen anfangs gedacht. Dennoch sagt mein Bauchgefühl, dass die Menge derer, die die Uhr hübsch finden kleiner ist, als die Menge derer, denen das Design nicht gefällt. Gerade für Frauen war das Auftreten der Ionic zu dominant.

Fitbit Versa im Profil

Fitbit Versa im Profil

Zurück zur Versa, die mit der Optik der Ionic so gar nichts gemeinsam hat. Die Versa besteht aus einem rechteckigen Uhrenkörper, dessen Ecken und Kanten großzügig angrundet sind. Ein bisschen rückt sie damit in die Nähe der Apple Watch, spricht am Ende aber doch ihre eigene Designsprache.

Apple hin oder her, die Versa macht optisch einen tollen Eindruck. Sie wirkt durch die geringeren Maße und das schlanke Profil alltagstauglicher, vor allem an schmalen Handgelenken. Mit dem Design werden Kundengruppen angesprochen, die sich von der Ionic nicht angesprochen gefühlt haben.

Das Uhrengehäuse ist aus Aluminium und gibt es in den Varianten Aluminium-Silber, Aluminium-Roségold und Aluminium-Anthrazit. In der Aluminium-Optik sieht die Versa nicht nur richtig gut aus, sondern ist auch auffällig leicht.

Fitbit Versa - Rückseite

Fitbit Versa – Rückseite

Hinsichtlich der Fertigung und der Materialwahl hat Fitbit Großartiges geleistet: Display, Sensoren und Knöpfe sind derart bündig in das Aluminium-Gehäuse eingelassen, dass alles wie aus einem Guss wirkt. Spaltmaße sucht man vergebens. Nicht, dass die anderen Produkte des Herstellers schlecht wären, aber bei der Versa hat das US-Unternehmen gezeigt, dass es eben noch ein Stückchen besser geht.

Fitbit Versa - Wechselbares Armband

Fitbit Versa – Wechselbares Armband

Von der Qualität des Armbands hingegen bin ich eher enttäuscht. Ich kann nicht mal genau sagen, woran es liegt, aber kein Armband von Fitbit hat bisher billiger gewirkt. Obwohl es farblich toll zur Uhr passt. Es ist also nicht so, dass Fitbit irgendein Armband genommen hat, aber in meinen Augen kein sonderlich ansprechendes. Funktionell ist es allemal und verglichen mit anderen Generationen von Silikonarmbändern sammeln sich anfangs auch deutlich weniger Staub und Flusen darauf.

Einen kleinen Rückschritt gibt es meines Erachtens auch beim Mechanismus zum Wechseln der Armbänder. Seit Charge 2 und Alta können die Armbänder durch Drücken eines Mechanismus schnell von der Uhr getrennt werden. Fingerfertigkeiten braucht es dafür nicht.

Bei der Versa funktioniert das Wechseln nicht mehr ganz so schnell. Jedenfalls nicht für mich bzw. meine Finger. Das Armband der Versa ist an beiden Enden mit einem Springsteg festgemacht, der durch einen kleinen, nicht mal stecknadelkopfgroßen Anfasser geöffnet werden kann. Ich tue mich da echt schwer mit und bin im momentan dankbar, dass ich das Armband nur für den Test einmal wechseln wollte.

Abgesehen vom Armband hinterlässt die Versa einen fantastischen, ersten Eindruck.


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