Fitness Tracker Test

Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2019

Fitbit Versa im Test – Smartwatch im Dauerlauf

Sport mit der Fitbit Versa

Die Fitbit Versa bietet natürlich nicht nur das Vermessen des Alltags anhand von Schritten und Co. sondern unterstützt auch weitere sportliche Unternehmungen auf unterschiedliche Art und Weise.

App zur Aufzeichnung von Aktivitäten

Mit der „Übung“-App stellt Fitbit eine dedizierte App auf der Versa zur Verfügung, die sportliche Aktivitäten aufzeichnen kann. Zwar versucht die Versa manche Aktivitäten alleine zu erkennen, doch funktioniert das funktioniert häufig eher schlecht als recht.

Wer sichergehen möchte, dass die sportliche Aktivitäten von Anfang bis Ende aufgezeichnet und dabei ein paar Statistiken auf dem Armband angezeigt werden, greift lieber auf die App zurück.

Fitbit kennt folgende Sportarten, von denen maximal sieben für die Auswahl auf der Uhr ausgewählt werden können:

Sowohl in der Smartphone-App, als auch auch am Armband direkt lassen sich Einstellungen für jede der Sportarten vornehmen. Manchmal leider nur exklusiv: Die Intervalle und Pausen für ein Intervall-Training lassen sich z.B. nur in der App definieren, die Anzeige von Statistiken während des Sports nur auf der Versa.

Was im Ansatz nicht verkehrt ist, irritiert hier und da in der Verteilung. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre es, wenn man in der Smartphone-App sämtliche Einstellungen vornehmen kann.

Sei es drum. Nach dem Starten der Aufzeichnung gestaltet sich die Anzeige von Statistiken dreigeteilt. Im oberen und unteren Drittel kann jeweils ein Wert angezeigt werden, der im Vorfeld für die Sportart am Handgelenk ausgewählt werden kann.

Im mittleren Drittel können eine Reihe von Werten ausgewählt werden, die zwar einzeln angezeigt, bei Antippen des Displays aber durchgeschaltet werden.

Selbst für ambitionierte Hobbysportler reicht das aus. Mit der Komfort und der Vielfältigkeit an Daten einer Garmin-, Suunto- oder Polar-Sportuhr hat das aber wenig zu tun.

Am Ende jeder Aufzeichnung erhält man eine kurze Zusammenfassung der aufgezeichneten Werte. Tiefergehende Einblicke bleiben der App vorbehalten und sind auf dem kleinen Display auch sinnfrei.

App zur Anleitung von Fitnessübungen

Wer ein bisschen mehr Anleitung beim Sport benötigt, der findet in der Coach-App den richtigen Trainingspartner. Dort kann aus drei Workouts mit unterschiedlichen Übungen und mit unterschiedlicher Dauer gewählt werden.

Jede Übung wird eingangs bildlich dargestellt, wobei mich die Darstellung stark ein Daumenkino erinnert. Um einen Eindruck davon zu gewinnen, welche Übung gemeint ist bzw. wie sie ausgeführt werden muss, reicht die Darstellung allemal.

Nach der genannten Zeit bzw. Wiederholungen jeder Einzelübung wird das Ende durch eine sanfte Vibration signalisiert. Nach fünf Sekunden Pause geht es mit der nächsten Übung weiter.

GPS auch ohne GPS

Neben dem Design macht der fehlende GPS-Chip den wesentlichen Unterschied zur Ionic aus. Ganz ohne GPS muss die Versa aber nicht auskommen, denn Fitbit spendiert ihr „Connected GPS“. Das meint, dass sich die Smartwatch der GPS-Koordinaten des Smartphones bedient, um Werte wie Distanz und Tempo anzuzeigen und den Streckenverlauf aufzuzeichnen. Zwingende Voraussetzung ist dann aber eben, dass das Smartphone beim Sport ständig dabei ist. Die Verbindung zum Smartphone wird bereits vor dem Start der Aufzeichnung angezeigt.

Stehen keine GPS-Informationen zur Verfügung versucht die Versa die Distanz und das Tempo anhand der Schritte zu bestimmen, die ja weiterhin über den Bewegungssensor der Uhr ermittelt werden. Das funktioniert ziemlich gut und die Werte weichen von denen der GPS-Messung gar nicht so doll ab.

Das gilt aktuell aber für mich, meine Statur und meinen Laufstil und mag sich bei jemand anderem ganz anders gestalten. Bei wem es nicht stimmig ist, der kann die Schrittweite in der App anpassen. In Folge ändern sie auch die Berechnungen von Tempo und Distanz.

Der Streckenverlauf ist bei fehlendem GPS natürlich nicht darstellbar.

Trainieren mit der Herzfrequenz

Interessanter ist die Herzfrequenzmessung mittels des optischen Sensors an der Unterseite der Versa. Die kleine grüne LED verrichtet 24/7 ihren Dienst und macht das meist sehr anständig. Die gemessenen Werte stimmen mit denen anderer optischer HF-Sensoren nach einer kleinen Aufwärmphase nahezu immer überein. Auch zu den präzisen Brustgurten, die mit Elektroden messen gibt es wenig Abweichungen. Dort ist es eher eine zeitliche Verschiebung die zu beobachten ist. Dass die optischen Sensoren immer ein bisschen hinterherhinken ist offenbar systembedingt, denn auch die Konkurrenz hat damit zu kämpfen.

Auffällig ist die Versa bisher nur einmal geworden: Beim Hockey trage ich in der Regel keine Armbänder, so dass sie in der Sporttasche auf das Ende des Sports warten. Dass nach dem Sport der Puls noch eine Weile hoch ist, ist normal – die Versa nimmt davon lange keine Notiz und zeigt stoisch Werte um 80 Schläge pro Minute an. Der kleine vivosmart 4 von Garmin, der in diesem Zeitraum ebenfalls von mir getestet wurde zeigt den deutlich realistischeren Wert sofort an. Erst Minuten später entscheidet sich die Versa wieder mitzumachen.

Das hat sich bisher nicht häufig gezeigt und auch nur, wenn das Armband vorher nicht getragen wurde. Ich werde das aber noch eine Weile beobachten.

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