Fitness Tracker Test 2024
Unabhängige Tests von Sportuhren, Smartwatches & Activity Trackern

Polar Bezahlarmband – NFC-Lösung von Fidesmo zum Nachrüsten

Kontaktloses Bezahlen per NFC findet sich in immer mehr Sportuhren und Smartwatches. Polar hat diese Funktion bislang nicht anbieten können, ermöglicht dies künftig aber durch ein neues Bezahlarmband, das als Zubehör zur bestehenden Sportuhr erworben werden kann.

Logo des finnischen Herstellers Polar

Polar ist hierzulande als Hersteller smarter Uhren mit starkem Fokus auf Sport und Fitness bekannt. Das hat zur Folge, dass die Sportuhren in erster Linie Funktionen anbieten, die die Vermessung und Optimierung sportlicher Leistungen in den Vordergrund stellen. Funktionen wie das kontaktlose Bezahlen mittels NFC-Technologie gehören nicht dazu, so dass Interessenten sich oftmals bei anderen Herstellern (u.a. Garmin, Amazfit) umschauen. Diese bieten die Bezahlfunktion mit den mittel- und höherpreisigen Produkten an.

Selbst wenn die Hardware von Vantage V3 (Testbericht) und Grit X Pro 2 es zulassen sollte, die Entwicklung einer solchen Funktion kostet Zeit und Geld. Deutlich schneller und eleganter kann Polar das kontaktlose Bezahlen mit einem neuen Armband anbieten, welches in Zusammenarbeit mit Fidesmo entstanden ist und eine passive NFC-Lösung beinhaltet.

Bezahlen mit Fidesmo Pay

Fidesmo ist ein Technologieunternehmen mit Sitz in Stockholm und Madrid, das sich auf die Entwicklung von Lösungen für kontaktloses Bezahlen, digitale Identität und Zugangskontrolle mittels Wearables spezialisiert hat. Das vom Unternehmen angebotene Fidesmo Pay ermöglicht es Unternehmen, ihre Produkte mit kontaktloser Zahlungsfähigkeit auszustatten. Das passiert bei der Lösung von Polar nicht direkt, denn der NFC-Chip sitzt statt in der Uhr im Armband.

Neu ist dieser Ansatz übrigens nicht, denn bereits seit ein paar Jahren gibt es ähnliche Wearables in Form von Ringen, Armbändern oder Schlüsselanhängern.

Armbänder in 20 und 22 mm Breite

Angeboten werden die Bezahlarmbänder von Polar in den Standardbreiten von 20 bzw. 22 Millimetern. Weil die schwarzen Silikonarmbänder jeweils im Set mit einem langen und einem kurzen Armbandteil vertrieben werden, umfasst das Armband Handgelenke von 130 – 225 mm Umfang.

Vor- und Nachteile

Die Lösung von Polar bringt Vor- und Nachteile mit sich, die ich hier einmal versucht habe gegenüberzustellen:

  • Unabhängigkeit vom Hersteller

    Obwohl das Armband in 20 bzw. 22 mm von Polar beworben und vertrieben wird, hat die verwendete Technologie wenig mit Polar zu tun. Die Armbänder können aus diesem Grund bei allen passenden Uhren von Polar, aber auch von jedem anderen Hersteller verwendet werden.

  • Unabhängigkeit vom Akkustand

    Einen großen Vorteil bieten die Armbänder, weil sie keine Stromversorgung in Form eines Akkus benötigen. Das bisschen Strom, dass für die Übertragung der Daten an die Kassenterminals benötigt wird, bekommt der NFC-Chip durch das Magnetfeld induziert, das die Kassenterminals umgibt. Anders als bei den Smartwatches, die ebenfalls kontaktloses Bezahlen ermöglichen, kann der Akku der eigentlichen Uhr bereits zur Neige gegangen sein – das Bezahlen funktioniert weiterhin.

  • Verwendung einer weiteren App

    Eben weil die Funktionalität nicht tief in das Ökosystem von Polar integriert ist, braucht es die App von Fidesmo um die Daten von Kredit- und Debitkarten zu hinterlegen.

  • Einschränkungen unterstützter Banken

    Größtes Manko in Deutschland ist und bleibt die Anzahl der Banken, die kontaktloses Bezahlen in dieser Form unterstützen. Neben ein paar kleineren Volksbanken lassen sich dankbarerweise die Kredit- und Debitkarten der Consorsband und der Comdirect Band direkt nutzen. Wird die eigene Bank nicht direkt unterstützt, kann eine virtuelle Kreditkarte des Zahlungsdienstleisters Curve genutzt werden.

Einschätzung

Mit dem Bezahlarmband hat Polar den Weg des geringsten Widerstands gewählt, um seinen Produkten ein Hauch des kontaktlosen Bezahlens zu spendieren. Wenn man genau hinschaut, ist das natürlich nur die halbe Wahrheit, denn die Funktion erfüllt der kleine NFC-Chip im Armband, nicht die Uhr selbst.

Ich denke, dass es vorerst auch bei dieser Lösung bleiben wird. Sie erlaubt für den finnischen Hersteller recht günstig die Funktion seinen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Für die Nutzer ist die Lösung hingegen nicht ganz so günstig. Das Bezahlarmband kostet sowohl in der 20- als auch in der 22-mm-Variante 59,99 €.

Die Armbänder können über die Webseite von Polar bezogen werden.

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