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Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2018

Polar Vantage – Leistungsfähige GPS-Sportuhren für Profi- und Breitensport

Polar Vantage (Quelle: Polar)

Polar Vantage (Quelle: Polar)

Polar Vantage ist der Name einer neuen Serie von leistungsfähigen GPS-Sportuhren. Der finnische Hersteller hat heute die Modelle Vantage V und Vantage M vorgestellt, die inoffiziell das Erbe der betagten V800 und der M430 antreten. Das sich ein Test beider Modelle noch bis zur Verfügbarkeit im November hinziehen wird, versuche ich hier einmal alle Informationen zusammenzutragen, die beide Modelle betreffen.

Vantage mit zwei Modellen

Polar hat am heutigen Tag die beiden Modelle Polar Vantage V und Polar Vantage M der Öffentlichkeit vorgestellt, deren Existenz schon vor Wochen ein offenes Geheimnis waren. Eintragungen im europäischem Markenrecht und die Registrierung passender Domains haben deutliche Hinweise gegeben. Als dann auch noch diverse Online-Händler die Informationen nicht zum vereinbarten Stichtag zurückhalten Konten, war nicht nur das Erscheinen sondern auch die Spezifikation keine Überraschung mehr.

Hinsichtlich der Namensgebung ist Polar seinem Schema treu geblieben und stellt mit der Vantage V das neue Top-Modell und inoffiziellen Nachfolger der Polar V800 vor. Nach mittlerweile vier Jahren eine Notwendigkeit, um die Konkurrenz nicht enteilen zu lassen.

Polar Vantage - Model V und M (Quelle: Polar)

Polar Vantage – Model V (links) und M (rechts)
(Quelle: Polar)

Die Polar Vantage M nimmt sich im Leistungsumfang ein wenig zurück und beerbt die Polar M430. Dafür ist die Vantage M aber nicht nur leichter und einen Hauch schlanker, sondern eben auch günstiger.

Vantage M und V im Vergleich

 Polar Vantage VPolar Vantage M
Größe46 x 46 x 13 mm 46 x 46 x 12,5 mm
Gewicht66g45g
Akkulaufzeit im Trainingsmodus40h30h
Touchdisplay
GPS
Barometer
Multisport-Uhr
Polar Precision Prime
Trainingsbelastung
Erholungsstatus
Leistungsmessung am Handgelenk

Polar Vantage V

Nach der M200 ist sind die beiden Modelle der Vantage-Serie die ersten Modelle die kreisrund sind und mit der bisherigen Erscheinungsform der Sportuhren von Polar ein wenig brechen. Die Polar Vantage V verfügt über ein farbiges, transflektives Touchdisplay. Die Auflösung von 240×240 Pixeln liefert auf der Displaygröße von 1,2 Zoll ausreichend Reserven, um auch kleine Informationen lesbar darzustellen.

Polar Vantage V (Quelle: Polar)

Polar Vantage V (Quelle: Polar)

Dank des transflektiven Displays kann die Vantage V problemlos unter freiem Himmel und direkter Sonneneinstrahlung abgelesen werden kann. Dabei gilt: Je mehr Licht auf das Display fällt, desto heller und kontrastreicher ist die Darstellung – und das ganze ohne den Akku zu strapazieren. Ein bisschen flauer wird die Darstellung dann bei weniger Licht, so dass die Vantage ebenfalls über eine Hintergrundbeleuchtung verfügt.

Polar Vantage V - Rückseite (Quelle: Polar)

Polar Vantage V – Rückseite (Quelle: Polar)

Auf den Rückseite der Vantage V findet sich das, was Polar Precision Prime nennt. Dabei handelt es sich um insgesamt 9 LED (5 grün / 4 rot), vier Sensoren und vier große Kontaktflächen.

  • Herzfrequenz | Grüne LED

    Die grünen LED kommen normalerweise zum Ermitteln der Herzfrequenz zum Einsatz. Dabei wird es für die grünen LED dabei auch bleiben wird: Herzfrequenzmessung, Messung des Ruhepulses und aller Voraussicht nach die Messung der HF-Variabilität.

  • SpO2-Messung | Rote LED

    Interessanter sind sicherlich die roten LED, deren Licht sich aufgrund der Wellenlänge deutlich besser dafür eignen, die Sauerstoffsättigung des Blutes zu ermitteln. Leider hat sich die Vermutung bislang nicht bestätigt und die LED scheinen aktuell nur zur genaueren Bestimmung der Herzfrequenz herangezogen zu werden. Ich möchte aber nicht von dem Gedanken abrücken, dass Polar der Vantage ein bisschen mehr spendiert hat und derlei Funktion nicht später freischaltet.

Auffällig sind auch die vier großen Kontaktflächen. Einen ähnlichen Aufbau hatte seinerzeits die Basis Peak (siehe hier), die über die Kontaktflächen die Hauttemperatur ermitteln konnte. Gleichzeitig finden sich solche großen Elektroden immer dann, wenn die Leitfähigkeit der Haut gemessen werden soll. Bei der Polar Vantage sind die Kontaktflächen Teil von Precision Prime und sollen die optische HF-Messung unterstützen, die ja häufig leidet wenn bei besonders bewegungsintesiven Sportarten gemessen wird.

Gleichzeitig werden die Elektroden wohl auch zum Laden und für den Datenaustausch genutzt werden – jedenfalls lassen sich keine gesonderten Kontakte dafür ausmachen.

Zusätzlich bietet die Vantage V ein paar besondere Neuerungen, die nicht unerwähnt bleiben sollen:

  • Akkulaufzeit bis zu 40 Stunden auf Höchstleistung

    Bis zu 40 Stunden lang kann der Akku die Vantage V mit Energie versorgen und das obwohl GPS und HF-Messung aktiviert sind. Das jedenfalls ist das Versprechen des Herstellers. Wenn Polar das packt, sichert sich die Vantage V einen Sonnenplatz im Vergleich zur Konkurrenz. Garmins Fenix 5 kommt bei vergleichbarer Leistung auf nur 30 Stunden. Bisher nicht ganz klar wird, in welchen Abstufungen sich der Leistungsumfang beschränken lässt und die Akkulaufzeit dadurch noch einmal deutlich erhöhen kann.

  • Leistungsmessung am Handgelenk

    Stryd, Runscribe und Garmin bieten bereits Sensoren an, welche die Leistung beim Laufen auch als solche ausweist, d.h. in Watt statt z.B. als Tempo. Die Vantage V ist die erste Sportuhr, die eine gleichartige Messung am Handgelenk zulässt.

  • Wasserdichtigkeit bis 30 Meter

    Dass die Vantage V auch zum Schwimmen geeignet ist, ist keine wirkliche Überraschung, berücksichtigt man, dass sich viele Triathleten die Finger nach einem Nachfolger der V800 lecken dürften.

Polar Vantage M

Das kleinere Modell der Vantage Serie mit der Modellbezeichnung M ähnelt im Erscheinen dem großen Bruder sehr stark. Auch die Vantage M verfügt über ein kreisrundes Display mit einer Auflösung von 240 x 240 Pixeln bei einem Durchmesser von 1,2 Zoll. Geschützt ist das Display durch Gorilla Glas von Corning, wie es auch beim Bau von Smartphones zum Einsatz kommt. Allein auf die Touch-Fähigkeit muss bei der Vantage M verzichtet werden.

Die Display-Technologie wiederum teilen sich beide Sportuhren, so dass auch das Modell M von den hervorragenden Eigenschaften des transflektiven Farbdisplays profitiert.

Vergleicht man den Funktionsumfang beide Modelle miteinander, fällt auf wie wenig eigentlich beim kleineren Modell eingespart wurde. Im Vergleich zur Vantage V muss auf folgende Funktionen verzichtet werden:

  • Recovery Pro
  • Leistungsmessung am Handgelenk
  • Orthostatischer Test
  • Barometer

Um ehrlich zu sein: Das ist deutlich weniger, als ich eingangs erwartet habe.

Erscheinungsdatum und Preise

Auch wenn das Interesse für die beiden Modelle immens ist, erscheinen werden Vantage V und Vantage M erst im November. Vorbestellungen können jedoch bereits heute über die Webseite von Polar getätigt werden.

 unverb. Preisempfehlungverfügbar ab
Vantage V
- Schwarz
- Weiß
- Orange
499,90 EUR11/2018
Vantage M
- Schwarz
- Weiß
- Rot
279,90 EUR11/2018

Damit erscheinen beide Modelle pünktlich zum Weihnachtsgeschäft.


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6 Kommentare

  1. Ferdinand Stubenrauch Antworten

    Ohne Smart-Notification bzw. einer weitaus verbesserten Version ist hier von einer aus meiner Sicht zu frühen Veröffentlichung. Eher ein Rückschritt oder mehr ein Schritt zur Seite anstelle nach vorne.

    1. Florian Antworten

      Durchaus ein valider Punkt, der je nach Erwartungen durch den Nutzer an Gewicht gewinnt oder verliert. Für den Leistungssportler, der die Vantage vor allem als Analysegerät versteht, mag das keine Relevanz haben und würde mit der Absicht Polars einhergehen auch wieder verstärkt dem Leistungssport zu verschreiben.

      Ich verstehe aber deinen Punkt und es würde die Käuferschicht in die Breite wachsen lassen.

      Gemessen an den Neuerungen, dem Alter des Vorgängers und der Geschwindigkeit mit der sich die Konkurrenz bewegt, hat die Vantage dennoch eine Daseinsberechtigung.

  2. The Prez Antworten

    Gleich vorweg, schöner Bericht.

    Das wird für mich eine schwere Wahl. Meine langgediente M400 wird demnaechst den Geist aufgeben. Meine erste Wahl wäre eine Fenix 5(+) oder eine Forerunner 935. Die Vantage Series ist richtig schick und als MultiSport Uhr sicher nicht von schlechten Eltern, aber warum gar keine Karten/Routenführung? In der Preisklasse wird das schwer werden. Selbst die kleineren Garmin Modelle oder ältere Top Modelle (z.B. Garmin Fenix 3 HR um 249 EUR) haben diese Funktionen implementiert.

    1. Florian Antworten

      Bei jeder Produktvorstellung spielt auch der Faktor Zeit eine wesentliche Rolle. So sollen Funktionen zur Navigation bzw. Kartenführung später nachgereicht werden. Somit wird es anfangs sicherlich schwerer Käufer zu überzeugen, als wenn es der Fall ist, wenn die Funktionen erst einmal nachgereicht sind.

  3. RedSpect Antworten

    Wenn man sich bei Polar ein bisschen umschaut, findet man schon jetzt angekündigte Updates für die Vantage V und die M.
    So soll im Dezember u.a. der Intervalltimer mit dem Update 2.0 kommen, den es bei der M430 gibt.
    Anfang 2019 soll dann ein Update auf Version 3.0 kommen, bei dem dann Smart Notifications eingeführt werden und auch die Navigation möglich sein soll. Meiner Meinung nach ein Punkt, der auf jeden Fall wichtig ist. Ich bin gespannt, wie Polar die Navigation einer Strecke mit der Vantage umsetzen wird.

    https://www.polar.com/en/vantage/updates

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