Fitness Tracker Test

Fitness-Tracker, Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2017

Fitbit Surge Test – Teil 1

Der Fitbit Surge Test (Produktvorstellung) hat einen Moment auf sich warten lassen, denn zum einen ist die Warteliste für solch ein Testgerät lang, zum anderen wollen auch die Produkte der Konkurrenz angeschaut werden. Doch das Warten hat sich gelohnt und vor rund 10 Tagen traf ein Päckchen mit der Surge von Fitbit bei mir ein.

Nunmehr ist also mehr als eine Woche des gemeinsamen Miteinanders vergangen und es wird höchste Zeit meine Erfahrungen mit diesem tollen Fitness Tracker zu teilen.

Auspacken wird zum Erlebnis

Noch bevor ich die Uhr ausgepacken konnte, hat mich schon die Verpackung begeistert und abgelenkt. Es handelt sich dabei um eine relativ kleine Box aus festem Karton, der in den dunklen Grün- bzw. Petroltönen gehalten ist. Natürlich sind auf allen Seiten – mal groß, mal klein – die wichtigsten Informationen zum Produkt abgedruckt.

Fitbit Surge - Verpackung aufgeklappt

Fitbit Surge – Verpackung aufgeklappt

Der Clou ist aber der Magnetverschluss auf der rechten Seite, der den gefalteten Karton in Form hält. Durch das Lösen des Verschlusses kann man die Vorderseite der Verpackung umklappen und erhält einen Blick auf die Fitbit Surge, wie sie hinter einer Box aus transparentem Kunststoff wartet.

Sofort ist das Gefühl des „Ich muss es auspacken“ da. Ein paar Klebestreifen lösen und schon liegt sie in meinen Händen.

Optischer und handlicher Ersteindruck

Die Uhr ist leicht. Leichter, als es vielleicht zunächst den Anschein macht. Groß ist sie auch. Etwa doppelt so breit, wie die Fitbit Charge HR und damit ein Armband, das optisch eher an das Handgelenk eines Mannes passt, als an das einer Frau. Die Varianten in Orangerot und in Blau bringen ein bisschen mehr Farbe ins Spiel und finden viele Freunde, denen das Schwarz zu finster ist.

Fitbit Surge - Neue Farben

Fitbit Surge – Neue Farben
(Bildquelle: www.fitbit.com)

Beim Armband handelt es sich um das gleiche Material wie beim Charge und Charge HR. Ich persönlich mag diese Art von Silikonarmbändern, weil sie sehr flexibel sind und sich deshalb sehr gut tragen lassen. Meine Sorge, die Einheit mit dem Display und den Sensoren sei zu starr und groß und würde beim Tragen stören, war unbegründet. Während des Tages merke ich nichts von der Uhr, es sei denn, sie erinnert oder benachrichtigt mich mit dem eingebauten Vibrationsmotor.

Fitbit Surge - Armband mit Dornschließe

Fitbit Surge – Armband mit Dornschließe

Wer hier öfter reinschaut, der weiß, dass ich kein Fan von innovativen Armbandverschlüssen bin denen es an Benutzbarkeit mangelt. An dieser Stelle bin ich Fitbit echt dankbar, dass die Fitbit Surge mit einer normalen Dornschließe ausgestattet ist – also einer Verschlussart, wie man sie seit Jahrzehnten von normalen Armbanduhren kennt. Da muss ich nicht umständlich irgendwo hinlangen und irgendwelche Bügel ineinanderhängen, drehen und ziehen. Öffnen und Schließen des Armbands funktionieren einfach – wie gewohnt und ohne das man Hinsehen muss.

Praktisch ist übrigens der von der Charge HR bekannte kleine Steg in der Schlaufe zum Halten des Armbands. Der sucht sich nämlich mehr oder minder von alleine ein Loch im Armband und verrutscht dann nicht mehr.

Einrichten der Fitbit Surge

Um den Fitbit Surge Test ordentlich vorzubereiten, muss das Fitnessarmband zunächst natürlich funktionieren und dazu ist es nötig, die Uhr über ein kleines PC-Programm oder die Smartphone App einzurichten. Die Einrichtung mit Hilfe der App funktioniert analog zum beschriebenen Vorgehen bei der Fitbit Charge HR.

Dem Lieferumfang liegt ein kleiner USB-Dongle bei, der zusammen mit der Software von Fitbit die ersten Schritte durchführt. Auch wenn die Einrichtung bei mir über Windows 10 lief, so sind danebst gesonderte Versionen für Mac, Mac 10.5 und Windows XP verfügbar.

Die Software an sich ist selbsterklärend und ich behaupte, damit wird jeder zurecht kommen, der schon einmal einen PC oder MAC bedient hat.

Fitbit Surge - Update der Firmware

Fitbit Surge – Update der Firmware

Teil des Einrichtungsprozesses sind:

  • Erkennen des USB-Dongles für die Kommunikation mit dem Fitnessarmband
  • Anlegen eines neuen bzw. Nutzen eines vorhandenen Fitbit Accounts
  • Auswahl des einzurichtenden Fitness Trackers
  • Bluetooth Pairing mit Eingabe des Pairing-Codes
  • Update der Firmware

Die einzelnen Schritte sind ausführlich erläutert und durchgängig mit Bildern illustriert. Hier hat Fitbit wirklich wert darauf gelegt, dass die Nutzer ohne Umschweife und technische Hürden die Surge schnell zum Laufen bekommen.

Alles in allem braucht das Einrichten rund 10 Minuten, wobei das Aufspielen eines Firmware-Updates die meiste Zeit kostet.

Tolles Display auch ohne Farben

Schon während des Einrichtens gewinnt man einen Eindruck von dem wirklich guten Display der Fitbit Surge. Es handelt sich dabei um ein monochromes LCD-Display, dass mit einer stark reflektierenden Rückseite ausgestattet ist. Reflektierend und Display sind ja eigentlich Dinge, die nicht so gerne gesehen sind, aber das ist hier nicht gemeint. Ich meine den Hintergrund des LCD-Panels der offenbar sehr viel vom einfallenden Tageslicht zurückwirft. Durch die Flächen des LCD-Displays, die schwarz „geschaltet“ werden, entsteht ein kontrastreiches Schwarz-Weiß-Bild und die Angaben sind problemlos abzulesen.

Fitbit Surge - Konstrastreiches Display

Fitbit Surge – Konstrastreiches Display

Dabei ist mir aufgefallen, dass je heller es ist, desto besser ist die Anzeige ablesbar. Das spricht für die Theorie mit dem reflektierenden Hintergrund. Jedenfalls ist das Display auch bei direkte Sonneneinstrahlung sehr gut zu erkennen und die Informationen abzulesen.

Hintergrundbeleuchtung mit Potential nach oben

Anders sieht es aus, wenn es dunkler wird, denn dann fallen die Kontraste nicht mehr so stark aus. Bis in die Dämmerung kann man alles noch gut erkennen, danach wird es schwieriger. Für diese Situationen hat Fibit der Surge einen Hintergrundbeleuchtung spendiert, die über den unteren Knopf auf der rechten Seite aktiviert werden kann. Nach ein paar Sekunden schaltet sich die Beleuchtung wieder aus.

Fitbit Surge - Hintergrundbeleuchtung

Fitbit Surge – Hintergrundbeleuchtung

Nicht ganz so gelungen ist die ungleichmäßige Ausleuchtung des Displays. Im Dunkeln wirkt das Display dann ein wenig fleckig. Ich glaube aber, dass wir heute zu sehr von den fantastischen Displays von Smartphones und Tablets verwöhnt sind. Ich für meinen Teil finde die ungleichmäßige Ausleuchtung überhaupt nicht schlimm, denn in Normalfall nutze ich Uhr und Display am Tag und in den wenigen Fällen, wo ein wenig Licht notwendig ist, tut es die Hintergrundbeleuchtung allemal.

(Das Bild zeigt die unterschiedliche Ausleuchtung stärker, als es in der Realität der Fall ist. Dennoch sind die Unregelmäßigkeiten auch mit dem bloßen Auge wahrnehmbar.)

Flüssige Bedienung

Was ich mittlerweile überhaupt nicht mehr mag – bei keinem Gerät – ist eine ruckelige Benutzerführung. Wenn ich auf einen Knopf drücke, dann möchte ich umgehend eine Reaktion sehen. Wenn ich über einen Touchscreen wische, dann soll sich die Oberfläche entsprechend schnell aufbauen. Auch wenn heutzutage immer noch Geräte auf den Markt kommen (z.B. mein BluRay-Player), bei denen die Benutzung ein Graus ist, ist dies aus meiner Sicht nicht mehr zeitgemäß.

Lange Rede, kurzer Sinn – Fitbit hat bei der Surge alles richtig gemacht. Das Drücken eines Knopfes sorgt umgehend für die von mir gewünschte Reaktion und die Bedienung über den Touchscreen ist flüssig, wie bei einem modernen Smartphone. Da ruckelt nichts und die Übergänge zwischen den einzelnen Screens sind butterweich. Eine Art Parallaxen-Effekt beim Scrollen sorgt für ein optisches Highlight, auch wenn es die eigentliche Funktionalität natürlich nicht beeinflusst.

Screens nach Belieben

Wenn Fitness Tracker viele Informationen erfassen, müssen diese auch irgendwie dargestellt werden. Nicht immer interessieren mich aber alle Angaben und dann ist es von Vorteil, wenn ich bestimmte Inhalte ausblenden kann. Das ganze funktioniert bei der Fitbit Surge über die Smartphone App. Mich interessieren z.B. die Anzahl der erklommenen Etagen pro Tag nicht, so dass ich diese Information einfach deaktiviert habe. Der Fitness Tracker erfasst die Werte weiterhin und kann sie nachträglich auch anzeigen, wenn ich aber durch das Menü scrolle, dann tauch diese Info für mich nicht mehr auf.

Gleiches gilt auch für die Reihenfolge der Informationen. Auch diese lässt sich über die App konfigurieren. Aus meiner Sicht ist das ein wichtiges Merkmal, denn es erlaubt mir, die für mich wichtigen Informationen schnell im Zugriff zu haben.

Fitbit hat diese Forderung seit Anfang konsequent umgesetzt. Daumen hoch!

Individuelle Design zur Auswahl

Ein anderer Aspekt der Individualisierung ist der der Themes: Fitbit erlaubt es, das Design der Informationsdarstellung zu ändern und stellt dazu in der App unterschiedliche Designs zur Verfügung, die nach der nächsten Synchronisierung angezeigt werden.

Fitbit Surge - Design 4

Fitbit Surge – Design 4

Fitbit Surge - Design 3

Fitbit Surge – Design 3

Fitbit Surge - Design 2

Fitbit Surge – Design 2

Fitbit Surge - Design 1

Fitbit Surge – Design 1

An dieser Stelle hat mich das Verhalten der Surge ein bisschen aus dem Konzept gebracht: Normalerweise zeigt das Display die Uhrzeit an. Beim Wechsel eines Designs, springt die Uhr nach der Synchronisation in den gleichen Modus, der bei Drücken des linken Knopfs aufgerufen wird (d.h. zur Auswahl einer sportlichen Aktivität, der Alarme oder Einstellungen). Hier friert die Surge aber ein und reagiert weder auf das Drücken der Knöpfe, noch auf Gesten auf dem Touchscreen.

Alles kein Grund zur Sorge, denn offenbar dauert es ein bisschen, bis das neue Design überall eingestellt wurde. Währenddessen ist das Armband mit sich selbst beschäftigt. Hier wäre es vielleicht gut, wenn ein kurzer Hinweis auf dem Screen erscheint.

Fazit

Hiermit beschließe ich den ersten Bericht des Fitbit Surge Tests. Die ersten 10 Tage mit der Surge haben verdammt viel Spaß gemacht. Ganz genau beschreiben kann ich es noch nicht. Es fühlt sich so an, als ob dieses Fitnessarmband für den Alltag, wie für den Sport gleichermaßen gemacht ist. Tagsüber stört sie nicht und ist auch nicht auffällig sportlich im Erscheinungsbild, auch wenn sie optisch präsent ist.

Dennoch weiß Sie beim Sport mit ihren Funktionen zu gefallen. Dazu mehr in den kommenden Wochen, aber ohne zu viel zu verraten – das Fitbit Surge ist ein toller sportlicher Begleiter. Wer konkreten Fragen hat, der ist eingeladen, sie in den Kommentaren zu stellen. Ich werde versuchen, sie möglichst schnell zu beantworten.

Wer keinen Bericht verpassen möchte, der folgt mir auf Facebook oder Twitter. Den zweiten Teil des Fitbit Surge Test könnt ihr hier nachlesen.

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