Fitness Tracker Test

Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2019

Fitness Tracker für Kinder

Fitness Tracker, Sportuhren und Smartwatches erfreuen sich seit ein paar Jahren großer Beliebheit. Dass derlei technisches Gerät über kurz oder lang auch die Aufmerksamkeit unserer Kinder auf sich zieht, war abzusehen. Neben den aktuellen Produkten versuche das Thema mal aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten – als jemand, der sich mit Fitness Trackern auskennt und als Papa einer 3-jährigen Tochter, die jetzt schon begeistert auf die leuchtenden Armbänder drückt.

Fitbit Ace
Fitbit Ace

Welche Hersteller bieten Fitness Tracker für Kinder?

Schaut man sich ein bisschen im Internet um, entdeckt man auf den ersten Blick zahlreiche Angebote von Fitness Trackern für Kinder. Der zweite Blick macht dann aber deutlich, dass es sich nicht zwingend um Geräte mit spezieller Eignung für Kinder handelt, die Geräte durchweg schlecht bewertet und/oder bereits nicht mehr erhältlich sind.

Aktuell sind es hierzulande nur Garmin und Fitbit die ein entsprechende Produkte im Angebot haben:

Garmin vivofit jr. 2 - Star Wars

Garmin vivofit jr. 2

Mit dem vivofit jr. 2 bietet Garmin bereits die zweite Generation seines Fitness Trackers für Kinder an.

Der Hersteller hat viel Arbeit investiert, um ein kindgerechtes Produkt auf den Markt zu bringen. Besonders vorteilhaft sind die vielen unterschiedlichen Designs (u.a. Star Wars, Spider Man, Marvel Avengers, Mickey Mouse), die Garmin anbietet. Besonders hoch im Kurs dürfte das neue Frozen-2-Design sein.

In meinen Augen gibt es aktuell keinen besseren Fitness Tracker für Kinder.

Fitbit Ace 2 (Quelle: Fitbit)

Fitbit Ace 2

Auch Fitbit möchte sich sein Stück vom Kuchen nicht entgehen lassen. Mit dem Fitbit Ace 2 hat der US-Hersteller endlich ein Produkt im Angebot, dass sich speziell an Kinder richtet, sich gleichzeitig aber der guten Technik der Charge 3 bedient.

Das Fitbit Ace 2 ist dank seiner Aufmachung und der bunten Farben (Blau, Traube, Wassermelone) für jüngere Kinder geeignet und bietet ebenfalls spielerischen Elemente und eine kindgerechte Gestaltung, wie das Garmin vivofit jr. 2. Für etwas größere Kinder bietet sich auch das Fitbit Ace der ersten Generation an, das nicht ganz so verspielt daherkommt.

Fitness Tracker für Kinder bei Amazon

Gibt man bei Amazon in die Suche einmal „Fitness Tracker Kinder“ ein, finden sich zahlreiche Treffer in den Suchergebnissen. Lasst euch nicht vom Preis und der Beschreibung täuschen. Das wenigste davon ist kindgerecht. Ein kleines Armband beilegen und das Armband in knalligen Farben gestalten ist nunmal keine wirksame Maßnahme für ein kindgerechtes Produkt.

Sind Fitness Tracker für Kinder sinnvoll?

An dieser Frage scheiden sich die Geister, weil sie in der Regel unterschiedlich wahrgenommen wird:

  • Brauchen Kinder Fitness Tracker?
  • Wenn Kinder Fitness Tracker haben, welchen Zweck erfüllen sie?

Die erste Frage ist leicht mit „nein“ zu beantworten. Ich habe meine Kindheit ohne Fitness Tracker und Smartphone unbeschadet überstanden. Die Notwendigkeit für ein Fitnessarmband besteht auch heute nicht.

In Kinderaugen sind Fitness Tracker vor allem Spielzeug und sollten zum besseren Verständnis von uns Eltern auch als solches gesehen werden. Und über die Sinnhaftigkeit, welches Spielzeug für ein Kind geeignet ist, entscheiden in der Regel die Eltern. Es macht aber noch einmal deutlich, dass ein Fitnessarmband für Kinder eben auch Spielmöglichkeiten für das Kind bieten sollte.

Was ist bei Fitness Trackern für Kinder zu beachten?

Die Frage hat eine kurze Antwort und ist dennoch nicht leicht zu beantworten: Fitness Tracker für Kinder müssen kindgerecht sein.

Weil kindgerecht eben nicht nur heißt, dass Fitnessarmband muss an das Handgelenk meines Kindes passen, spielen eine Reihe von Aspekten in das Thema hinein:

  • Größe und Gestaltung
  • Materialwahl und Beständigkeit
  • Funktionsumfang
  • Motivation / Aufbereitung der Inhalte
  • Datenschutz

Der Punkt „Größe und Gestaltung“ ist in der Wahrnehmung sehr subjektiv und ob ein Produkt als passend oder gut aussehend empfunden wird, lässt sich schwer in eine Ratschlag fassen.

Robuste Verarbeitung

Anders sieht es bei der Materialwahl und der Beständigkeit aus. Kinder sind in der Regel aktiver als wir Erwachsene und meist auch unbedarfter, was den vorsichtigen Umgang mit Dingen angeht. Da wundert es nicht, wenn Gegenstände zu Boden fallen, draufgetreten wird oder an Wänden und Möbeln vorbeischrammen.

Glas und Metallgehäuse sehen schick aus, sind vielleicht aber nicht für Kinder jeden Alters sinnvoll, weil die Materialien schnell zerkratzen bzw. springen. Idealerweise ist das Display ein wenig eingelassen, so dass es weniger exponiert für scharfe Kanten ist.

Das gleiche gilt für sehr schmale bzw. sehr weiche Armbänder, die eher zum (Ein-)Reißen neigen, wenn man mit ihnen hängen bleibt.

Sinnvoller Funktionsumfang

Kinder müssen im Normalfall nicht wissen, wie hoch ihr Kalorienverbrauch ist, wie schnell ihr Herz gerade schlägt und welches Stressniveau dem kleinen Körper wiederfährt. Gerade weil viele Erwachsene die Inhalte nicht richtig einzuordnen wissen und weil es bei Kindern schlichtweg überflüssig ist, kann bei kindgerechten Produkten darauf verzichtet werden.

Streicht man derlei Funktionen, bleibt in der Regel die Messung der Schritte und die Schlaferkennung übrig. Beides Werte mit denen ich gut leben kann, auch wenn die Überwachung des Schlafs nicht zwingend notwendig ist. Vor allem Eltern bekommen auf anderem Wege mit, wie ihre Kinder schlafen.

Motivation / Aufbereitung der Inhalte

Fitness Tracker sollen im Allgemeinen zu mehr Bewegung motivieren. Das ist bei Fitness Trackern für Kinder nicht anders, nur dass die Motivation eine andere sein muss. Eine puristische Darstellung der Schritte, meinetwegen auch mit hübschen Bar-Chart motiviert kein Kind dauerhaft.

Kinder wollen spielen bzw. mehr Bewegung ist am besten spielerisch motiviert. Den Anreiz für mehr Bewegung derart zu verpacken, dass es vom Kind als Spiel wahrgenommen wird, ist das A und O bei kindgerechter Aufbereitung.

Datenschutz

Fitness Tracker sammeln Daten und speichern diese in der Cloud. Viele Hersteller erlauben diese Daten preiszugeben, sich in Communities oder Ranglisten zu messen oder Erfolge über soziale Netzwerke zu teilen.

Weil es Kindern noch schwerer als uns Erwachsenen fällt den Umfang, die Risiken und Folgen abzuschätzen, ist der Datenschutz bei und von Kindern ein besonders sensibles Thema. Foglich müssen kindgerechte Fitness Tracker diesem Umstand Rechnung tragen und die Möglichkeiten einschränken bzw. in die Verantwortung der Eltern legen.

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1 Kommentar

  1. Susan Gerstenberger Antworten

    Fand den Beitrag sehr gut beleuchtet und muss sagen, dass ich mich durch diesen Beitrag der Realität gestellt habe und den Kauf eines solchen Gerätes erst einmal zurück gestellt habe. Der Mann hat Recht. Vielen Dank

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