Fitness Tracker Test
Sportuhren, Smartwatches & Activity Tracker Vergleich 2024

Garmin Fenix 7 Pro – Premium-Sportuhr mit neuen Metriken und neuem PPG-Sensor

Mit der Fenix 7 Pro hat Garmin eine überarbeite Version seiner Premium-Sportuhr vorgestellt. Neben neuen Metriken und Funktionen erhält die Fenix 7 Pro den neuen Elevate-Sensor und in allen Größen die integrierte LED-Taschenlampe.

Rund 15 Monate ist es her, dass Garmin mit der Fenix 7 eine neue Version seiner smarten Sportuhr vorgestellt hat. Unter dem Sammelbegriff Fenix 7 Pro folgen zahlreiche Modelle, deren Funktionsumfang Garmin erweitern und gleichzeitig mit moderner Hardware ausstatten hat.

Garmin Fenix 7X Pro | Quelle: Garmin

Garmin Fenix 7X Pro | Quelle: Garmin

Zeitgleich hat Garmin heute die Epix Pro vorgestellt, bei der es sich im Wesentlichen um eine Fenix 7 Pro mit AMOLED-Display handelt.

Fenix 7 Pro – Die Modelle im Überblick

Hinter dem Begriff „Fenix 7 Pro“ steckt eine ganze Reihe von Fenix-7-Modellen, die Garmin heute vorgestellt hat.

 Fenix 7S Pro SolarFenix 7 Pro SolarFenix 7X Pro Solar
Display1,2 Zoll1,3 Zoll1,4 Zoll
Auflösung240 x 240 Pixel260 x 260 Pixel280 x 280 Pixel
Abmessungen42 x 42 mm47 x 47 mm51 x 51 mm
Speicher32 GB32 GB32 GB
Wasserdicht10 ATM10 ATM10 ATM

In erster Linie unterscheiden sich die Modelle der Fenix 7 Pro in ihrer Größe und in Folge die Displays hinsichtlich ihrer Auflösung.

Garmin Fenix 7 Pro | Quelle: Garmin

Garmin Fenix 7 Pro | Quelle: Garmin

Mit 42 mm Gehäuse und 1,2″ Display stellt die Fenix 7S Pro das kleinste Modell dar. Zwischen der Fenix 7X Pro mit 51 mm und 1,4″ Display findet die Fenix 7 Pro mit 47 mm Gehäuse und 1,3″ Display Platz.

Garmin Fenix 7S Pro | Quelle: Garmin

Garmin Fenix 7S Pro | Quelle: Garmin

Die Pixeldichte ist bei allen Größen mit 200 PPI gleich. Verglichen mit modernen AMOLED-Display fällt der Wert deutlich geringer aus. Die Darstellung wirkt in Folge nicht ganz so scharf. Dafür arbeit das transflektive MIP-Displays der Fenix 7 Pro aber deutlich stromsparender und ist selbst im grellen Sonnenlicht perfekt ablesbar. In dunklen Umgebungen spielt hingegen das AMOLED-Display seine Stärken aus.

Für noch mehr Vielfalt sorgt das Angebot an Uhren mit Gorilla Glas DX bzw. Saphirglas. Unter Berücksichtigung der verschiedenen Farbvarianten kann man aktuell zwischen 12 Modellen wählen.

Neue Features der Fenix 7 Pro

Die Garmin positioniert die Fenix-Serie stets am oberen Ende seines Produktportfolios. Und das nicht ohne Grund, denn die Uhren sind vollgepackt mit Funktionen für sportliche Aktivitäten und für den Alltag. Konzentrieren wir uns auf die neuen Features:

  • LED-Taschenlampe

    Für viele überraschend hat Garmin mit der Fenix 7X eine integrierte LED-Taschenlampe eingeführt. Die kleine LED-Lichtquelle erfreut sich großer Beliebtheit, so dass das Feature auch in Enduro 2 und Instinct 2X verbaut wurde.

    Bei Fenix 7 Pro und Epix Pro hält die LED-Taschenlampe unabhängig von der Größe Einzug in alle Modelle.

    Die LED-Taschenlampe kann in vier Helligkeitsstufen weiß leuchten. Zudem kann sie rotes Licht ausstrahlen und verschiedene Blink-Modus nutzen. Gerade das Blinken soll für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen, wenn man einmal im Dunklen unterwegs ist.

  • Hill Score

    Mit dem Hill Score führt Garmin eine neue Metrik ein, die Kraft und Ausdauer bei Läufen und Wanderungen bewerten soll, die abseits der Horizontalen Hügel und Berge hinaufführen.

    Neben dem reinen Zahlenwert („Score“) teilt Garmin die Leistung in folgende Stufen ein:

    • Freizeit
    • Herausforderer
    • Trainiert
    • Erfahren
    • Expert
    • Elite

    Eine erste Einschätzung trifft Garmin nach der Aufzeichnung von zwei Wochen Lauftrainings im Freien. Im Rahmen des Hill Score unterscheidet Garmin zwischen „Kraft am Berg“ und „Ausdauer am Berg“.

  • Endurance Score

    Auch der Endurance Score stellt eine neue Metrik dar. Im Gegensatz zum Hill Score soll sie Einblicke in die Veränderung der Ausdauer durch Training erlauben. Dazu wertet Garmin alle aufgezeichneten Trainingsaktivitäten auf und gewichtet die drei größten Vertreter höher.

  • Multi-Band GPS mit SatIQ

    Nicht gänzlich neu ist die Unterstützung von Multi-Band GPS. Schon die Fenix-7-Serie konnte die beiden Frequenzbänder L1 und L5 nutzen, um die Positionsbestimmung in herausfordernden Situationen möglichst fehlerfrei zu ermöglichen.

    Neu ist hingegen die Unterstützung von SatIQ, das für die Positionsbestimmung immer dann auf die Verwendung mehrerer GNSS verzichtet, wenn die Umgebung eine genaue Bestimmung zulässt (z.B. freie Flächen mit unverbautem Blick zum Himmel) und auf weitere GNSS hinzunimmt, wenn die Umgebung dies erfordert (z.B. in den Bergen, Schluchten, Wälder oder eng bebauten Stadtgebiet).

    SatIQ hat zum Ziel die Akkulaufzeit zu verlängern, ohne dabei auf die Genauigkeit bei der Ortsbestimmung zu verzichten.

  • Elevate Gen 5 Sensor

    Rückseitig verbaut Garmin mit dem Elevate Gen 5 Sensor die neueste Version seines PPG-Sensors. Verglichen mit dem Vorgänger ist die Anzahl der grünen LED von 2 auf 6 gewachsen. Zusätzlich bedient sich der Sensor zweier orangener LED, die für höhere Messgenauigkeit bei dunkleren Hauttönen sorgen dürfte.

    Auffällig sind die vier metallischen Flächen, die rund um die Optik angebracht sind. Ersten Informationen zufolge ist der Elevate Gen 5 Sensor EKG-fähig. Aktuell ist die Funktion aber deaktiviert. Ob und wann sie genutzt werden kann, steht in den Sternen. Folglich bewirbt Garmin die Fähigkeiten auch nicht.

    Nicht auszuschließen ist die fehlende Freigabe der Zulassungsbehörden (z.B. der FDA in den USA). Erst wenn diese grünes Licht geben, können derlei Funktionen genutzt werden. Für die Venu 2 Plus erfolgt dies bereits – sie nutzt aber auch eine ältere Version des Sensors.

Akkulaufzeit

Dank des transflektiven MIP-Display arbeiten die Fenix-Modelle alle recht sparsam, ohne das Display deaktivieren zu müssen. Das ist bei den Modellen der Pro-Serie nicht anders und so erreichen die Uhren vor allem dann fantastische Laufzeiten, wenn zusätzlich die kleinen Solarflächen genutzt werden können, um den Akku während der Nutzung aufzuladen.

 Fenix 7S Pro / SolarFenix 7 Pro / SolarFenix 7X Pro / Solar
Smartwatch-Modus11 / 1418 / 2228 / 37
Energiesparmodus28 / 8757 / 17390 / 365+
GPS37 / 4657 / 7389 / 122
GPS (Max Battery)90 / 162136 / 289213 / 578
GPS (Expidition)26 / 4340 / 7462 / 139
Alle GNSS26 / 3040 / 4863 / 77
Alle GNSS + Multiband15 / 1623 / 2638 / 41
Alle GNSS + Musik71016

Preise und Verfügbarkeit

Fenix 7 Pro und Epix Pro sind Premium-Uhren und sowohl Technik als auch Funktionen schlagen sich im Preis nieder. Gleichzeitig gibt es kaum ernstzunehmende Konkurrenz, die den Spagat zwischen Sportuhr und Smartwatch derart gut hinbekommen. Folglich kann Garmin die Preise recht frei gestalten:

 Fenix 7S ProFenix 7 ProFenix 7X Pro
Solar849,99 €849,99 €949,99 €
Solar Sapphire / Titan949,99 €949,99 €1.049,99 €
Solar Sapphire / Titan
(+ Leder-Armband)
1.049,99 €1.049,99 €-
Solar Sapphire / Titan
(+ Titan-Armband)
--1.249,99 €

Die Preise der Pro-Modelle sorgen für wenig Überraschungen, weil sie sich in das Preisgefüge der Fenix 7 (ohne Pro) zum Marktstart einfügen. Am günstigsten sind die Modelle 7S Pro Solar und 7 Pro Solar mit Gorilla Glas für jeweils 849,99 €.

Wie bisher berechnet Garmin für den Wechsel zu den Sapphire-Modellen mit Saphirglas einen Aufpreis von 100 €, so dass für Fenix 7S Pro Sapphire Solar und Fenix 7 Pro Sapphire Solar 949,99 € bezahlt werden müssen.

Das große Fenix 7X Pro Solar Modell beginnt bei 949,99 €. Die Sapphire-Version mit dem kratzfesten Uhrenglas kostet 1.049,99 €. Das teuerste Modell Fenix 7X Pro Sapphire Solar mit Titangehäuse und Lederarmband schlägt mit 1.249,99 € zu Buche.

Hinsichtlich der Verfügbarkeit sieht die Situation zunächst entspannter als bei der Forerunner 265 und Forerunner 965. Alle Modelle der Fenix 7 Pro sind entweder bei Garmin direkt oder bei Amazon erhältlich. Auch im stationären Handel sollte die Uhr schnell in den Auslagen landen.

Einschätzung

Bei der Fenix 7 Pro handelt es sich in erster Linie um Produktpflege und keinen Generationswechsel. Die neuen Features sind interessant, gleichwohl nicht für jeden Sportler. Wer auf dem flachen Land wohnt, der wird vom Hill Score keinen Nutzen ziehen. Da scheint der Endurance Score deutlich eher für die breite Masse von Nutzen zu sein.

Im Wesentlichen macht Garmin Features auf den kleineren Größen Fenix 7S Pro und Fenix 7 Pro verfügbar, die einstmals nur der großen Fenix 7X vorbehalten waren.

Bei den softwareseitigen Features (u.a. Hill Score und Endurance Score) muss abgewartet werden, ob Garmin diese nicht nachträglich auf für bestehende Modelle ausrollt. Sie stünden z.B. auch den kürzlich erschienenen Sportuhren Forerunner 265 und Forerunner 965 gut zu Gesicht.

Einen größeren Kaufreiz dürfte die Pro-Serie bieten, wenn der Elevate Gen 5 Sensor eines Tages vollumfänglich genutzt werden kann und die ermittelten Werte sinnvollerweise in bestehende Metriken einarbeiten kann.

Bis dahin bleiben die Modell der Fenix-7-Serie eine gute und teilweise deutlich günstigere Alternative. Modelle der Fenix 7 ohne Solar bekommt man teilweise schon ab ca. 500 €, die Modelle mit Solar-Technologie für ca. 580 €. Ein Wechsel von Fenix 7 zu Fenix 7 Pro dürfte für die meisten nicht lohnen.

Garmin fenix 7 Pro
Garmin fenix 7 Solar
Garmin fenix 7

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