Fitness Tracker Test

Fitness-Tracker, Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2017

Garmin Forerunner 225

Produktfoto – (Quelle: Amazon) *

Mit der Forerunner 225 bringt Garmin einen Fitness Tracker der Superlative auf den Markt. Die Forerunner 225 als Fitness Tracker zu bezeichnen, würde ihr jedoch bei Weitem nicht gerecht werden, denn es handelt sich um eine vollwertige Sportuhr mit GPS-Empfänger. Sie richtet sich damit vor allem an Freunde des Laufsports und ist der Nachfolger der beliebten Forerunner 220*.

Da sie aber eben auch über Funktionen des Activity Tracking, z.B. Zählung der Schritte, Distanz- und Kalorienberechnung verfügt, haben wir sie uns einmal genauer angeschaut.

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Lieferumfang

Die Forerunner 225 findet sich im Handel in einer relativ kleinen roten Pappschachtel verpackt. Für das Produkt und die Preisklasse ist die Verpackung schon fast ein bisschen zu gewöhnlich, auf der anderen Seite soll sich der Kaufpreis im Produkt und weniger in der Umverpackung wiederspiegeln.

Im Lieferumfang sind enthalten:

  • Forerunner 225
  • Daten-/Ladeklemme mit USB-Stecker
  • Handbücher

Besonders hervorzuheben ist das lange mitgelieferten USB-Kabel, mit dem sich die Uhr einfach an einen USB-Port anschließen lässt, ohne dass das andere Ende in der Luft hängt oder auf dem Boden liegt. Kein Vergleich zu den manchmal nur 20cm langen Kabeln der Konkurrenz.

Aussehen und Tragekomfort

In Erscheinung tritt die Forerunner 225 als klassische Sportuhr, bestehend aus schwarzen Kunststoff mit roten Akzenten, die sich um das Ziffernblatt gruppieren. Dabei ist der Begriff „Ziffernblatt“ nicht ganz richtig, denn die Forerunner 225 bietet ein kreisrundes Farb-Display mit einem Durchmesser von 25,4 mm.

Garmin Forerunner 225 (Bildquelle: www.garmin.de)
Garmin Forerunner 225 (Bildquelle: www.garmin.de)
Garmin Forerunner 225
(Bildquelle: www.garmin.de)
Das relativ breite Armband besteht ebenfalls aus schwarzen Kunstoff und ist angenehm zu tragen. Die durchgängigen zwei Lochreihen geben der doppelten Dornschließe ausreichend Halt, um das Armband fest zu schließen und gleichzeitig ermöglichen sie, dass auftretender Schweiß verdunsten kann. Ist das Armband erst einmal geschlossen besteht keine Gefahr, dass es sich von alleine wieder löst. Hier wurde bewusst auf jegliche Innovation verzichtet, die manch anderem Anbieter aktuell die ein oder andere negative Kritik vom Kunden einbringt.

Am linken Gehäuserand befinden sich zwei Knöpfe zum Navigieren durch die Menüs und der An-/Aus- bzw. der Knopf zum Aktivieren der Display-Beleuchtung. Auf der rechten Seite des Gehäuses befinden sich der Knopf zum Starten und Stoppen des Trainings und ein Zurück-Knopf, der ebenfalls der Navigation durch die Menüs dient.

Die Rückseite der Uhr ist geprägt durch die beiden kleinen LED und den optischen Sensor, der der Pulsmessung dient. Die Technik ist von Mio lizensiert und liefert ebenso gute Ergebnisse, wie wir es von den Mio-Produkten gewohnt sind. Auffällig in diesem Zusammenhang ist ein schwarzer, weicher Gummiring, der auf der Haut aufliegt und den Lichteinfall von der Seite verhindern soll. Damit sollen die Messergebnisse genauer ausfallen.

Gerade das weiche Material wird bei Kontakt mit Schweiß über die Zeit hinweg unansehnlich und u.U. spröde. Hier hat Garmin vorgesorgt: der Ring lässt sich leicht entfernen und durch einen neuen Ring (etwa 5 EUR) ersetzen.

Ebenfalls auf der Unterseite befinden sich die Kontakte für die Daten- und Ladeklemme.

Funktionsumfang

Die Forerunner 225 auf eine Sportuhr oder einen Fitness Tracker zu reduzieren, würde ihr nicht gerecht werden. Sie ist ein Mehrkämpfer und tritt in beiden Disziplinen an. Entsprechend wollen wir versuchen auch beide Aspekte zu würdigen.

Forerunner 225 als Fitness Tracker

Auch wenn die wahren Stärken der Forerunner 225 sicherlich woanders liegt, bringt die Sportuhr alle grundlegenden Funktionen des klassischen Activity Tracking mit: sie zählt die Schritte des Nutzers und berechnet aufgrund weiterer Angaben die Anzahl verbrannter Kalorien, sowie die zurückgelegte Distanz.

Überwachung des Schlafs

Nicht nur tagsüber weiß das Wearable zu begeistern. Durch den integrierten Beschleunigungssensor kann die Forerunner 225 feststellen, wenn sich der Nutzer zum Schlafen hingelegt hat und misst fortan die Bewegungen im Schlaf, um die Schlafphase, die Schlafdauer und die Qualität des Schlafs aufzuzeichnen.

Im Gegensatz zu den meisten Fitness Trackern müssen alle Funktionen des Activity Tracking (von Garmin „Aktivitätsanzeige“ genannt) zunächst über die Einstellungen aktiviert werden.

Alarm wider der Inaktivität

Was alle anderen Fitness Tracker von Garmin vorgemacht haben, darf auch beim Forerunner nicht fehlen: die Inaktivitätsanzeige. Stellt die Uhr fest, dass sich seit einer Stunde ein Bewegungsmangel herrscht, spornt die Uhr durch Vibration, Signalton und Anzeige des roten Balkens zu mehr Bewegung an. Aufstehen und einmal den Schreibtisch umrunden reichen nicht aus, um den virtuellen Trainer zufrieden zu stellen. Es müssen schon ein paar Minuten sein, bevor die Uhr sich zufrieden gibt.

Forerunner 225 als Sportuhr

Neben dem Fitness Tracking bietet die Forerunner 225 aber viele weitere Funktionen, die sie zu einer echten Sportuhr machen. Der Funktionsumfang und die hohe Fertigungsqualität sorgen dann auch dafür, dass das Produkt durchaus auch von professionellen Sportlern wahrgenommen und akzeptiert wird.

Optimiertes Training durch kontinuierliche Pulsmessung

In erster Linie ist die Forerunner 225 eine Sportuhr mit GPS-Empfänger und einem optischen Pulsmesser, der den Puls ohne Brustgurt direkt am Handgelenk messen kann. Für viele, die einen Brustgurt während des Trainings als störend empfinden, dürfte der optische Sensor für gesteigertes Interesse sorgen.

Wird ein Training durch Drücken des roten Knopfes auf der linken Uhrenseite gestartet, wird der Puls fortwährend gemessen. Möchte man seinen Puls nur zwischendurch einmal ermitteln, reicht es aus über die Navigationstasten zur Anzeige des Puls-Displays zu gelangen und einen Moment zu warten. Der Sensor ermittelt nun für die folgenden 30 Sekunden die Herzfrequenz und schaltet danach die Messung automatisch wieder ab.

Um einen möglichst großen Nutzen aus der Pulsmessung zu ziehen, kann man über Garmin Connect unterschiedliche Herzfrequenzbereiche definieren, die dann auf dem Display ähnlich eines Tachos angeordnet werden und ein kleiner Balken Auskunft darüber gibt, in welchem Bereich man sich gerade befindet. Werden die Bereichsgrenzen nicht von Hand gesetzt, orientiert sich Garmin an der maximalen Herzfrequenz und definiert die Bereiche über prozentuale Anteile.

Befindet man sich im Trainingsmodus und möchte innerhalb eines Pulsbereichs trainieren, informiert die Forerunner 225 durch Vibration oder akustische Signale, dass man diesen Zielbereich über- bzw. unterschritten hat. So lassen sich wirkungsvoll Aufwärm- und Abkling-Phasen definieren und das Training optimieren.

Genaue Aufzeichnung durch GPS-Empfänger

Durch den integrierten GPS-Empfänger kann die Forerunner 225 die zurückgelegte Distanz, die Geschwindigkeit und die Pace genau ermittelt und zeichnet diese Werte während einer Trainingssitzung auf. Das wiederum bedingt, dass das Training über den großen roten Knopf an der rechten Gehäuseseite zuvor gestartet und das GPS aktiviert wurde.

Der GPS-Fix geht unter freiem Himmel erfreulich schnell vonstatten. Am Fenster dauert es länger, bisweilen findet die Sportuhr aber auch keinen Satelliten. Hier gilt wie für alle vergleichbaren GPS-Geräte: wurde in einem Bereich bereits einmal eine GPS-Peilung vorgenommen, findet die Uhr die Satelliten deutlich schneller wieder, als wenn das GPS in einer neuen Umgebung zum ersten Mal aktiviert wird.

Automatisches Pausieren

Eine Funktion, die ich mir seit langem für mein Smartphone-Begleitung beim Joggen wünsche ist das automatische Pausieren sobald erkannt wird, dass ich mich nicht mehr bewege (sondern z.B. an einer Straße oder einer roten Ampel warten muss. Diese Funktion bringt die Forerunner 225 in zwei Varianten mit. So kann der Nutzer entscheiden, ob die Uhr automatisch pausieren soll, wenn eine bestimmte Pace unterschritten oder erst, wenn keine (wesentliche) Fortbewegung mehr erkannt wird. Aus meiner Sicht ein sehr sinnvolles Feature, wenn man viel im Stadtgebiet unterwegs ist.

Export der Trainigsdaten

Wer die gespeicherten GPS- und Daten der Herzfrequenzmessung abseits von Garmin Connect weiterverwenden möchte, dem stehen zahlreiche Export-Formate zur Verfügung. So stehen Exporte als

zur Verfügung. Rundenzeiten können als CSV gespeichert werden.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt in der Regel über die 5 Knöpfe, die sich um das Uhrengehäuse herum gruppieren. Manche Knöpfe sind doppelt belegt und reagieren bei kurzer Berührung mit einer Funktion, bei langer Berührung mit einer anderen.

Der Aufbau und die Abfolge der einzelnen Bildschirme ist sinnvoll gestaltet, so dass man sich nach kurzer Eingewöhnung zurecht findet. Hier zeigt sich, dass es nicht unbedingt ein Touchscreen braucht, um schnell und sicher die Uhr bedienen zu können.

Besonders gut gelingt Garmin die Anzeige der Informationen auf dem kleinen kreisrunden Display, das mit 25,4 mm Durchmesser zwar nicht besonders groß, mit seiner Auflösung von 180 x 180 Pixeln jedoch so bemessen ist, dass auch kleine Symbole sauber und gut lesbar angezeigt werden können. Gut funktioniert insbesondere die Darstellung bei Tageslicht. Nur bei direktem Sonnenlicht lässt die Lesbarkeit nach.

Die einzelnen Bildschirme, die mit den Navigationsknöpfen durchgeschaltet werden können wirken nie überladen und können auch beim Training schnell erfasst werden. Wer beim Training nicht zur Uhr greifen und nach den Knöpfen suchen möchte, der kann die Anzeige so einstellen, dass die unterschiedlichen Bildschirme mit ihren Daten automatisch durchgeschaltet werden.

Synchronisierung

Garmin bietet zwei Wege zur Synchronisation der Daten und dem PC bzw. den Cloud-Diensten von Garmin an. Zum einen kann über die Daten- und Ladeklemme die Uhr über einen USB-Anschluss an einen PC angeschlossen und die Daten über die Verbindung synchronisiert werden.

Wer lieber auf das Smartphone zurückgreift, kann über Bluetooth Smart die Forerunner 225 mit der Garmin Connect Mobile App verbinden und Trainings- wie auch Live Tracking-Daten ad hoc in das Internet stellen.

Beide Wege funktionieren problemlos. Für Bluetooth Smart werden allerdings Tablets oder Smartphone vorausgesetzt, die dieses Bluetooth-Profil unterstützen. Ausgenommen davon sind meist nur noch ältere Geräte.

Batterielaufzeit

In das bisherige, positive Gesamtbild reiht sich auch die Akkulaufleistung ein. In Abhängigkeit der Nutzung reicht die Laufzeit von 6 Wochen im Uhrenmodus, über 4 Wochen im Aktivitätsmodus bis zu zwischen 7-10 Stunden im GPS-Modus mit optischer Pulsmessung.

Die Werte sind nachvollziehbar und die Möglichkeit einzelne Funktionen auszuschalten um die Laufzeit zu erhöhen ist sinnvoll und durchdacht.

Fazit

Die Forerunner 225 ist eine durchweg durchdachte und mit sinnvollen Funktionen bestückte Sportuhr, die durch Funktionen des Fitness bzw. Activity Tracking noch ein wenig aufgewertet wurde. Damit stehen ambitionierten Läufern alle wichtigen Sensoren zur Verfügung, um auf und auch abseits der Laufstrecke das Maß an Aktivität zu messen und auszuwerten.

Die enge Kopplung mit dem Garmin-Ökosystem erlaubt das Nutzen von Trainingsplänen, die von der Forerunner sehr gut umgesetzt werden.

Die vornehmliche Stärke der Forerunner 225 liegt auch genau in diesem Sportbereich und so wundert es nicht, dass die Uhr auch optische ein klares sportliches Statement setzt, dadurch aber mit den kleinen und schmalen Fitness Trackern des Lifestyle-Segments nicht konkurrieren kann.

Mit der Forerunner 225 hat Garmin ein tolles Produkt geschaffen, dass eine bestimmte Zielgruppe adressiert und dort seine Stärken voll ausspielen kann. Gerade das Einsparen des HR-Brustgurts wird viele freuen und es scheint, dass Garmin auch langfristig die optische Pulsmessung in seiner Sportprodukte aufnehmen wird.

Garmin Forerunner 225 - Factsheet

Hersteller:Garmin
Erscheinungsdatum:Q2/2015
UVP:299,00 €
 
Activity Tracking:
GPS-Empfänger:
Pulsmessung:
Benachrichtigungen:
ANT+:
Funktionsumfang: (35%)
85 / 100
Display & Haptik: (20%)
90 / 100
Akkulaufzeit: (25%)
80 / 100
Preis-Leistung: (20%)
75 / 100
Gesamt:
83 / 100
Vorteile
  • Großer Funktionsumfang
  • Sehr gutes Display
Nachteile
  • Anschaffungspreis
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