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Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2022

Google kündigt Pixel Watch an

So ein richtiges Geheimnis war es nie und so dürfte es die wenigsten überrascht haben, dass Google mit der Pixel Watch eine eigene Smartwatch angekündigt hat. Bemerkenswert ist es dennoch, denn Google hat bislang keine eigene Smartwatch im Portfolio, auch wenn WearOS von Google Grundlage vieler, vieler Smartwaches ist.

Ganz richtig ist es natürlich nicht, dass Google keine eigene Smartwatch auf den Markt gebracht hat, denn nach der Übernahme von Fitbit wurde die Charge 5 präsentiert – im Wesentlichen doch eine Uhr von Google, aber eben unter der Marke „Fitbit“ und den prägenden Merkmalen des einstigen Fitness-Tracker-Pioniers.

Google Pixel Watch  (Quelle: Google)

Google Pixel Watch (Quelle: Google)

Mit der Pixel Watch hat Google für den Herbst nun seine ganz eigene Smartwatch angekündigt. Und weil bis zum tatsächlichen Marktstart noch ein wenig Zeit ist, sind die Informationen recht spärlich gesäht und die Ankündigung auf der Hausmesse Google/IO war Teil einer größeren Präsentation künftiger Hardware. Das ermöglicht den Early-Adaptors nicht nur das notwendige Kleingeld zur Seite zu legen, sondern der Konkurrenz sich für den Herbst und das Weihnachtsgeschäft in Stellung zu bringen.

Ein Blick auf die Hardware

Google ist es zu verdanken, dass erste offizielle Pressefotos der Pixel Watch einen ersten Eindruck vermitteln. Die Uhr ist kreisrund und erinnert ein bisschen an ein plattgedrücktes Mentos. Kanten sucht man bei der Pixel Watch jedenfalls vergebens, irgendwie fließt alles ineinander über.

Bei der Draufsicht ist infolge auch nur das schwarze Display und die präsente, digitale Krone zu sehen. Erst der Blick von der Seite zeigt, dass das Uhrengehäuse aus Edelstahl besteht und die Krone durch einen flachen Knopf ergänzt wird.

Ob der Knopf sich nun ober- bzw. unterhalb der Krone befindet, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, denn die Displayinhalte können gedreht werden, um Links- und Rechtshändern das gleiche Benutzererlebnis zu bieten.

Seitlich befindet sich das kleine Loch für das Mikrofon, denn die Pixel Watch wird den Google Assistant unterstützen. Dass auch Amazons Alexa genutzt werden kann, wie es bei den aktuellen Geräten von Fitbit der Fall ist, scheint für das Google-eigene Produkt ausgeschlossen zu sein. Ein zweites Loch auf der gegenüberliegenden Seite des Gehäuse könnte auf einen barometrischen Sensor hindeuten, um z.B. die Anzahl gestiegener Etagen zu erkennen. Hier findet sich auch die Öffnung des integrierten Lautsprechers.

Beim Display dürfte Google mit nicht weniger als einem AMOLED-Display aufwarten. Die Pressebilder vermitteln auch einen Eindruck, wie hoch das Verhältnis von Display und Gehäuse ist. So richtig überzeugt der erste Eindruck nicht. Das hätte in meinen Augen durchaus ein bisschen mehr Display den Platz ausnutzen können.

Verhältnis von Display und Gehäuse (Schemazeichnung)

Verhältnis von Display und Gehäuse (Schemazeichnung)

Rückseitig befindet sich der optische Sensor für Messung von Puls und Blutsauerstoffsättigung SpO2. Weder die SpO2- noch die 24/7-Pulsmessung sind bislang bestätigt, die Sensorik erinnert aber stark an die Fitbit Charge 5. Zudem täte sich Google kein Gefallen, wenn sie weniger Funktionen anbieten als die Konkurrenz.

Google Pixel Watch  (Quelle: Google)

Google Pixel Watch (Quelle: Google)

Die Pixel Watch ist bis zu einem Wasserdruck von 50 Meter Wassersäule wasserdicht.

Ein Blick auf die Software

Nicht erst seit der Ankündigung steht außer Frage, dass die Pixel Watch auf Wear OS und den Google Assistant zurückgreifen wird.

Beim kontaktlosen Bezahlen wird Google auf die Wallet App zurückgreifen, die nach geraumer Zeit wieder reaktiviert wird. Hier sollen sich neben Kreditkarten, Eintrittskarten und Flugtickets auch Impfzertifikate hinterlegen lassen. Google arbeitet offensichtlich an einer grundlegenden Überarbeitung.

Ebenfalls mit von der Partie ist Google Maps, ohne jedoch mit Innovationen zu überraschen. Offenbar wird die Pixel Watch auch mit Turn-by-Turn-Anweisungen zum Ziel führen, ob die Karten vorab heruntergeladen werden müssen oder über die LTE-Funktionen der Uhr direkt bezogen werden können, darüber gibt Google noch keine Auskunft. Apropos LTE: Die Pixel Watch ist LTE-fähig, welche Angebote das hierzulande nach sich zieht und welche Mobilfunkabieter das Produkt unterstützen, wird sich wahrscheinlich erst zum Marktstart klären.

Die Pixel Watch wird überdies das erste Wearable sein, das Inhalte, Metriken und Datenerfassung von Fitbit auf einer „externen“ Hardware ermöglicht. Erst Bilder während der Präsentation geben Hinweise darauf, dass sich in Bezug auf den Aufbau im Vergleich (z.B. zur Charge 5 / Sense) nicht wahnsinnig viel geändert hat. Das Thema jedoch auch nicht detailliert behandelt.

Grundlegend darf von den Grundgrößen des Activity Tracking ausgegangen werden (u.a. Schritte, Distanz, Kalorien, Pulsmessung, Schlafmonitoring, Aktivminuten). Ein bisschen mehr wird die Pixel Watch aber schon bieten müssen, um Interessenten in den Bann zu ziehen.

Hinweise gibt es auf Funktionen bzw. Auswertungen, für die Nutzer in Form eines Abo-Modells bezahlen müssen. Ob es sich dabei im Wesentlichen um Fitbit Premium handelt, bleibt abzuwarten. Es wäre in meinen Augen ein Rückschritt – Abo-Modellen gehören einfach nicht die Zukunft, erst Recht nicht, wenn es sich dabei eh um meine Daten handelt, mit denen eigentlich Google / Fitbit Geld verdienen.

Ohne Android sieht es düster aus

So wie Apple Watches nur mit iPhones zusammenarbeiten, braucht es für die Nutzung der Pixel Watch ein Smartphone, das Android 8.0+ bietet. Das schließt zugegeben eine ganze Menge an potentiellen Nutzern aus, so ist aber nunmal der technische und moralische Ansatz der beiden großen Player.

Pixel Watch - Die große Unbekannte

Trotz aller Bekanntgaben sind die Informationen zur Pixel Watch eher spärlich. So richtige Konturen lassen sich noch nicht erkennen. Dafür fehlen einfach wichtige Angaben, z.B. zum Funktionsumfang, der Akkulaufzeit und zuletzt natürlich auch zum Preis. Auch ein genaues Release-Datum hat Google nicht bekanntgeben.

Inwiefern sich die Pixel Watch mit der Fitbit App nutzen lässt wird wohl auch erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

So überwiegt das Gefühl, dass Google mit der Ankündigung mehr Fragen aufgeworfen, denn Antworten geliefert hat. Es bleibt vorerst nichts anderes übrig als abzuwarten.

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