Garmin fēnix 9 und fēnix 9 Pro offiziell vorgestellt: Das bieten die neuen Top-Modelle

Garmin hat die fēnix 9 und die fēnix 9 Pro offiziell vorgestellt. Die Uhren erscheinen in drei unterschiedlichen Größen, jeweils als Standard- und Pro-Modelle sowie wahlweise mit inReach-Technologie. Viele Änderungen stecken im Detail und finden sich nur bei der einen oder anderen Variante. Dennoch gibt es Verbesserungen, die Garmin allen neuen Modellen spendiert hat.
- Speicherplatz verdoppelt
Allen Modellen gemein ist, dass Garmin den Speicherplatz von 32 GB auf 64 GB verdoppelt hat.
- Schnellere Kartendarstellung
Neben einem neuen Prozessor in den Pro-Modellen profitieren sowohl die Standard- als auch Pro-Modelle von einer neuen Engine zur Anzeige des Kartenmaterials: Kartenausschnitte sollen sich bis zu 30% schneller verschieben lassen.
Neu ist auch die Perspektiven-Ansicht, die die Darstellung der Karte kippt und eine größere Übersicht über vorausliegendes Gelände bieten soll.
- LED-Taschenlampe mit grünem Licht
Bereits die fēnix 8 hat ein in das Gehäuse integrierte LED-Taschenlampe geboten. Auch die fēnix 9 hat das überaus nützliche Feature im Angebot, erweitert den Umfang aber durch die Verwendung von grünem Licht.
Unterschiede zwischen fēnix 9 und fēnix 9 Pro
Aufgrund der vielen Ausbaustufen sind es nicht weniger als 13 unterschiedliche Varianten, die Garmin mit dem heutigen Tag veröffentlicht hat. Berücksichtigt man zudem die möglichen Farbvarianten, steigt die Anzahl noch einmal deutlich.
Ganz so groß ist die Vielfalt dann doch nicht, denn die Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich schnell ausmachen und anhand der folgenden Aspekte gruppieren:
- Größe
- Display
- Material
- inReach-Technologie
Das macht die Orientierung deutlich leichter.
Größe – In der Regel schlanker als das vergleichbare fēnix-8-Modell
Ohne Änderungen im Vergleich zum Vorgänger bietet Garmin die fēnix 9 erneut in Größen von 43, 47 und 51 mm Größe an.
Während der Gehäusedurchmesser gleich bleibt, gibt es Verschiebungen bei der Gehäusedicke:
| 43 mm | 47 mm | 51 mm | |
|---|---|---|---|
| fenix 8 | 13,8 mm | 15,2 mm | - |
| fenix 8 Pro | - | 16,0 mm | 16,5 mm |
| fenix 8 Pro Solar | - | 15,2 mm | 15,2 mm |
| fenix 9 | - | 13,8 mm | 14,7 mm |
| fenix 9 Pro | 13,3 mm | 13,8 mm | 15,8 mm |
| fenix 9 Pro Solar | - | 15,8 mm | 16,6 mm |
Insgesamt sind die neuen Modelle der fēnix 9 meist deutlich schlanker im Profil. Ausnahmen bilden die Modelle mit MIP-Display und Solar, die sogar minimal dicker ausfallen.
Display – Doppelt so hell in der Pro-Version
Wie die fēnix 8 erscheint auch die fēnix 9 wahlweise mit einem AMOLED- bzw. transflektivem MIP-Display.
Das selbstleuchtende AMOLED-Display der Pro-Modelle hat Garmin verbessert, so dass diese nun max. 3.000 Nits hell leuchtet. Die max. Helligkeit des Standard-Modells hat Garmin im Vergleich zur fēnix 8 beibehalten.
Die Modelle in 47 und 51 mm bietet Garmin auch wahlweise mit MIP-Display und Solar an. Diese Displays sind zwar weniger hochauflösend und weniger farbenfroh, aber in der Sonne deutlich kontrastreicher und stromsparender.
Der kleine Solar-Kranz, der das Display umgibt, sorgt bei ausreichend Lichteinfall für verlängerte Akkulaufzeiten.
Das 43-mm-Modell muss sowohl auf das MIP-Display als auch auf den Solar-Lade-Ansatz verzichten. Die Solarfläche wäre aufgrund der geringen Gehäusegröße einfach nicht ausreichend groß, um einen sinnvollen Effekt zu erzielen.
Beim großen Modell mit 51 mm Durchmesser wächst das Display von 1,4″ auf 1,5″ und ist damit gut 15 % größer.
Material – Titan und faserverstärktes Polymer
Neben dem verbesserten Display ist der größte Unterschied zwischen Standard- und Pro-Modell das in der Uhr verwendete Material.
Schon lange haben die fēnix-Uhren durch Verwendung von Titan ihren Premium-Anspruch unterstrichen. Die Pro-Modell setzen bei der fēnix 9 aus ein Gehäuse, das komplett aus Titan besteht, während das Gehäuse des Standard-Modells noch zu einem guten Teil aus faseverstärktem Polymer besteht und lediglich die Lünette und die Rückseite der Uhr aus Titan gefertigt sind.
Zusätzlich bieten nunmehr alle Modelle der fēnix 9 Saphirglas zum Schutz des Displays.
inReach-Technologie
Letztes großes Unterscheidungsmerkmal ist die Unterstützung von Garmin inReach, die Garmin erstmals in allen Uhrengrößen gleichermaßen anbietet.
Wer auf die LTE- und satellitengestützte Kommunikation zum Nachrichtenversand, Sprachanrufe, Livetracking und SOS-Nachrichten nicht verzichten möchte, muss mindestens zum Pro-Modell greifen, denn nur diese gibt es wahlweise auch mit inReach-Technologie.
Die Nutzung von inReach setzt neben einer kompatiblen Uhr zusätzlich noch einen inReach-Tarif voraus.
Neue Funktionen und Features
Stärker als bei vorherigen Generationswechseln sind bei der fēnix 9 die Verbesserungen auf der Softwareseite zu finden.
Garmin Epic
Zu den größten Neuerungen gehört sicherlich Garmin Epic. Die Funktion erlaubt es einzelne Aktivitäten (z.B. einer mehrtägigen Radreise) zu einem Gesamterlebnis zusammenzufügen. Die maximale Länge von 92 Tage sollte für die allermeisten Abenteuer ausreichen.
Aus den reinen Strecken- und Vitaldaten werden so Geschichten, angereichert mit allerhand Metriken und wahlweise auch mit Fotos und Notizen.Verbesserte Stamina-Metrik
Verbesserungen hat Garmin der Stamina-Funktion zuteil werden lassen. Damit soll verständlicher werden, wieviel Ausdauer bzw. Leistungsreserven während einer Lauf- oder Radsport-Aktivität noch vorhanden sind. Helfen sollen dabei Stamina-Zonen und ein Chart. Letztere soll verdeutlichen, welche Trainingsintensität für eine bestimmte Zeitdauer aufrecht erhalten werden kann.
Neue Metriken für Indoor-Rudern
Punktuell verbessert Garmin die Unterstützung verschiedener Sportarten. Für das Indoor-Rudern ergänzt Garmin die Metriken um VO2max, Laktatschwelle und Leistungskurven. In Abhängigkeit von bestimmten Rudergeräten lassen sich zudem Leistungszonen und FTP (Functional Threshold Power) ermitteln.
Unterstützung für Bogenschießen
Unter dem Begriff „Archeryx“ stellt Garmin zudem für den Bogenschieß-Sport erweiterte Metriken zur Verfügung, die u.a. Werte zur Zielausrichtung und zum Schusszeitpunkt liefern.
Preise und Verfügbarkeit
Das Standard-Modell der fēnix 9 ist ab sofort für 999,95 € im Handel erhältlich. Das Pro-Modell startet ab 1.099,95 €, für die inReach-Funktionen sind nochmals 100 € mehr einzuplanen.





