Garmin CIRQA Smart Band – Launch steht unmittelbar bevor
Garmin steht unmittelbar davor, das displaylose Wearable CIRQA der Öffentlichkeit vorzustellen. Nachdem der Produktname bereits vor Monaten erstmals auf Garmins eigener Webseite gesichtet wurde, haben sich die Hinweise auf eine bevorstehende Markteinführung zuletzt stark verdichtet.
Viel Aufmerksamkeit ist Garmins bislang unveröffentlichtem Produkt „CIRQA“ bereits zuteilgeworden. Neben vielen richtigen, aber wenig informativen Inhalten wurden auch zahlreiche Informationen verbreitet, die der einen oder anderen KI entsprungen sind und nicht immer sinnvoll reflektiert wurden. Mittlerweile ergeben die vielen kleinen Informationen jedoch ein vollständigeres Bild, sodass es sich lohnt, einmal darauf zu schauen, was über Garmins displaylosen Tracker tatsächlich bekannt ist – ohne dem Unfug der letzten Wochen und Monate allzu viel Raum zu geben.
Garmin CIRQA – Eckdaten
| S/M | L/XL | |
|---|---|---|
| Größe | 27 x 47 x 9 mm | 27 x 47 x 9 mm |
| Armband | 120 - 200 mm | 145 - 240 mm |
| Gewicht | 20,7 g | 21,2 g |
| Akkulaufzeit | 10 Tage | 10 Tage |
| Konnektivität | Bluetooth / ANT+ | Bluetooth / ANT+ |
Garmin CIRQA – Funktionen
Wie zu erwarten war, handelt es sich funktionell beim CIRQA im Wesentlichen um einen Fitness Tracker, der sich vieler der Funktionen bedient, die Garmin bereits lange im Angebot hat.
In erster Linie bietet der CIRQA das übliche Maß an Activity Tracking, d.h. es werden Schritte ermittelt und daraus die zurückgelegte Distanz und der Kalorienverbrauch berechnet.
Nachts ermittelt der CIRQA die Schlafdauer, die Schlafphasen und die Atemfrequenz, kann aber auch tagsüber Nickerchen erkennen und preist die kleinen Erholungsphasen in die Metrik „Body Battery“ ein, die beschreiben soll mit wie viel Energie man in den Tag gestartet ist und wieviel davon zu jedem Zeitpunkt noch vorhanden ist.
Auch als smarter Wecker soll das Armband herhalten können.
Dank des PPG-Sensors werden zahlreiche Metriken rund um den Herzschlag ermittelt, u.a.
- Herzfrequenz-/variabilität
- Ruhepuls
- Warnung bei zu hoher / niedriger Herzfrequenz
- SpO2 (fortlaufend / nachts)
Das ermöglicht auch das Stressniveau über den Tag zu ermitteln.
Einen GPS-Chip zur Standortbestimmung besitzt das Wearable nicht, kann aber auf das GPS-Signal eines gekoppelten Smartphones zurückgreifen.
Sportliche Aktivitäten erkennt und zeichnet das CIRQA auf seinem 128 MByte großen Speicher automatisch auf und kann währenddessen die Herzfrequenz per ANT+ an umliegende Geräte (z.B. im Sportstudio) verteilen.
Aus den Daten werden u.a. das Fitnessalter, der Training Status und die Trainingsbelastung ermittelt. Alles Funktionen, die von Garmin bereits bekannt sind, deren Daten man sich aber mangels Display ausschließlich in der App anschauen kann.
Für Frauen dürfte das Zyklustracking in der App den Alltag unterstützen, die Messung der Hauttemperatur dafür ergänzende Werte liefern.
Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, profitieren vom Rollstuhl-Modus.
Wird das CIRQA ergänzend zu einer Sportuhr von Garmin getragen, stehen die zusammengeführten Daten dank Garmin TrueUp auf allen Geräten zur Verfügung.
Garmin CIRQA – Eine Zeitreise
Schauen wir einmal auf die Abfolge der Ereignisse, aber auch auf ein paar ganz neue Informationen:
- Januar 2026
Auf Garmins eigener Webseite wird ein bis dato unbekanntes Produkt mit dem Namen CIRQA gelistet, das einem aufmerksamen Reddit-Nutzer nicht entgangen ist. Noch bevor Garmin sowohl die Listung als auch die Indexierung in den verschiedenen Suchmaschinen bereinigen kann, schießen die Spekulationen ins Kraut. Es kehrt jedoch recht schnell wieder Stille ein.
- April 2026
Garmin lässt den Namen CIRQA beim offiziellen Patent- und Markenamt der USA im Februar 2026 schützen. Veröffentlicht wird der Eintrag erst im April 2026. Er beschreibt Sensoren zur Messung von Daten betreffend Physiologie und Vitalität. Gleichzeitig werden aber auch Messungen zur Erholung von körperlichem und emotionalem Stress genannt.
- Mai 2026
Ein ukrainischer Online-Shop listet zum ersten Mal den Garmin CIRQA. Auch aufgrund der wenigen handfesten Meldungen springen News-Webseiten und Blogs darauf an. Das Produktbild und die Preise sind ausgedacht. Wer den Wahrheitsgehalt einordnen möchte, schaut einfach auf die bereits gelistete Fenix 9. Zudem ist der kolportierte Preis von über 400 Euro jenseits dessen, was sich selbst Garmin leisten kann.
- Juli 2026
Auch in Kanada und dem Vereinigten Königreich lässt sich Garmin den Namen schützen. Die Anträge datieren auf Mitte Juni, an die Öffentlichkeit gelangen die Informationen jedoch erst im Juli.
Wenige Tage später machen Gerüchte die Runde, in der Garmin Connect App habe sich das Produkt bereits gezeigt. Schnell teilen sich die Lager in Optimisten und Zweifler. Auch hier hat wieder generative KI für entsprechende Meldungen gesorgt. Und auch hier sagte der gesunde Menschenverstand: Das sind keine Bilder eines Wearables aus dem Jahr 2026 – eher aus dem Jahr 2014.
Die jüngste Meldung liefert erneut ein Reddit-Nutzer, der sich mit der im Januar geleakten Produktnummer auf die Suche nach Informationen auf Garmins eigenen Servern gemacht hat. Außer dem offiziellen Preis von 199 € ist dabei aber wenig Neues herausgekommen.
Was ist über den Garmin CIRQA bekannt?
Das CIRQA genannte Wearable ist ein displayloser Fitness-Tracker – der erste in Garmins Portfolio – und damit in bester Gesellschaft von
- Amazfit Helio Strap
- Fitbit Air
- Polar Loop
- Whoop
Dass Garmin der Konkurrenz zeitlich hinterherläuft, hat Seltenheitswert. Vor allem der Helio Strap (Testbericht) von Amazfit hat deutlich gemacht, welches Potenzial in einem solchen Gerät schlummert und wie groß der Markt für ein Produkt ist, das im Alltag wenig ablenkt, durchaus erschwinglich ist und nicht mit den teuren Sportuhren konkurrieren muss, um gut zu sein.
Zwei Größen und vier Farben
Die geleakten Informationen auf Garmins Webseite haben bereits offenbart, dass Garmin das Armband in den Größen
- S/M (120–200 mm Umfang)
- L/XL (145–240 mm Umfang)
sowie in den Farben Schwarz und French Grey anbieten wird.
Offizielle Bilder des CIRQA, die mich mittlerweile erreicht haben, zeigen das Armband auch in Mitternachtsblau und einem dunklen Pastell-Rosé. Das aus Kunststoff bestehende Gehäuse des CIRQA ist in jeder Variante schwarz. Viel bekommt man davon im Alltag aber wohl nicht zu sehen, da das Armband komplett über die Front des Gehäuses geführt wird.
Seht es mir nach, hier weder die Quelle zu benennen, noch die Bilder hier zu veröffentlichen bevor es Garmin selbst getan hat.
Update: Duplizität der Ereignisse – mittlerweile sind die Bilder auf Reddit und garminrumors.com öffentlich.
Textiles, wechselbares Armband mit Klettverschluss
Das textile Armband ist im Aufbau dem Helio Strap sehr ähnlich, besteht aus einem 24 mm breiten Strang und kann durch eine farblich passende Öse in der Länge verstellt und anschließend per Klettverschluss geschlossen werden. Dank kleiner Federstege lässt sich das Armband von der Sensoreinheit lösen und wechseln.
Der auf der Innenseite angebrachte Aufdruck „Wrist“ lässt darauf schließen, dass Garmin auch Bänder bereithält, die die Befestigung am Oberarm erlauben.
Kein präsenter Garmin-Schriftzug
Weil der Aufschrei bei Veröffentlichung der KI-Bilder hinsichtlich des präsenten Garmin-Schriftzugs doch recht groß war, kommt hier die Entwarnung: Das Armband selbst trägt den Garmin-Schriftzug nur ganz klein und eingeprägt am Ende des Armbands sowie seitlich, schwarz auf schwarz, in das Gehäuse geprägt.
Elevate-V4-Sensor
Ein Blick auf die Rückseite des CIRQA überrascht, denn dort befindet sich ein Sensor, der mit seinen zwei LEDs und der rautenförmigen Anordnung der Dioden doch deutlich an die vierte Generation des von Garmin Elevate getauften PPG-Sensors erinnert.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass Garmin dem betagten Sensor noch ein paar Verbesserungen hat zuteilwerden lassen. Elektroden zur Messung der elektrodermalen Aktivität sind auf den Bildern nicht erkennbar. Es wird aber nicht die einzige Möglichkeit sein, auf emotionalen Stress zu schließen.
Ein-Knopf-Bedienung & LED
Überraschend ist auch der in Wellenform gestaltete Knopf auf der rechten Gehäuseseite – Amazfit, Whoop und Fitbit kommen ohne einen solchen aus. Bis zur offiziellen Pressemitteilung bleibt dessen Funktion jedoch unklar. Nicht eindeutig zuordnen lässt sich aktuell eine kleine kreisförmige Stelle auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite. Im einfachsten Fall wird es eine kleine verbaute Status-LED sein, die z.B. den Ladestand des Akkus anzeigen kann.
4-poliges Ladekabel
Neben den kleinen Überraschungen sorgt der 4-polige Ladeanschluss schon fast für ein wenig Heimeligkeit.
Preise und Verfügbarkeit
Mit den am Wochenende veröffentlichten Informationen steht der offizielle Preis von 199 € bereits fest. Damit ist das Produkt von Garmin doppelt so teuer wie der Helio Strap von Amazfit und der Fitbit Air, liegt aber auf dem Anschaffungspreis des Whoop, der jedoch hohe Folgekosten mit sich bringt. Wie viele Metriken und Funktionen des CIRQA Garmin hinter seinem Abo-Modell verstecken wird, bleibt abzuwarten.
Apropos warten: Das Warten auf den CIRQA dürfte sich auf wenige Tage beschränken, denn auch ohne offizielle Termine und halboffizielle Veröffentlichungen von Online-Shops sind die vermehrten Aktivitäten ein deutliches Indiz dafür, dass der Launch des CIRQA unmittelbar bevorsteht. Am wahrscheinlichsten ist die Veröffentlichung in den kommenden Tagen.




