Fitness Tracker Test

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Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2018

Fitbit Versa – Fitness-Smartwatch mit Female Health Tracking

Fitbit Versa (Quelle: Fitbit)

Fitbit Versa (Quelle: Fitbit)

Fitbit macht Ernst – mit der heute angekündigten Fitbit Versa bringt das US-amerikanische Unternehmen eine Fitness-Smartwatch auf den Markt, die vergleichsweise wenig sportliche Neuerungen bietet, dafür aber in Richtung Gesundheit vorstößt.

Bereits vor zwei Wochen geisterten die ersten Produktfotos der Fitbit Versa durch das Netz. Allerdings wurde gemutmaßt, dass es sich um die Blaze 2 handelt – ein völlig neues Modell hatten die Wenigsten auf dem Schirm. Grund genug einmal genau hinzuschauen, was das neue Modell verspricht.

Fitbit Versa – Inoffizieller Nachfolger der Fitbit Blaze

Die Fitbit Versa ist ein smarter Fitness-Tracker oder eine sportliche Smartwatch mit Farb-Touchdisplay. Ob nun Smartwatch oder Fitnessarmand, die Versa kommt mit einer ganzen Reihe von Funktionen, die man bereits von der Fitbit Blaze bzw. dem aktuellen Top-Modell Ionic kennt. Dazu gehören:

  • Optische HF-Messung mit PurePulse
  • Cardio-Fitnessniveau
  • Schwimm-Tracking
  • Gesundsheits-Tracking für Frauen
  • Geführte Atemübungen
  • Speicherung und Wiedergabe von Musik
  • Import von Deezer-Playlisten
  • Kontaktloses Zahlen mit NFC
  • Apps & Ziffernblätter

Schaut man sich die Funktionen der Fitbit Versa genauer an, wird man das Gefühl nicht los, dass es sich eben doch um den inoffiziellen Nachfolger der Fitbit Blaze handelt. Dafür spricht nicht nur der sehr ähnliche Funktionsumfang, sondern auch der Umstand, dass mit dem heutigen Tag die Fitbit Blaze nicht mehr als Produkt auf der Webseite des Herstellers geführt und auch in dessen Online-Shop nicht mehr erhältlich ist.

Fitbit Versa (Quelle: Fitbit)

Fitbit Versa (Quelle: Fitbit)

Abgrenzung zwischen Blaze und Ionic

Verglichen mit der Blaze stechen das Schwimm-Tracking, die Speicherung und Wiedergabe von Musik, das Gesundheits-Tracking für Frauen und der Zugriff auf beliebige Apps aus der Apps Gallery hervor.

Das Schwimm-Tracking verdankt die Versa der generellen Wasserdichtigkeit aktueller Modelle von Fitbit, die versprechen bis zu 50m wasserdicht zu sein. Die Lösung zur Speicherung und Wiedergabe von Musik dürfte der der Fitbit Ionic gleichen und die Speicherung von bis zu 300 Songs ermöglichen. Die Wiedergabe erfolgt über per Bluetooth gekoppelte Kopfhörer oder Lautsprecher.

Versa ohne integrierten GPS-Empfänger

Nach oben grenzt sich die Fitbit Versa durch den fehlenden GPS-Empfänger zur Ionic ab. Wie von der Charge 2 und der Blaze wird die Versa mittels „Connected GPS“ nur auf die GPS-Daten eines gekoppelten Smartphone zugreifen können.

Für Sportler ist das sicherlich eine kleine Enttäuschung. Doch auch mancher App-Hersteller wird sich über die mangelnde Unterstützung ärgern.

Quadratisch mit hellem, hochauflösendes Display

Die Formsprache der Versa ist deutlich runder geworden. Zwar hat auch die Versa noch die markanten Linien, die seit der Charge 2 Einzug gehalten haben, das Gesamterscheinungsbild ist jedoch nicht mehr ganz so kantig. Das dürfte vorallem jene ansprechen, die sich am sehr eigenwilligen Design der Ionic gestoßen haben.

Fitbit Versa (Quelle: Fitbit)

Fitbit Versa (Quelle: Fitbit)

Das Display der Versa löst mit 300×300 Pixeln auf. Bei einer Größe von 24x24mm ergibt sich eine Pixeldichte von 318 PPI. Damit stehen der Versa nicht nur mehr Pixel, sondern auch eine höhere Pixeldichte im Vergleich zur Ionic (302 PPI) zur Verfügung.

Die maximale Helligkeit von 1.000 Nits bleibt auch dem Display der Versa erhalten. Der verbaute Akku reicht aus, um die Versa für 4+ Tage mit Strom zu versorgen. Und geht die Kapazität doch einmal zur Neige, soll sich die Versa innerhalb von zwei Stunden wieder aufladen lassen.

Fitbit OS 2.0

Von der Ionic erbt die Versa auch die Möglichkeit beliebige Apps von Drittanbietern auf der Fitness-Smartwatch zu installieren und auszuführen. Die Grundlage dafür bietet Fitbit OS 2.0 – das Betriebssystem, das mit Marktstart sowohl für die Versa, als auch für die Ionic verfügbar sein wird.

Welche Neuerungen die Version 2.0 im Detail bieten wird, ist abschließend nicht geklärt. Bereits angekündigt ist, ein Simulator als Teil des SDK (Software Development Kit), der die App-Entwicklung auch ohne den Besitz von entsprechender Hardware ermöglichen soll.

Bereits für die Ionic entwickelte Apps sollen sich leicht auf die Fitbit Versa portieren lassen. Entsprechende Leitfäden sind schon heute verfügbar.

Der femininen Käuferschicht zugewandt

Ganz offensichtlich versucht Fitbit aber Frauen als Käuferschicht für die Versa zu gewinnen, nachdem die Fitbit Ionic aufgrund von Form und Größe doch eher der männlichen Käuferschicht zugesprochen wurde. Drei Aspekte machen unterstreichen dieses Vorhaben deutlich: Das bereits angesprochene Design, das Female Health Tracking und die Vielfalt an Individualisierbarkeit zur Markteinführung.

Female Health Tracking

Das größte Augenmerk gehört wohl dem Female Health Tracking, welches Fitbit der Versa spendiert hat. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit Daten zum weiblichen Zyklus zu erfassen, zu sichten und Aussagen für die Zukunft daraus abzuleiten.

Zu den erfassten Daten zählen:

  • Stärke der Blutungen
  • Viskosität des Zervixschleims
  • Krämpfe
  • Kopfschmerzen
  • Spannungsgefühl der Brust
  • Akne
  • Unwohlsein

Was indes das Angebot von Fitbit von den vielen guten Smartphone-Apps anderer Anbieter unterscheidet, ist bislang nicht klar. Ebenfalls nicht erkennbar ist, ob die Erfassung der Werte durch eine App auf der Versa selbst unterstützt wird oder die Eingabe alleinig über die App von Fitbit erfolgt.

Absehbar ist aber, dass Fitbit die Menge der erhobenen Daten auswerten wird und auf Mittelfrist vergleichende Einblicke in den eigenen Zyklus anbieten wird.

Individualisierbarkeit

Bereits mit der Ankündigung der Versa stehen Produktvarianten in zahlreichen Farben in den Startlöchern. Die Fitbit Versa wird mit einem klassischen Armband in den Farben Peach, Grau, Schwarz, Grün und Weiß erhältlich sein. Die hochwertigeren Lederarmbänder erscheinen in den Farben Cognac, Mitternachtsblau, Lavendel und klassischem Leder mit abgesetzten Nähten. Armbänder aus rostfreiem Edelstahl in Schwarz oder Silber runden das Angebot ab.

Und wem das noch nicht reicht, der findet in den beiden Special-Edition-Varianten in Lavendel/Rosé Gold und Charcoal/Graphit das besondere Maß an Individualität.

Verfügbarkeit und Preise

Die Fitbit Versa ist seit April 2018 im Handel erhältlich. Das klassische Modell in den Farben Schwarz/Schwarz, Grau/Silber und Peach/Roségold wird für eine UVP von 199,95 EUR erhältlich sein, während für die Special Edition für 229,95 EUR aufgerufen wird. Weitere Armbänder und Accessoires sind ab 29,95 EUR erhätlich.

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