Fitness Tracker Test

Fitness-Tracker, Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2017

Garmin vivosmart 3 – Fitnessarmband mit Kampfansage an Fitbit

Garmin vivosmart 3 (Quelle: Garmin)

Garmin vivosmart 3 (Quelle: Garmin)

Leichter, schlanker und mit mehr Funktionen für den urbanen Alltag – das verspricht das Fitnessarmband vivosmart 3, das heute von Garmin vorgestellt wurde. Für den Osterkorb kommt das neue Fitnessarmband ein wenig zu spät, aber in weiten Teilen Deutschlands lässt ein freundliches Wetter für Outdoor-Aktivitäten noch auf sich warten.

Das vivosmart 3 ist eine Weiterentwicklung des vivosmart HR bzw. des vivosmart HR+ – beides Modelle, die vor rund einem Jahr das Licht der Welt erblickt haben. Mit seinen nur 21 Gramm ist das Fitnessarmband nicht nur rund 30 Prozent leichter als der Vorgänger, es ist auch deutlich dünner und weiß sein Leichtgewicht optisch in Szene zu setzen. Mit der Mischung aus sportlichem Wearable und stylischem Accessoire trifft Garmin den zeitgemäßen Modetrend Athleisure.

Garmin vivosmart 3 (Quelle: Garmin)

Garmin vivosmart 3 (Quelle: Garmin)

Das schlankere Design hat auch Auswirkungen auf die Größe und Kapazität des Akkus. Um vergleichsweise gleiche Laufzeiten zu ermöglichen, muss Strom gespart werden und so schaltet das kleine OLED-Display sich nun selbständig aus, wenn es vermeintlich nicht genutzt wird und wird wieder aktiviert, wenn das Handgelenk zum Ablesen Richtung Gesicht gedreht wird.

vivosmart 3 mit verbesserter Technik zur Herzfrequenzmessung

Neben Schrittzählung, Berechnung des Kalorienverbrauchs, der zurückgelegten Distanz und der Überwachung des Schlafs erkennt das vivosmart 3 auch die Anzahl der gestiegenen Etagen und greift dabei auf den verbauten barometrischen Höhenmesser zurück. Der verbesserte optische Sensor ermittelt die Herzfrequenz deutlich häufiger, als das noch beim vivosmart HR der Fall war und schaltet sich nur dann aus, wenn das Armband abgelegt und absolut keine Bewegung mehr erkannt wird.

Garmin vivosmart 3 (Quelle: Garmin)

Garmin vivosmart 3 (Quelle: Garmin)

Stress-Level, Atemübungen und VO2max

Der gleiche Sensor zur Herzfrequenzmessung ist es auch, der der vivosmart 3 die neuen Funktionen zur Messung des Stresslevels und des VO2max Fitness-Wertes ermöglicht. Der Stresslevel wird fortlaufend anhand der Herzfrequenzvariabilität auf einer Skala von 0-100 bestimmt und in eine von sieben Stufen eingeordnet. Über Garmin Connect lässt sich der Verlauf über den Tag begutachten. Für die Suche nach stressigen und erholsamen Situationen ein geeignetes Werkzeug.

Passend zur Messung des Stresslevels sind die geführten Atemübungen, die für einen Moment der Ruhe und des Insichkehrens sorgen sollen. Eine ganz ähnliche Funktion, die Fitbit bereits im letzen Jahr mit der Charge 2 angeboten hat und die heute auch auf der Fitbit Blaze und perspektivisch auf der Alta HR zu finden ist.

Tendenziell eher dem Sport zugewandt ist die Berechnung der kardiovaskulären Fitness VO2max, die ebenfalls auf den Werten der Herzfrequenzmessung basiert. Der ermittelte Wert versucht das sportliche Niveau des Trägers auf eine einzige Zahl herunterzubrechen und erlaubt die Vergleichbarkeit in einer demografisch ähnlichen Gruppe.

Zahlreiche Sportuhren von Garmin bieten diese Funktion schon seit längerem an. Nachdem Fitbit VO2max in die mittelpreisigen Fitnessarmbänder Charge 2 und Blaze platziert hat, zieht Garmin mit dem vivosmart 3 gewissermaßen nach.

Verbesserungen im Detail

Beim Krafttraining können Nutzer künftig auf die Funktion zum Zählen von Sätzen, Wiederholungen und Ruhepausen zurückgreifen. Beinahe unspektakulär wirken da die Stoppuhr und der Timer, den die vivosmart 3 jetzt ebenfalls anbietet.

Verbesserungen bei der automatischen Erkennung von Aktivitäten soll Move IQ 2.0 bringen. Damit soll das Armband automatisch bewegungsintensive Aktivitäten, wie Laufen, Schwimmen und Radfahren automatisch erkennen. Ein Versprechen, das mit der ersten Generation von Move IQ nicht immer zufriedenstellend funktionierte. Damit künftig der Sprint zum Bus nicht als Laufrunde gezählt wird, lässt sich einstellen, nach wie viel Minuten (2, 5 oder 10) eine Aktivität registriert werden soll.

Das Fehlen eines GPS-Empfängers muss wohl dem schlanken Design angelastet werden. Ob Garmin – ähnlich wie bei der vivosmart HR+ – kurzfristig eine Variante mit GPS anbietet steht noch in den Sternen.

Neben den großen Neuerungen spendiert Garmin dem vivosmart 3 noch eine Stoppuhr bzw. einen Timer und eine Funktion zum Aufzeichnen von Sätzen und Wiederholungen im Sportstudio.

In Summe präsentiert sich das vivosmart 3 eher als evolutionäre Weiterententwicklung des vivosmart HR. Die Änderungen und Ergänzungen sind klein und überschaubar, aber dennoch sinnvoll und gewinnbringend. Mit dem vivosmart 3 dürfte Garmin jetzt ein Produkt im Portfolio haben, dass ernsthaft mit der Fitbit Charge 2 bzw. der Alta HR konkurrieren kann.

Das Fitnessarmband soll den Handel in Q2/17 für einen Preis von 149,99 EUR (UVP) und in drei unterschiedlichen Farben erreichen.

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