Fitness Tracker Test

Fitness-Tracker, Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2017

Garmin vivosport

Garmin vivosport (Quelle: Garmin)

Garmin vivosport (Quelle: Garmin)

Auch wenn der vivoactive 3 sicherlich die größte Aufmerksamkeit zuteil geworden ist, so hat Garmin kurz vor der IFA 2017 mit dem vivosport ein nicht minder interessantes Produkt vorgestellt, das die Nachfolge des vivosmart HR+ antritt.

Das vivosport ist ein kleines Fitnessarmband mit dem Garmin vor allem Freizeitsportler ansprechen möchte, denen GPS für die Vermessung der eigenen Leistung wichtig ist, die jedoch ohne die komplexeren Funktionen und der überwältigenden Datenmenge der Forerunner-Serie auskommen können.

Inoffizielle Nachfolge des vivosmart HR+

Damit beendet Garmin den Ausflug in die GPS-Welt innerhalb der vivosmart-Serie. Künftig werden die vivosmart-Modelle der Fitness und gesunden Lebensführung im Alltag zugewandt sein. Die vivosport-Serie stellt den Einstieg in den Sport dar, ohne den Fitnessaspekt zu vernachlässigen. Die vivoactive-Serie eignet sich aufgrund der Funktionsumfang am ehesten für den ambitionierten Freizeitsportler, während Forerunner- und Fenix-Serie die Leistungsklasse nach oben abrunden.

Für ein Fitness Tracker mit GPS-Empfänger und optischer Pulsmessung ist das vivosport erstaunlich klein. Mit gerade einmal 25 Gramm ist es zudem sehr leicht. Im Alltag dürfte es damit nicht groß auffallen und beim Sport spielen Größe, Gewicht und Optik eher eine untergeordnete Rolle.

Garmin vivosport (Schwarz-Rot)

Garmin vivosport (Quelle: Garmin)

Vom Aussehen her ähnelt es stark dem vivosmart 3, auch wenn das vivosport mit einem andersfarbigen Innenband daherkommt. Damit sieht es ein bisschen fröhlicher und sportlicher aus, als das vivosmart 3. Zur Markteinführung wird das Armband in den Farben Schwarz-Grau, Schwarz-Rot und Schwarz-Grün und in den Größen S/M und L angeboten.

vivosport mit kleinem Chroma-Farbdisplay

Das Display des vivosport ist nicht ganz so gut versteckt, wie beim neuesten Modell aus der vivosmart-Serie der Fall ist. Kann es auch gar nicht, denn Garmin hat im vivosport ein farbiges, transflektives Display verbaut.

Weil transflektive Displays nicht von alleine leuchten, sondern einen Teil der Umgebungslichtes reflektieren und so Farben und Formen aufs Display zaubern, eignen sie sich besonders im Einsatz bei Tageslicht. Selbst bei direktem Sonnenlicht bleibt das Display ablesbar. Mehr noch: Je mehr Licht auf das Display fällt, desto höher fallen die Kontraste aus.

Bei einer Auflösung von 72 x 144 Pixeln sind keine Wunder zu erwarten und dennoch hinterließ das Display bei seiner Vorstellung auf der IFA einen guten Eindruck. Für die Anzeige des Basisdaten reicht das kleine Display aus, bei Benachrichtigungen vom Smartphone wird es schon arg eng.

Für die Darstellung im Dunkeln muss das vivosport auf die eingebaute Hintergrundbeleuchtung zurückgreifen, andernfalls ist nichts zu erkennen.

Funktionsumfang des vivosport

Ergänzend zum GPS-Empfänger bedient sich das vivosport beim vivosmart 3 und erbt dessen gesamten Funktionsumfang:

  • GPS-Empfänger
  • optische Herzfrequenz-Messung am Handgelenk
  • Sport-Apps für Laufen, Radfahren Kraft- und Wiederholungstraining
  • Fitness-Level mittels VO2max und Fitnessalter
  • Stress-Level
  • Geführte Atemübungen
  • Smart Notifications (Benachrichtigungen vom Smartphone)
  • Musiksteuerung
  • Schritte, Distanz, Kalorienverbrauch
  • Schlafanalyse
  • Stockwerke

Im Normalbetrieb hält der kleine Akku etwa 7 Tage durch. Wird GPS aktiviert, sinkt die Laufzeit auf 8 Stunden – weiterhin ein guter Wert. Und was bei Garmin selbst bei kleinen Modellen zum hohen Qualitätsanspruch gehört, ist natürlich auch der vivosport zu eigen: Wasserdichtigkeit bis 5 ATM.

Fazit

Hat es das vivosmart 3 geschafft, dem Fitbit Charge 2 auf Augenhöhe zu begegnen, so scheint das Garmin vivosport deutlich am Charge 2 vorbeizuziehen. Wer vor der Entscheidung Garmin vivosmart 3 oder Fitbit Charge 2 stand, der kann jetzt beruhigt zur vivosport greifen. Alleinig der Preis von 199,99 EUR (UVP) dürfte die Entscheidung ein wenig schwerer machen. Zum Glück sind es noch ein paar Tage, bis das vivosport Mitte September im Handel erhältlich sein soll.


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