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Shokz OpenRun Pro im Test – Ausdauernder und schneller bei Kräften

Mit dem OpenRun Pro hat Shokz ein neues Premium-Modell seiner Sport-Kopfhörer vorgestellt. Das besondere an den Kopfhörern ist die Übertragung von Tönen per Knochenschall (Bone Conduction). Das klingt erstmal ungewöhnlich, bringt aber viele Vorteile. Welche das sind, habe ich mir im Test für euch angeschaut und natürlich angehört.

Shokz OpenRun Pro

Shokz OpenRun Pro

Shokz OpenRun Pro im Überblick

Bei den Shokz OpenRun Pro handelt es sich um den Nachfolger der Aftershokz Aeropex (Testbericht). Das besondere an den Kopfhörern ist das Prinzip der Schallübertragung, denn die Kopfhörer von Shokz übertragen Töne nicht über die Luft, sondern leiten die Schwingungen über sogenannte Transducer vor den Ohren auf die Wangenknoch. Dadurch bleiben die Ohren für Umgebungsgeräusche offen.

 OpenRunOpenRun ProAeropex
Gewicht26 g29 g26 g
Bluetooth5.15.15.0
WasserfestIP 65IP 55IP 65
Akkulaufzeit8 h10 h8 h
Ladezeit1,5 h1 h2 h
Quick Charge++-
Preis (UVP)139,99 €189,99 €139,99 €

Aktuell kann zwischen den Farben Schwarz und Blau gewählt werden. Die Varianten in Beige und Rosa sollen in Kürze verfügbar sein.

Aus Aftershokz wird Shokz

Shokz – noch nie gehört? Das mag daran liegen, dass das chinesische Unternehmen noch vor wenigen Monaten unter dem Namen Aftershokz firmierte. Unter dem einfacheren und einprägsameren Namen soll hierzulande die Bekanntheit steigen, die weit hinter den großen Marken liegt.

Zu Unrecht, denn Shokz bietet seit nunmehr 10 Jahren innovative Open-Ear-Kopfhörer, deren technologischer Ansatz vor allem beim Sport zu überzeugen weiß.

Unboxing und erster Eindruck

Shokz vertreibt den OpenRun Pro in einer ca. 14 x 17 x 7 cm großen Verpackung. Auf der Vorder- und Rückseite sind die Kopfhörer abgebildet. Zusätzlich finden sich ein paar Leistungsbeschreibungen auf der Rückseite:

  • 2-Jahre-Garantie
  • Open-Ear-Design
  • Turbopitch-Technologie
  • Dual Noise-Cancelling Mic
  • Titanium Frame
  • IP55 wasserfest
  • 10 Stunden Akkulaufzeit
  • Quick Charge

Weil der erste Blick den Kopfhörern gelten soll, gehe ich auf die einzelnen Punkte erst später ein.

Nylon-Case zur Aufbewahrung

Nylon-Case zur Aufbewahrung

Der Blick in die Verpackung weiß zu gefallen, denn dort präsentiert sich zunächst ein neues Case mit Reisverschluss zur Aufbewahrung. Darin enthalten sind die Kopfhörer und das USB-Ladekabel.

Insgesamt befinden sich in der Verpackung:

  • OpenRun Pro Open-Ear-Kopfhörer
  • Case zur Aufbewahrung
  • USB-Ladekabel
  • Schnellstart-Anleitung
  • Garantie- / Sicherheitshinweise

Das Case ist zwar ein bisschen größer, wird aber dem Anspruch und der Leistung der Kopfhörer eher gerecht, als das Pendant des Vorgängermodells. Kein Vergleich zu der etwas speckig anmutenden Silikontasche der Aftershokz Aeropex.

OpenRun Pro und Ladekabel sicher verstaut

OpenRun Pro und Ladekabel sicher verstaut

Das USB-Ladekabel verfügt kopfhörerseitig über einen proprietären Anschluss, der per Magnet an Ort und Stelle gehalten wird. Weil der Magnet zu einem der kräftigeren Vertreter gehört, bleibt das Ladekabel am Kopfhörer hängen, auch wenn dieser einmal bewegt wird.

Ein zweites Ladekabel, wie es noch bei den Aftershokz Aeropex zu finden war, sucht man bei den OpenRun Pro vergeblich. Glücklich schätzen kann sich wer noch die Kabel der Aeropex übrig hat, denn beide Modelle nutzen den gleichen Anschluss.

Schnellstart-Anleitung / Sicherheits- und Garantie-Informationen

Schnellstart-Anleitung / Sicherheits- und Garantie-Informationen

Optisch orientiert sich der OpenRun Pro stark am Aeropex. Die Transducer haben ein bisschen mehr an Fläche gewonnen, sind gleichzeitig aber weniger tief. Die beiden Element, die hinter den Ohren Platz finden sind dafür ein bisschen kleiner geworden.

Insgesamt muss man schon genau hinschauen, in welchen Bereichen sich die Kopfhörer weiterentwickelt haben.

An der Verarbeitung der Kopfhörer selbst gibt es überhaupt nichts auszusetzen: Abgesehen von den Transducern ist der gesamte Kopfhörer mit einer griffigen Silikonschicht überzogen. Das sorgt nicht nur für Sicherheit in der Handhabung, wenn die Hände einmal schweißnass sind, es erlaubt auch das leichte Reinigen mit einem feuchten Lappen.

OpenRun Pro im Details

Beim Test von Kopfhörern steht man immer vor der Herausforderung das Produkt gegen etwas so subjektives wie das Hören und die tonalen Vorlieben eines Jeden antreten zu lassen. Das kann nur scheitern und deshalb versuche ich es mal auf der nüchternen, sachlichen Ebene.

Bedienung mit 2+1 Knöpfen

Der OpenRun Pro verfügt ähnlich wie sein Vorgänger über 3 Knöpfe, wobei sich zwei davon am rechten Element (hinter dem Ohr) befinden, der andere Knopf am linken Transducer. Der räumlichen Trennung folgt auch die Trennung der Aufgaben, die die Buttons wahrnehmen.

OpenRun Pro und Ladekabel sicher verstaut

OpenRun Pro und Ladekabel sicher verstaut

Das Button-Paar auf der rechten Seite vereint folgende Funktionen auf sich:

  • Ein- / Ausschalten
  • Pairing-Modus aktivieren
  • Multi-Pairing deaktivieren
  • Lautstärkeregelung
  • EQ-Einstellungen ändern (während Musikwiedergabe)
  • Akkustand prüfen

Die Möglichkeit das Mikrofon während eines Telefonats stummzuschalten scheint es nicht mehr zu geben. Vorteilhaft ist jedoch, dass Shokz die Buttons deutlich größer dimensioniert hat, denn die Bedienung fällt dadurch ein gutes Stück leichter als bei den Aeropex.

Multi-Funktions-Button am linken Transducer

Multi-Funktions-Button am linken Transducer

Über den Button am linken Transducer können folgende Funktionen aufgerufen werden

  • Musik starten / pausieren
  • Zum nächsten Track springen
  • Anruf annehmen / ablehnen / auflegen
  • Digitalen Assistenten aktivieren (Smartphone)

Hinsichtlich des Bedienungskonzepts hat sich folglich wenig getan. Brauchte es eigentlich auch nicht, denn die wesentlichen Funktionen sind schnell erlernt.

Nicht so häufig genutzte Funktionen, wie z.B. der Wechsel der EQ-Einstellungen oder das De-/Aktivieren des Multi-Pairings, brauchen zwar ein bisschen mehr Übung werden eben aber auch deutlich seltener gebraucht.

Soundqualität

Der verwendeten Bone-Conduction-Technologie ist geschuldet, dass man den OpenRun Pro nicht mit „normalen“ Kopfhörern vergleichen kann. Zu unterschiedlich sind schlichtweg die Ansätze und auch wenn auf dem Papier ein Frequenzgang von 20 Hz – 20 kHz genannt ist, fehlt es den OpenRun Pro am oberen und unteren Ende des Frequenzbereichs an Kraft und Durchsetzungsvermögen.

Das Klangbild der Kopfhörer ist daher deutlich mittenbetont. Der 9. Generation seiner „Turbopitch“ genannten Bone-Conduction-Technologie hat Shokz jedoch zusätzliche Bassverstärker spendiert, die im direkten Vergleich mit den Aftershokz Aeropex für vollere Akkustik sorgen. Abgrundtiefe Bässe und brillierende Höhen kann OpenRun Pro bauartbedingt nicht entlocken.

Gemessen daran, wie der OpenRun Pro die Musik in den Kopf zaubern, finde ich dessen Leistung mehr als überzeugend. Die Kopfhörer sorgen für Kurzweil und Sicherheit beim Sport – das in Kombination können die wenigsten Kopfhörer von sich behaupten.

Wem auch immer ich bisher die Kopfhörer von Shokz / Aftershokz in die Hand gedrückt habe, hat deren Leistung mit einem breiten Grinsen quittiert. Und mir ist es vor 3 Jahren auf der IFA nicht anders ergangen. Nach vielen Gesprächen liegt das vor allem an zwei Punkten:

  • Art der Schallübertragung

    Wer sich mit dem Prinzip des Knochenschalls bisher nicht auseinandergesetzt hat, kann sich anfangs schwer oder gar nicht vorstellen, dass das überhaupt sinnvoll funktioniert. Das Beispiel der Kartoffelchips, die im eigenen Mund viel lauter knuspern als ein Nebenstehender es wahrnimmt, das ist von vielen noch nachvollziehbar. Dass aber Musik in derart hoher Qualität schlussendlich im Kopf landet, daran zweifeln anfangs doch viele.

  • Wahrnehmung der Umwelt

    Der ersten Überraschung folgt die zweite auf dem Fuße, wenn man die Probanden dann anspricht und sie feststellen, dass man trotz Musik im Kopf wunderbar eine Unterhaltung führen kann. Da reichen selbst Technologien wie „Hear Through“ und Co. nicht ran.

Die Begeisterung für den ersten Punkt schwindet im Allgemeinen recht schnell. Die Begeisterung für den Umstand, dass man Musik oder Podcasts hören kann und dennoch die Umwelt akustisch wahrnehmen kann bleibt.

Die Qualität der OpenRun Pro (und jedes anderen Bone-Conduction-Kopfhörers) muss man vor einem anderen Hintergrund bewerten, als die Qualität „normaler“ Kopfhörer.

Tragekomfort

Mit nur 29g Gewicht ist der OpenRun Pro angenehm leicht. Einmal aufgesetzt, spürt man die Kopfhörer schon nach kurzer Zeit nicht mehr. Auch der Anfang leicht wahrgenommene Druck der Transducer auf die Wangenknochen geht verloren. Ganz ehrlich: Ich kann den OpenRun Pro stundenlang tragen, ohne dass das Tragen unangenehm wird.

Der Bügel aus Titan verläuft hinter dem Kopf und dürfte bei den meisten Menschen ausreichend Platz zum Hinterkopf lassen. Ein wenig Spiel bleibt also und wird der Titan-Bügel bewegt, bewegen sich auch die Transducer ein wenig, bleiben aber immer vor den Ohren sitzen. Unterschiede bei der Klangübertragung gibt es jedoch keine.

Flexibler Bügel aus Titan

Flexibler Bügel aus Titan

Selbst unter die allermeisten Fahrradhelm passen die Kopfhörer ohne Probleme. Nur bei Fahrradhelmen, die im Bereich des Hinterkopfes weiter nach unten ziehen, kann es zu Platzproblemen kommen.

Brillenträger müssen die Bügel der Brille und die der Kopfhörer zwangsläufig arrangieren – ich bin unsicher, inwieweit hier vielleicht der Tragekomfort leidet. Schreibt es gerne in die Kommentare.

Unterm Strich: Die Kopfhörer tragen sich wirklich angenehm. Beim Sport hatte ich nie das Gefühl, dass die Kopfhörer in der Position verrutschen. Alles sitzt sicher am Kopf.

Mit den OpenRun Pro gibt es auch kein Druckgefühl und kein Schwitzen in den Ohren mehr – beides Begleiterscheinungen von isolierenden In-Ear-Kopfhörern, die mich diese max. 1,5 – 2 Stunden aufhaben lassen.

Telefonieren mit den OpenRun Pro

Dank verbauter Mikrofone eignen sich die Kopfhörer auch zum Telefonieren und man muss sagen, dass die Leistung deutlich zugenommen hat. Zwar boten auch die Aeropex Dual-Noise-Cancelling für die Mikrofone an, Shokz scheint die Algorithmen aber besser unter Kontrolle zu haben. Umgebungsgeräusche kommen beim Gegenüber nur noch selten an, die Sprache dafür umso ungetrübter.

Auch hier zeigen sich die Vorteile des Open-Ear-Designs, denn man hört sich beim Sprechen selbst. Wer häufig mit In-Ear-Kopfhörern telefoniert weiß selbst, wie merkwürdig es sich anfühlt, wenn man die eigene Stimme nicht oder nur eingeschränkt hört.

Mit der Multi-Funktionstaste lassen sich Gespräche annehmen, ablehnen und beenden. Auch Zweit-Anrufe lassen sich bedienen – entweder durch Auflegen oder Halten des ersten Gesprächs.

Shokz OpenRun Pro App

Mit den OpenRun Pro bietet Shokz erstmalig eine kostenlose App für Android und iOS an. Ohne Anmeldezwang können die Kopfhörer mit der schlichten, daher aber auch übersichtlichen App verknüpft werden.

Dashboard
Einstellungen
Auswahl EQ-Modus
Erläuterung EQ-Modus

Ganz genau erschließt sich mir der Zweck noch nicht, denn alles was man über die App steuern kann, lässt sich auch über die Buttons realisieren. Es wirkt auf mich ein bisschen, als ob Shokz die App anbieten wollte, weil es nunmal dem Zeitgeist entspricht alles und jedem eine App zu spendieren.

Ich mag meine Meinung ändern, wenn das erste Firmware-Update den Weg über die App auf die Kopfhörer findet und neue Funktionen spendiert. Stand heute kann man auf die App auch verzichten.

Akkulaufzeit

Shokz gibt die Akkulaufzeit bei voller Ladung mit 10 Stunden an. Ich komme während des Tests auf Werte zwischen 9 und 10 Stunden – unterm Strich ein guter Wert. Gut gefällt mir die neue Quick-Charge-Technologie, die bereits nach 5 Minuten Ladezeit für 90 Minuten akkustisches Vergnügen sorgt. Verglichen mit den max. 8 Stunden Akkulaufzeit der Aeropex ein Zugewinn.

Die Zeiten in denen man kurz vor dem Sport festgestellt, dass der Akku leer ist und man auf dem Sofa sitzend wartet, bis wenigstens ein bisschen Kapazität in den Akku geflossen ist, gehören damit weitestgehend der Vergangenheit an.

Mit jedem Einschalten gibt Audrey (die künstliche Stimme der Kopfhörer) Auskunft über den Ladestand. Wem das nicht reicht, wird in der App fündig.

Fazit - Shokz OpenRun Pro Test

Auf dem Papier sehen Aeropex und OpenRun Pro sehr ähnlich aus und ein bisschen hatte ich die Sorge, dass der OpenRun Pro im Rahmen des Rebranding mit nur homöopathischen Veränderungen das Licht der Welt erblickt. Ein Funken Wahrheit wird drin stecken und doch präsentieren die Kopfhörer sich als ganz eigenes Produkt.

Keine Frage, optisch sieht man den OpenRun Pro den Generationssprung nicht an. Dass der OpenRun Pro „nur“ noch wasserfest nach IP55 sind (statt IP65 bei den Aeropex) spielt für die meisten eine untergeordnete Rolle. Auch das fehlende, zweite Ladekabel lässt sich verschmerzen.

Durch die Bassverstärker hat sich die Klangfülle noch einmal verbessert. Deutlich größer fällt der Qualitätssprung bei Telefonaten aus. Hier kann der OpenRun Pro durchweg überzeugen. Keine Frage, geschlossene Kopfhörer sind akustisch in vielen Belangen überlegen und doch ist der OpenRun Pro gerade für Sportler ein ideales Gadget. Kein Kopfhörer bietet im Gesamtpaket mehr für Sicherheit, Tragekomfort und Akustik.

Mir gefallen Konzept und Produkt außerordentlich gut und wer die Kosten von ca. 190 € aufbringen kann, dem lege ich den OpenRun Pro wärmstens ans Herzen.

Shokz OpenRun Pro
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Werbung: Das Produkt wurde mir auf meine Anfrage hin für den Test der/des OpenRun Pro von Shokz kostenlos zur Verfügung gestellt. An die Berichterstattung wurden keine Bedingungen geknüpft. Der Inhalt des Testberichts spiegelt somit vollständig meine eigene, unvoreingenommene Meinung und Erfahrung mit dem Produkt wider.

Warum der Beitrag dennoch als 'Werbung' gekennzeichnet ist, könnt ihr unter Kennzeichnungspflicht nachlesen.

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