Fitness Tracker Test

Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2022

Fitbit Versa 4 – Smartwatch trackt Gesundheit im Alltag und beim Sport

Mit der Versa 4 hat Fitbit eine neue Generation seiner Smartwatch vorgestellt. Fitbit positioniert die Uhr unterhalb der ebenfalls vorgestellten Sense 2, sucht sich aber die gleiche Zielgruppe, denn Versa 4 wie auch Sense 2 richten sich an Menschen, deren Gesundheit im Alltag beginnen und beim Sport ausgebaut werden soll.

Die Versa 4 zeigt eine verblüffende Ähnlichkeit zum Vorgängermodell, ist aber ein wenig dünner und leichter. Der Anschluss für die wechselbaren Armbänder gleicht dem von Sense, Sense 2 und Versa 3 (Testbericht). Hier kann folglich nicht nur auf Eigenbestände, sondern auf zahlreiche Varianten vom Hersteller bzw. Drittanbietern zurückgegriffen werden.

Es gibt jedoch erste Hinweise, dass vor allem die originalen Armbänder problemlos tauschbar sind. Armbänder von anderen Herstellern rasten mitunter nicht mehr ein. Unterschiede im Detail können also nicht ausgeschlossen werden.

Fitbit Versa 4 | Quelle: Fitbit

Fitbit Versa 4 | Quelle: Fitbit

In den Augen vieler dürfte die Rückkehr des physischen Knopfes an der linken Gehäuseseite zu den Highlights gehören. Dieser löst den viel kritisierten, kapazitiven Soft-Button des Vorgängermodells ab.

Auch beim Betriebssystem der Versa 4 hat sich viel getan. Zwar werden sowohl Sense 2 als auch Versa 4 weiterhin von Fitbit OS angetrieben, die Darstellung von Informationen und Grafiken rückt aber näher an das in Wear OS verwendete Material Design heran.

Die Akkulaufzeit beträgt weiterhin bis zu 6 Tage. Dank Schnelllade-Technologie reichen 12 Minuten Laden aus, um die Uhr für einen ganzen Tag mit Energie zu versorgen. Für eine volle Ladung werden rund zwei Stunden benötigt.

Umfangreiche Funktionen zur Vermessung der Gesundheit

Die Versa 4 verfügt genauso wie ihr Vorgänger über zahlreiche Funktionen zum Vermessen des Alltags und der Gesundheit. Dazu zählen:

  • Activity Tracking (Schritte, Strecke, Kalorienverbrauch)
  • Schlaf-Monitoring
  • Messung der Herzfrequenz 24/7
  • Messung der Herzfrequenzvariabilität (HFV)
  • Messung der Blutsauerstoffsättigung (SpO2)
  • Messung der Atemfrequenz
  • Messung der Ruheherzfrequenz

Bei der Herzgesundheit bietet Fitbit darüber hinaus eine besondere Funktion. So prüft die Uhr, ob die Werte außerhalb der üblichen Werte liegen und informiert beim Über- bzw. Unterschreiten der Mittelwerte. Wer eine noch mehr und genauere Gesundheitswerte benötigt, der muss den Blick zur Sense 2 richten.

Zur besseren Einordnung finden sich in der folgenden Übersicht die Unterschiede zum Vorgänger Versa 3 und zur aktuellen Sense 2:

 Fitbit Versa 4Fitbit Versa 3Fitbit Sense 2
EKG--+
Hauttemperatur-Sensor--+
cEDA-Sensor--+
EDA-Scan--+
Telefonie (via Bluetooth) (per Update)- (per Update)
Google Maps (per Update)- (per Update)
Google Wallet (per Update)- (per Update)
Google Assistant-+-

Neue Funktionen am Horizont

Richtig viele neue Funktionen bietet die Versa 4 damit noch nicht, denn die wirklich neuen Features werden zum Marktstart nicht verfügbar sein. Dabei handelt es sich um die Integration von Google Maps und Google Wallet. Ersteres dürfte vor allem für die Navigation am Handgelenk sein. Bislang sind aus den Produktvideos und Pressebildern Hinweise auf eine Turn-By-Turn-Navigation zu entnehmen. Die Anzeige von Kartenmaterial auf dem Gerät lässt sich momentan nicht herleiten. Das wäre am Ende ein Google Maps Lite – die Ankündigung sollte aber abgewartet werden.

Fast noch spannender dürfte die Integration von Google Wallet sein, das neben Kunden- und Bonuskarten auch das Ablegen von Kreditkarten erlaubt. Mit den hinterlegten Kreditkarten kann dann an allen Stellen kontaktlos bezahlt werden, wo bereits heute eine Zahlung mit Google Pay möglich ist. Das konterkariert zwar Fitbit Pay, das aufgrund mangelnder Unterstützung durch die Bankenwelt hierzulange ein trauriges Dasein fristet.

Verdoppelung der Trainingsmodus

Mit 40 unterschiedlichen Trainingsmodus bietet die Versa 4 mehr als doppelt so viele Modus wie ihr Vorgänger. Das klingt auf dem Papier zunächst nach einer Menge und komplettiert das Angebot verfügbarer Sportarten. Allein es ändert wenig am Funktionsumfang, denn die Trainingsmodus dienen alleinig der Dokumentation. Auf die zugrundeliegende Technik und Algorithmik hat die Auswahl der einen oder anderen Sportmodus wenig Einfluss.

Wer sportlich sehr aktiv ist und dabei unterschiedlichsten Sportarten nachgeht, der wird die größere Anzahl an Trainingsmodus als Vorteil empfinden. Bis zu einem Wasserdruck von 5 ATM hält die Versa 4 dicht und kann somit nicht nur beim Duschen, sondern auch beim Schwimmen getragen werden.

Für das Tracking von Streckenverlauf und Tempo kann die Versa 4 auf einen integrierten GPS-Chip zurückgreifen.

Fehlen von smarten Funktionen

Stehen beim Generationswechel normalerweise dem aktuellen Gerät alle Funktionen des Vorgängers zur Verfügung, bricht Fitbit bei der Versa 4 mit dieser Tradition. Beim neuen Modell müssen folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Keine Offline-Playlisten

    Auch wenn die Unterstützung von Streaming-Diensten und Offline-Playlisten nie die Stärke der Versa-Serie war, bietet die Deezer-App auf der Versa 3 noch die Möglichkeit Streaming-Inhalte auf der Uhr zu speichern und via Bluetooth abzuspielen. Auf der Versa 4 fehlt die App und damit die Möglichkeit gänzlich.

  • Keine Musiksteuerung

    Darüberhinaus bestand auf der Versa 3 die Möglichkeit die Musikwiedergabe auf einem gekoppelten Smartphone zu steuern. Diese Möglichkeit findet sich auf der Versa 4 nicht mehr.

  • Kein App Store

    Insgesamt beschneidet Fitbit das App-Ökosystem von Versa 4 und Sense 2. In der Fitbit App Gallery finden sich nur noch herstellereigenen Apps, die aber weitestgehend auf der Uhr vorinstalliert sind. Apps von Drittanbietern sind momentan nicht gelistet. Zudem ist die Auswahl an Watchfaces für Versa 4 und Sense 2 reduziert. Weder die Entwicklung neuer Watchfaces noch neuer oder an die Versa 4 angepasster Apps lässt sich aktuell absehen.

  • Kein WLAN

    Mit dem Wegfall der App-Entwicklung und der Übertragung von Musikinhalten deaktiviert Fitbit die WLAN-Funktion auf dem kombinierten Bluetooth-WLAN-Chip. Technisch wären somit zwar die Voraussetzungen für WLAN vorhanden, vom Nutzer aktuell aber nicht zu aktivieren. Abzuwarten bleibt, inwiefern sich Firmware-Updates verlängern, die künftig über Bluetooth übertragen werden müssen.

  • Keine Schnarcherkennung

    Weggefallen ist auch die Snore Detection, die Teil von Fitbit Premium ist. Zumindest hier scheint es so, als ob Fitbit die Funktion zu einem späteren Zeitpunkt wieder aktivieren wird. Die Aussagen sind selbst auf Nachfrage beim Hersteller etwas schwammig.

  • Kein Google Assistant

    Besonders fragwürdig ist das Fehlen des Google Assistant. Auf der Sense und Versa 3 stehen immerhin die Sprachdienste Amazon Alexa und Google Assistent zur Verfügung. Auf der Versa 4 kann aktuell nur auf den Sprachdienst von Amazon zurückgegriffen werden – und das obwohl der Google-Konzern im Branding (Fitbit by Google) zum ersten Mal präsent auftritt.

Unterm Strich fallen damit recht viele smarte Funktionen weg. Es wirkt ein bisschen so, als differenziere und positioniere Google die neue Produkte, denn mit der Pixel Watch erscheint in Kürze eine neue Smartwatch von Google. Versa 4 und Sense 2 rücken wieder deutlicher in Richtung Wearables für Fitness- und Gesundheits-Tracking – die Pixel Watch hingegen dürfte als Smartwatch vermarktet werden.

Mehr Insights mit Fitbit Premium

Beim Kauf einer Versa 4 erhält man eine 6-monatige Mitgliedschaft zu Fitbit Premium. Nutzer dieses ansonsten kostenpflichtigen Dienstes erhalten tiefere Einblicke in die Daten, detailliertere Auswertungen und Handlungsempfehlungen. Ebenso gehören Achtsamkeitsübungen, der Tagesform-Index und die Schlafprofile zum Leistungsumfang.

Nach Ablauf der kostenlosen Mitgliedschaft wird der Dienst kostenpflichtig. Wer auf das Mehr an Funktionen und Daten zurückgreifen möchte, der muss fortan 8,99 € im Monat oder 79,99 € im Jahr bezahlen.

Verfügbarkeit und Preise

Die Fitbit Versa 4 ist seit dem 29. September im Handel für 229,95 € (UVP) erhältlich.

Fitbit Versa 4 Farbvarianten | Quelle: Fitbit

Fitbit Versa 4 Farbvarianten | Quelle: Fitbit

Zur Auswahl stehen Modelle in den Farben

  • Schwarz / Aluminium-Graphit
  • Wasserfallblau / Aluminium in Platin
  • Sandrosa / Aluminium in Kupferrosé
  • Himbeerrot / Aluminium in Kupferrosé

Weil Fitbit seine Wearables stets mit drei Armbandteilen verkauft, braucht auf den Umfang des eigenen Handgelenks eigentlich nicht geachtet werden. In der Regel decken die mitgelieferten Armbänder alle Größen ab.

Stellt sich die Frage, ob man aktuell zur Versa 4 oder deren Vorgänger greifen soll. Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Gemessen am Preis und dem Wegfall vieler smarter Funktionen stellt die Versa 3 mit einem Straßenpreis von ca. 140 € das momentan attraktivere Modell dar. Wenn Google Wallet und Google Maps nachgereicht werden, mag sich die Einschätzung durchaus ändern.

Im Sinne der Versa 4 kann Stand heute nur damit geantwortet werden, dass es eine Investition in die Zukunft und die noch kommenden Funktionen ist. Es gilt also recht genau zu überlegen, ob und wie Google Wallet und Google Maps auf der Versa 4 genutzt werden wollen und wie stark der Verlust mancher smarten Funktion schmerzt.

Fitbit Versa 4

1,58" OLED (farbig)
336 x 336 Pixel
301 PPI
6Tage (typisch)
12Stunden (GPS)
40,5 x 40,5 x 11,2 mm
37,60 g
Funktionen
Display / Bedienung
Akkulaufzeit
Gesamt

Bewertung

Funktionsumfang

Activity Gesundheit Sport Smarte Funktionen Konnektivität Standort Musik 100 100 26 50 50 50 0
  • Display

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  • Funktionen

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  • Sportprogramme / -funktionen

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  • Sensoren

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  • Ortungsdienste

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  • Konnektivität

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  • Sonstiges

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