Fitness Tracker Test

Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2022

Fitbit Sense 2 – Mehr Sensoren und mehr von Google

Mit der Sense 2 hat Fitbit eine neue Smartwatch vorgestellt, die sich vor allem der Gesundheit im Alltag verschrieben hat. Gleichzeitig bietet sie auch Freizeitsportlern zahlreiche Funktionen. Zudem zeigt die Sense 2 deutlicher als zuvor, dass Fitbit nun zu Google gehört.

Da bereits vor Wochen die ersten Informationen und Bilder zur neuen Smartwatch im Internet aufgetaucht waren, hat die Ankündigung der Sense 2 nicht wirklich überrascht. So war auch schnell deutlich, dass die Sense 2 (wie auch die ebenfalls heute vorgestellte Versa 4) auf den optischen Fußspuren der Vorgänger wandelt. Ein wesentlicher Unterschied der beiden Generation ist der physische Button der zurückkehrt und den kapazitiven Soft-Button ersetzt.

Vorder- und Rückseite der Fitbit Sense 2 | Quelle: Fitbit

Vorder- und Rückseite der Fitbit Sense 2 | Quelle: Fitbit

Ansonsten ähnelt die Sense 2 dem Vorgängermodell stark: Sowohl der Ladeanschluss und, als auch die wechselbaren Armbänder sind gleich geblieben, können also vom Vorgänger übernommen werden. Beim Funktionsumfang ist die Entwicklung deutlich schneller vorangeschritten.

Viele Funktionen für viel Gesundheit

Nicht weniger als jedem Menschen zu einem gesünderen Leben zu verhelfen, das ist Fitbits Vision. Das fängt bei Fitbit jedoch nicht wie bei vielen anderen Herstellern beim Sport, sondern bereits im Alltag an. Wenige Hersteller bieten derart viele Funktionen, die das Wohlbefinden und die Gesundheit im Alltag in den Vordergrund stellen.

Der neue, rückseitig verbaute cEDA-Sensor besteht auf zwei großen Elektroden und bietet der Sense 2 die Möglichkeit Körperreaktionen ganztägig zu ermitteln. „Körperreaktionen“ ist ein wenig sperriger Begriff – für mich wird es griffiger, wenn man sich darunter positiven, wie negativen Stress vorstellt.

cEDA-Sensor auf der Rückseite der Sense 2 | Quelle: Fitbit

cEDA-Sensor auf der Rückseite der Sense 2 | Quelle: Fitbit

cEDA steht dabei für „continuous electrodermal activity“. Das Akronym beschreibt die kontinuierliche Messung der elektrischen Leitfähigkeit der Haut. Bei körperlichem und psychischem Stress erhöht sich die Schweißmenge auf der Haut minimal. Der cEDA-Sensor kann die damit einhergehenden Veränderungen in der Leitfähigkeit der Haut messen und auf die Belastung durch Stress schließen. Die Funktionsweise ist einem Lügendetektor damit nicht unähnlich. Für die Messung der Sense 2 fließen aber u.a. noch die Herzfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität und die Hauttemperatur in das Ergebnis mit ein.

Stress-Management auf der Sense 2 | Quelle: Fitbit

Stress-Management auf der Sense 2 | Quelle: Fitbit

Wird ein hohes Maß an körperlicher Reaktion festgestellt, weist die Smartwatch darauf hin. Im Anschluss kann direkt übers Handgelenk bzw. die App die aktuelle Stimmung vermerkt werden. Zielstellung dabei ist, ein Bewusstsein zwischen Ereignissen im Alltag und den Auswirkungen auf den Körper zu schaffen.

Beim Sport, Duschen und Schwimmen entziehen die vergleichsweise großen Mengen an Schweiß und Wasser die Grundlagen für die Berechnungen des Stressniveaus. Der cEDA-Sensor setzt in diesen Momenten seine Tätigkeit aus.

Mit wenigen Ausnahmen bietet die Sense 2 sonst die gleichen Features wie die Sense der ersten Generation. Die Ausnahme bildet die Integration des Google Assistant.

Während die Sense 2 weiterhin Fragen über das verbaute Mikrofon aufnehmen und an Amazon Alexa weiterleiten kann, verzichtet Fitbit momentan auf Googles Sprachdienste. Das wirft natürlich ein paar Fragen auf, wo doch Fitbit jetzt zu Google gehört. Selbst in der Vorschau auf künftige Update ist von Googles Sprachdienst keine Rede. Anders sieht es bei Google Wallet und Google Maps aus.

Google Wallet und Google Maps

Besonderes Augenmerk verdient die angekündigte Integration von Google Wallet und Google Maps in die Sense 2 bzw. die Fitbit App. Leider sind beide Features noch nicht verfügbar und werden per kostenlosem Update nachgereicht. Einen Zeitpunkt ist noch nicht genannt worden. Selbst bei direkten Gesprächen mit Fitbit und hinter verschlossener Tür war von den Features noch nichts zu sehen.

Google Maps und Google Wallet könnten aber in der einen oder anderen Form zum Game Changer werden. Die Nutzung von Fitbit Pay krankt hierzulande genauso wie Garmin Pay aufgrund der mangelnden Unterstützung von Banken. Dass es durchaus schneller gehen kann zeigt ein Blick über den Teich, aber auch zu unseren nordischen Nachbarn.

Google Pay (und damit auch Google Wallet) stoßen bankenseitig auf mehr Gegenliebe, so dass das kontaktlose Bezahlen mit der Sense 2 in Zukunft deutlich mehr Nutzern möglich sein dürfte.

Inwieweit Google Maps auf der Sense 2 Verwendung findet, bleibt abzuwarten. Das aktuelle Versprechen „Navigiere am Handgelenk zum Ziel – mit interaktiver Kartenansicht und detaillierter Routenführung.“ klingt gut. Ob das Kartenmaterial aber auch beim Sport und / oder offline genutzt werden kann, bleibt momentan offen.

Noch mehr Sensoren

Neben dem cEDA-Sensor verfügt die Sense 2 über Sensoren zur Überwachung von Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV) und Hauttemperatur. Dank zweier im Uhrenglas integrierter Elektroden kann die Sense 2 ein medizinisch genaues EKG anfertigen und vor Unregelmäßigkeiten (Vorhofflimmern / VHF / AFib) warnen.

Von dieser Überwachung profitiert man nicht nur bei manueller Messung, denn auch nachts wirft Fitbit einen genauen Blick auf die Herzfrequenz. Werden Unregelmäßigkeiten erkannt, informiert die App am nächsten Morgen und empfiehlt die Ursache medizinisch abklären zu lassen. Ähnlich reagiert die Sense 2 beim Über- bzw. Unterschreiten der durchschnittlichen HF-Bereiche.

Die SpO2-Sensorik kann die Blutsauerstoffsättigung messen und Schwankungen einordnen. Während der Wert bei vielen Sportuhren dem Training beigemessen wird, ist es bei Fitbit vielmehr ein Indikator für Schlafapnoe.

Im Vergleich mit den zuvor genannten Sensoren mutet der Beschleunigung-Sensor fast archaisch an. Dennoch bildet er die Grundlage für die Ermittlung von Schritten, Distanz und Kalorienverbrauch. Während des Schlafs ist er mitverantwortlich für die Bestimmung der Schlafphasen. Wer die Sense 2 mindestens 14 Nächte im Monat trägt, der bekommt zum nachfolgenden Monat eine detaillierte Schlafauswertung und ein Schlafprofil in Form eines Tieres zugewiesen.

Akkulaufzeit bis zu 6 Tage

Mit einem vollen Akku hält die Sense 2 bis zu sechs Tage durch, bevor sie wieder aufgeladen werden muss. Wer es eilig hat, dem reichen 12 Minuten Ladevorgang aus, um die Smartwatch mit ausreichend Energie für einen Tag zu versorgen. Für eine komplette Betankung des Akkus braucht es rund 2 Stunden.

Für das Laden greift Fitbit auf den gleichen Anschluss wie bei Sense, Versa 3 und Versa 4 zurück. Ein kleines aber feines Detail betrifft die Ladepins bzw. einen der vier Lade-Pins, der bei der Vorgänger-Generation gerne mal im Stecker verschwunden ist und ein Laden des Gerätes nicht oder nur noch mit Hürden möglich war. Dieser Mangel soll mittlerweile (sowohl für die neuen Modelle, als auch für die erste Generation) beseitigt sein.

Ob Fitbit sein Versprechen halten kann und inwieweit Always-On und GPS-Tracking für kürzere Laufzeiten sorgen, wird erst der Test klären. Ende September sollten auch hier die Testgeräte aufschlagen – vorher war leider nichts zu machen.

Verfügbarkeit und Preise

Ab dem 29. September soll die Sense 2 im Handel verfügbar sein. Für 299,99 € lässt die Smartwatch sich momentan direkt bei Fitbit oder bei Amazon vorbestellen. Der Preis fällt damit ca. 30 € geringer aus, als bei der Einführung der ersten Generation der Sense. Im Preis enthalten ist der 6-monatige Zugang zu Fitbit Premium.

Beim Kauf hat man die Wahl zwischen den Farben

  • Nachtgrau / Aluminium in Graphit
  • Mondweiß / Aluminium in Platin
  • Nebelblau / Aluminium in Softgold

Wem der Grad an Individualität nicht ausreicht, der findet zahlreiche Wechselarmbänder in allen erdenklichen Farben und Materialien – entweder direkt beim Hersteller oder bei Amazon.

Fitbit Sense 2

1,58" OLED (farbig)
336 x 336 Pixel
301 PPI
6Tage (typisch)
5Stunden (GPS)
40,5 x 40,5 x 11,2 mm
37,60 g
Funktionen
Display / Bedienung
Akkulaufzeit
Gesamt

Bewertung

Funktionsumfang

Activity Gesundheit Sport Smarte Funktionen Konnektivität Standort Musik 100 100 26 75 50 75 20
  • Display

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  • Funktionen

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  • Sportprogramme / -funktionen

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  • Sensoren

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  • Ortungsdienste

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  • Konnektivität

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  • Sonstiges

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