Fitness Tracker Test

Fitness-Tracker, Fitnessarmband, Puls- & Sportuhren Vergleich 2017

Garmin vivoactive HR im Test

Einen kleinen Moment hat es seit der Ankündigung der Garmin vivoactive HR im April 2016 gedauert, aber nun ist sie bei mir eingetroffen und seit einiger Zeit steter Begleiter an meinem Handgelenk. Es wird Zeit euch teilhaben zu lassen an diesem tollen Fitnessarmband, dass von allem etwas bietet.

vivoactive HR im Vergleich

Die vivoactive HR wurde von Garmin auf dem Mobile World Congress in Barcelona angekündigt und tritt die Nachfolge der vivoactive an. Im Produktportfolio von Garmin positioniert sich die vivoactive HR zwischen den Fitnessarmbändern vivosmart HR/HR+ und den Sportuhren Forerunner 235 bzw. Fenix 3. Diese Positionierung betrifft sowohl den Leistungsumfang, als auch die UVP, die bei 259,90 EUR liegt.

Um dem Anspruch zwischen Fitnessarmband und Sportuhr gerecht zu werden, muss die vivoactive HR schon eine ganze Menge bieten und zumindest auf dem Papier tut sie dies auch. Wie viel davon in der Praxis sinnvoll ankommt und einen wirklichen Mehrwert bietet, wird der Test über die kommenden Wochen zeigen.

Garmin vivoactive HR - Verpackung

Unboxing

Auf der einen Seite finde ich es gut, wenn hochwertige Produkte auch entsprechend ihres Preises verpackt und präsentiert werden. Auf der anderen Seite landen die meisten Verpackungen im Müll oder in irgendeiner Kammer.

Umso erfreulicher ist die schnörkellose Verpackung der vivoactive HR. Einfach die Schachtel öffnen und schon hält man Fitnessarmband, Ladekabel und ein paar Produktheftchen in der Hand. Alles ohne irgendwelche Klebesiegel mit Anleitungen, wie diese aufzureißen sind und welche Schritte durchzuführen sind, bis man das eigentliche Produkt in den Händen hält.

Garmin vivoactive HR - Lieferumfang

Garmin vivoactive HR – Lieferumfang

Mit Fitnessarmband, Ladekabel und den beiden Produktinformationen ist der Inhalt auch recht überschaubar, aber mehr braucht es auch nicht.

Garmin vivoactive HR - Ladekabel

Garmin vivoactive HR – Ladekabel

Als erstes ist mir wieder das Ladekabel aufgefallen. Hier rückt Garmin leider bisher noch nicht von der Ladeklemme ab. Dabei gibt es zwei Aspekte, die mich daran stören. Zum einen ist es der proprietäre Anschluss, der das Laden und Synchronisieren mit nur genau diesem Kabel erlaubt. Zum anderen bietet die etwas fummelig zu nutzende Ladeklemme Potential zur Verbesserung.

Garmin vivoactive HR - Ladeklemme

Garmin vivoactive HR – Ladeklemme

Apple hat es vorgemacht: Das Fixieren von Ladekabeln per Magnet stellt für mich heutzutage das Maß der Dinge bei kabelgebundener Ladung dar. Jawbone und Basis sind diesem Ansatz gefolgt und obwohl beide ebenfalls proprietäre Anschlüsse nutzen, sind deren Fitnessarmbänder deutlich komfortabler anzuschließen als das bei der vivoactive HR der Fall ist. Klar sind auch das nicht die Standard-Micro-USB-Anschlüsse, aber einen Tod muss man ja sterben.

Schlank und hoch

Optisch unterscheidet sich die vivoactive HR von ihrem Vorgänger ziemlich deutlich. War das Gehäuse der vivoactive noch relativ quadratisch, ist das der vivoactive HR jetzt deutlich schlanker. Dafür hat die vivoactive HR aber auch deutlich in der Profilhöhe zugenommen. Staunte man bei der vivoactive noch, wie flach eine Uhr mit GPS-Empfänger gebaut werden kann, trägt die Profilhöhe der HR dem optischen Sensor zur Herzfrequenzmessung Rechnung.

Garmin vivoactive HR

Garmin vivoactive HR

Hinsichtlich der Maße unterscheidet sich das Fitnessarmband aber nicht wesentlich von der Konkurrenz. Fitbit Surge, Basis Peak und die Sportuhren von Garmin sind alle unwesentlich schlanker oder dicker.

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An meinem Handgelenk wirkt die vivoactive HR groß, aber noch passend. Anders sieht es am Handgelenk meiner Frau aus. Dort wirkt sie schon sehr präsent.

Garmin vivoactive HR an meinem Handgelenk

Garmin vivoactive HR an meinem Handgelenk

Garmin vivoactive HR an meinem Handgelenk

Garmin vivoactive HR an meinem Handgelenk

Garmin vivoactive HR am Handgelenk meiner Frau

Garmin vivoactive HR am Handgelenk meiner Frau

Einzig dass man aufgrund des hohen Profils der Uhr machmal Schwierigkeiten hat den Hemd- oder Jackenärmel zum Ablesen des Displays über das Fitnessarmband zu schieben, stört mich ein wenig. Das trifft aber die HR ebenso wie alle anderen Fitness Tracker gleicher Ausmaße.

Gutes Touch-Display

Bevor es ums Einrichten geht, möchte ich noch ein paar Worte zum Display verlieren. Aus meiner Sicht gehört dieses aktuell zum Besten, was man auf dem Markt findet kann. Natürlich ist es kein leuchtendes, hochauflösendes Display. Das würde zu sehr an der Akkuleistung zehren. Die vivoactive HR besitzt ein transflektives Farbdisplay mit einer Auflösung von 205 x 148 Pixeln.

Und auch wenn es anders scheint, hat die HR doch die selben Displaymaße wie ihr Vorgänger die vivoactive, nur steht das Display nun hochkant.

Eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger zeigt sich in der Geschwindigkeit des Touchdisplay. Dieses reagiert schnell und flüssig auf Berührungen und Gesten. Die Farben wirken irgendwie kräftiger, wenn auch nie wie auf den Produktfotos. Das sah beim Vorgänger noch anders aus.

Was früher undenkbar war, leisten transflektive Displays heute ohne Probleme: Je mehr Licht auf das Fitnessarmband fällt, desto besser ist es ablesbar. Die Farben erscheinen kräftig und die Kontraste sind hoch.

Garmin vivoactive HR - Display im Sonnenlicht

Garmin vivoactive HR – Display im Sonnenlicht

Anders sieht es hingegen aus, wenn die Lichtsituation schlechter wird. In diesem Fall wirkt auch die Darstellung der vivoactive HR fahler, ist aber immer noch orderntlich. Im Dämmerlicht muss die Hintergrundbeleuchtung zugeschaltet werden, um etwas zu erkennen.

Das geht entweder mit einem der beiden Knöpfe oder durch ein Schwenk des Handgelenks. Nach ein paar Sekunden schaltet sich die Hintergrundbeleuchtung wieder aus.

Ich mag dieses Display wirklich sehr, weil es zum Besten gehört, was ich mir für den Sport vorstellen kann. Das liegt vor allem an seiner transflektiven Eigenschaft. Gerade wen man draußen unterwegs ist, schlägt ein transflektives Display solche die leuchten um Längen.

Einrichten der vivoactive HR

Bevor es richtig losgehen kann, muss das Fitnessarmband zunächst einmal eingerichtet werden und das ist bei der vivoactive HR in wenigen Minuten erledigt. Nach dem Anschalten fragt das Fitnessarmband nach der Sprache und ob es per Bluetooth mit einem Smartphone oder Tablet gekoppelt werden soll.












In der App Garmin Connect muss in Folge die sechstellige Nummer eingeben werden, die das Armband anzeigt und schon sind die Geräte miteinander gekoppelt. Das funktionierte sowohl auf meinem Samsung Galaxy S3, einem Galaxy S6, einem iPhone 6 und einem iPad 3 problemlos.

Zum Einrichten gehört auch das Anlegen eines Nutzerprofils. Neben Name und E-Mail-Adresse gehören natürlich auch ein paar Körperdaten dazu, damit Garmin eine Grundlage zur Berechnung des Kalorienverbrauchs und der zurückgelegten Distanz hat.

Alles in allem ist das vivoactive HR schnell eingerichtet.

Individualisierung – Ein Hauch von Smartwatch

Dass die vivoactive HR nicht alleinig als Sportuhr gesehen werden muss, hatte ich eingangs beschrieben. Eine Funktion, die bislang den Smartwatches vorbehalten war, ist die Anpassung der Watchfaces (altdeutsch: Ziffernblätter). Hier bringt Garmin von Haus aus bereits 5 unterschiedliche Anzeigen mit.







Problemlos lassen sich über den Connect IQ-Shop weitere Watchfaces herunterladen – die meisten davon kostenlos. Das gleiche gilt für Apps oder Widgets, die den Leistungsumfang der vivoactive HR erweitern. Genau dieses Einrichten von zusätzlichen Anwendungen auf dem Armband machen die Smartwatch-Funktionalität aus. Insgesamt gibt es für die vivoactive HR aktuell rund 500 Anwendungen, Widgets, Datenfelder und Watchfaces – mal mehr, mal weniger sinnvoll.

Zählen, zählen, rechnen

Das das vivoactive HR solch grundlegende Funktionen wie das Zählen der Schritte, die Berechnung der verbrauchten Kalorien, sowie der zurückgelegten Distanz beherscht, sollte man eigentlich nicht extra erwähnen müssen.

Anders sieht es beim Erfassen gestiegener Etagen aus. Hierzu greift Garmin auf einen barometrischen Höhenmesser zurück: Wenn das Fitnessarmband Schritte erkennt und sich dabei der Luftdruck ändert, geht das Armband davon aus, dass eine Treppe gestiegen wird. Das funktioniert im übrigen sehr gut, auch wenn natürlich eine Rolltreppe beim Hinauflaufen ebenso erkannt wird, nicht jedoch, wenn man auf der Rolltreppe steht. Hier lässt sich das Armband nicht so leicht austricksen.

Ebenso sieht es bei der Schrittzählung aus. Hier verrichtet das HR ordentlich seine Arbeit, auch wenn es hier und da einen Schritt mehr oder weniger zählt. Aus meiner Sicht ist das nicht schlimm. Warum mich der einzelne Schritt nicht interessiert, dazu habe ich mich bereits mehrfach geäußert.

Mehr Optimierungspotential bietet die Schlafüberwachung. Hier wähnt Garmin mich häufig schlafend auf dem Sofa, obwohl ich noch hellwach bin, mich aber natürlich nicht mehr so stark bewege. Das lässt sich alles in der App korrigieren, aber es gibt Fitness Tracker, die können das noch ein wenig besser. Ansonsten stimmt die Zuordnung der Schlafphasen mit der anderer Fitnessarmbänder im Wesentlichen überein.

Sport als wahre Stärke der vivoactive HR

Schaut man auf die Liste an Funktionen der vivoactive HR kommt kann man leicht den Eindruck gewinnen, dass Garmin der Sportuhr möglichst viele Features aus unterschiedlichsten Bereichen spendiert hat, um eine möglichst große Zielgruppe anzusprechen.

Auch wenn da ein Funken Wahrheit drin stecken mag, so ist doch die wahre Stärke der vivoactive HR der Sport. Es ist nicht zuletzt der Name, der dem Ganzen Ausdruck verleiht.

Nach dem Starten des Sport-Modus stehen folgende Sportarten zur Auswahl zur Verfügung:

  • Laufen
  • Wettkampf
  • Schwimmbad
  • Gehen
  • Indoor Lauf
  • Trainieren
  • Indoor Gehen
  • Indoor Rudern

Trotz des unterschiedlichen Angebots mag dem ein oder anderen eine Sportart fehlen. Sogar hier zulande populäre Sportarten wie Fuß- und Handball fehlen. Die Liste ist zwar erweiterbar, bei weitem aber nicht mit so vielen Sportarten, wie es z.B. bei Polar-Geräten der Fall ist.

Diesbezüglich haben mich schon eine Reihe von Anfragen erreicht. Bei den meisten geforderten Sportarten muss man feststellen, dass dort normalerweise keine Sportuhren bzw. Sportelektronik am Handgelenk erlaubt sind.

Nun ist es jedem selbst überlassen, dass in seiner Freizeit oder bei Training zu ändern, ich kann Garmin aber auch verstehen, warum diese Sportprofile nicht enthalten sind.

Aus Sicht des Endverbrauchers mag das wirklich ein Kritikpunkt sein. Mir persönlich fehlt nichts, weil ich mit der vivoactive HR vornehmlich Laufen gehe und sie sich hin und wieder auch beim Radfahren und Wandern austoben darf.

Sei es drum – ein Antippen des Displays reicht aus, um den Sport-Modus für die gewählte Sportart zu starten. An der Sportart entscheidet sich dann auch, ob GPS und/oder die Pulsmessung per optischem Sensor genutzt werden. Kurzum: Alle Indoor-Sportarten unterstützen kein GPS, genauso wie die meisten Wassersportarten die Messung der Herzfrequenz nicht unterstützen.

Folglich startet die Aufzeichnung auch nicht direkt nach Auswahl der Sportart, sondern versucht zunächst ein GPS-Signal und/oder den Pulsschlag zu erkennen. Das geht in der Regel fix, denn der Puls wird ja unabhängig vom Sportmodus bereits während des normalen Tragens gemessen. Ein bisschen länger kann es dauern, wenn das GPS-Signal erst gefunden werden muss. Hier gilt: Ist die Umgebung fremd, kann es schon mal ein 10-20 Sekunden dauern.

Ein Drücken der rechten Taste genügt, um die Aufzeichnung zu starten.

Trainingsseiten und Datenfelder

Eine tolle Lösung ist in meinen Augen die relativ freie Gestaltung und Aufteilung der vielen Messwerte, die die vivoactive HR anbietet. Dazu ermöglicht Garmin pro Sportart die Anzeige der ermittelten Werte auf sogenannte Trainingsseiten zu verteilen, wobei jede der max. 3 Trainingsseiten bis zu 3 Datenfelder aufnehmen kann. Dazu zählen Standardangaben, wie z.B.

  • Distanz
  • Dauer
  • Tempo

Aber auch exotischere Werte wie z.B.

  • Durchschnitt Vertikalgeschwindigkeit (30s)
  • Anstieg gesamt
  • HF – %Max

Zwischen den einzelnen Trainingsseiten kann während der Aufzeichnung durch Streichen über das Display gewechselt werden. Das funktioniert selbst mit feuchten Händen noch erstaunlich gut. Die Herausforderung nimmt aber zu, wenn das Display (z.B. durch Regen) wirklich feucht wird.

Reicht der Umfang an Datenfeldern nicht aus, so finden sich im Garmin IQ Shop weitere Datenfelder, so z.B. die Watt-Zahl, wenn man mit einem Sensor von Stryd am Schuh läuft.

Für mich als ambitionierten Freizeitsportler bleiben da keine Wünsche offen. Die Auswahl der Möglichkeiten ist riesig und durch die Konfiguration der Datenseiten auch jederzeit schnell zu erfassen.

Zusätzlich zu den drei Trainingsseiten kann eine vierte Trainingsseite mit einer Art Tacho aktiviert werden, der die Herzfrequenz und die Herzfrequenz-Zone anzeigt.

Widgets sorgen für schnellen Einblick

Auf eben jenem Display werden die Tageswerte über verschiedene Seiten hinweg verteilt. Von der Ansicht der Uhrzeit ausgehend kann man sich per Wisch durch die restlichen Ansichten bewegen.

Das Display reagiert zügig, wenn auch nicht ganz so schnell, wie LCD oder OLED-Displays. Ein klein bisschen hinken die Animationen beim Seitenwechsel schon hinterher.

Tippt man bei Ansicht einer Tagesauswertung auf das Display wechselt die Ansicht auf die Wochenauswertung des gleichen Aspekts (z.B. der Schrittzahl oder Herzfrequenz).

Wem die voreingestellten Ansichten zu viel des Guten sind, der kann sie über die App deaktiveren oder weitere hinzufügen.

In Kombination mit dem tollen Display macht das Sichten der Informationen am Handgelenk schon eine Menge Spaß. Immerhin muss man nicht das Smartphone zücken, um die Tagesleistung im Kontext der vergangenen Woche einzuordnen.

Garmin IQ

Die Produkte der vivoactive-Reihe sind neben den Forerunner- und Fenix-Modellen die Geräte, die Garmin IQ unterstützen und das Installieren von Apps aus dem Garmin IQ Shop erlauben.

Wie in jedem App Store sind auch bei Garmin manche Apps zu finden, die eher den Charakter eines Testballons haben. Die meisten Apps sind jedoch aufwendig entwickelt und erweitern die vivoactive HR um Funktionalität, die sie von Haus aus nicht mitbringt.

In den Bereich Garmin IQ fallen auch die vielen unterschiedlichen Watchfaces, die der vivoactive HR ein Grundmaß an Individualität gewähren.

In meinen Augen gibt es nicht die Über-App, die man bedingungslos empfehlen kann, aber es gibt punktuell Perlen, die je nach Anwendungsfall ein Muss sind.

Messung der Herzfrequenz mittels Licht

Die Messung der Herzfrequenz mittels eines optischen Sensors und grünem Licht gehört mittlerweile zum guten Ton. Selbst günstige Lösungen greifen auf diese Art der Messung zurück. Bei der Garmin vivoactive HR findet sich die „Elevate“ getaufte Technologie ebenfalls.

Hier gibt es gar nicht Aufregendes bzw. Neues zu berichten. Garmin nutzt weiterhin eine Kombination aus zwei LED und einem Sensor, die bündig in den Gehäuseboden eingelassen sind. Da gibt es keine Spalten und Rillen, in denen sich über die Dauer Schmutz festsetzen könnte.

Damit der Sensor auch wirklich gut auf der Haut sitzt, ragt er ein wenig aus dem Gehäuse heraus und drückt sich ein wenig auf die Haut. Spürbar ist das allerdings nichts.

Genauigkeit bei der HF-Messung

Vielfach wird ja über die Genauigkeit der optischen Sensoren geschimpft. Schaut man sich im Internet um, dann ist das bei der vivoactive HR nicht anders, als bei anderen Anbietern. Der Messung per Licht wohnen nun einmal ein paar Ungenauigkeiten inne, die sich nicht wegdiskutieren lassen.

So scheinen die optischen Sensoren sich erst „einzuschwingen“, d.h. verglichen mit dem Brustgurt gehen die Messungen anfangs stärker auseinander, als nach ein paar Minuten. Zudem hinkt das optische Verfahren zeitlich immer ein bisschen hinterher.

Das ist bei der vivoactive HR und selbst bei teureren Produkten momentan nicht zu ändern. Es macht das Produkt und den Ansatz dadurch aber nicht schlechter. Sportuhren sind keine medizinischen Geräte und sollten auch für solche Zwecke nicht herangezogen werden.

Für die Anzeige eines Pulsbereichs ist die Genauigkeit völlig ausreichend. Wenn ich es wirklich genau wissen möchte, dann führt eben kein Weg am Brustgurt – vielleicht noch dem Scosche RHYTHM+ vorbei.

Immerhin tastet die vivoactive HR die Herzfrequenz bei Aufzeichnung mit einer Frequenz von 1 Hz ab, also einmal pro Sekunde. Aussetzer und dauerhafte Ausreißer habe ich bislang nicht feststellen können. Alles bewegt sich im Rahmen des Erwarteten.

Durch die Breite der vivoactive HR passiert es äußert selten, dass das grüne Licht unter dem Armband hervorlugt und meine Frau beim Kinoabend oder im Schlafzimmer stört. Bei schmalen Armbändern passiert das deutlich häufiger.

Das breite Armband sorgt aber auch dafür, dass man leichter darunter schwitzt. Ein schmales Armband ist leicht verrutscht und die Haut darunter kann atmen. Bei der vivoactive HR müsste man schon ein ganzes Stück rücken.

Vibrationsalarm ist nicht leise aber spürbar

Wenn es etwas gibt, was mich bei der vivoactive HR stört, dann ist es der verbaute Vibrationsmotor. An sich finde ich das Feedback mittels Vibration ja eine super Lösung, aber der Vibrationsmotor der vivoactive HR schnarrt dermaßen, dass von einem stillen Alarm fast nicht mehr gesprochen werden kann.

Lustigerweise fängt die vivoactive HR an in regelmäßigen Abständen zu brummen, wenn sich der Akku dem Ende neigt. Der Einsatz des Vibrationsmotors dürfte dem Akku zusätzlich zusetzen.

Keine Ahnung, was bei der vivoactive HR verbaut ist, aber die kleineren Modelle von Garmin, so wie Forerunner und Fenix scheinen alle eine deutlich angenehmere Lösung verbaut zu haben, ohne dass ich das Gefühl habe, die Vibrationen „verpassen“ zu können.

Immerhin gehört die Vibration hinsichtlich der Stärke zum oberen Drittel und lässt sich notfalls in drei Stufen regeln.

Fazit – Garmin vivoactive HR Test

Die vivoactive HR ist ein deutlich komplexeres Produkt, als ein normaler Fitness Tracker, der „nur“ die Anzahl der Schritte, die Distanz und den Kalorienverbrauch ermittelt. Alle Funktionen auf einmal zu erfassen und zu bewerten, halte ich nicht für geeignet. Jedenfalls nicht so, wie ich die Geräte erleben möchte, nämlich als ziemlich normaler Freizeitsportler.

Aus diesem Grund werde ich den Testbericht nach und nach in loser Reihenfolge ergänzen. Immer dann, wenn ich etwas Neues mit der vivoactive HR erfahren durfte.

Bis heute kann ich sagen, dass die vivoactive HR eines der besten Produkte am Markt ist, das mit einem gesunden Preis-Leistungs-Verhältnis daher kommt. Natürlich gibt es teuere Modelle mit mehr Funktionen und höherwertigen Materialien, aber auch einem ganz anderen Preisgefüge.

Die Mischung aus smarten Funktionen und starkem sportlichen Auftritt, machen das vivoactive HR zu einer echten Empfehlung.


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